Geboren: 1604
Gestorben: 1648
Geburtsort: Florenz
Wohnort: Innsbruck
Kategorie: Politik
Leben: Claudia de Medici übernahm aufgrund des frühen Todes ihres Gatten für ihre Söhne die Regierung des Landes Tirol als Landesfürstin.
Weiteres: Prinzessin Claudia von Toskana aus dem Hause der Medici, geboren am 4.6.1604 und gestorben am 25.12.1648, war seit 1625 die Gemahlin Erzherzogs Leopold V., der 1626 erbberechtigter Landesfürst von Tirol wurde. Leopold V. starb 1632 unerwartet früh, sodass Erzherzogin Claudia für ihre Söhne Ferdinand Karl und Sigmund Karl als Regentin die Regierung des Landes Tirol übernahm und zur Landesfürstin wurde. Unterstützt wurde sie von Kanzler Wilhelm Bienner. Sie förderte die militärische Verteidigung Tirols, die Kunst mit der Einführung des Barocktheaters, den Handel mit einer neuen Verfassung der Bozner Messe 1635 und den Ausbau des Handwerks in Tirol. Claudia gründete das 1635 auch das Handelsgericht (Merkantilmagistrat) Bozen, das später im Merkantilgebäude untergebracht wurde.
1646 übernahm Erzherzog Ferdinand Karl die Regierung. Erzherzogin Claudia starb 1647. Nach ihr ist u.a. die Oberschule in Mals benannt (sie hatte Mals 1642 das Wappenverliehen, den Ort zum Marktflecken erhoben und ihm das Recht gegeben 2 Märkte (Gallusmarkt und Georgimarkt) abzuhalten). Ebenso ist in Bozen eine Straße nach ihr benannt. Quellen: Südtirol von A-Z, Eduard Widmoser, Südtirol-Verlag, Innsbruck-München; Helene Dietl