Geboren: 1902
Gestorben: 1979
Geburtsort: ST. Leonhard in Passeier
Wohnort: Brixen
Kategorie: Kunst/Kultur
Leben: Bildhauerin, Ausbildung an der Akademie in Wien und München, Kleinplastik, Krippen, Vasen, Ofenkacheln, Kreuzwege, Grabpplastiken, Keramik
Weiteres: Als Tochter eines Landrichters nahm sie schon früh Unterricht bei der bekannten Meraner Malerin und Zeichnerin Anni Egösi. An der Kunstgewerbeschule in Wien belegte sie über vier Jahre die Fächer Keramik und Bildhauerei. Nach ihrer Rückkehr nach Südtirol brannte sie in Bozen ihre ersten Vasen und Terrakotten. Weitere Station ihrer Ausbildung war die Akademie der bildenden Künste in München, wo sie den bekannten Zeichner und Karikaturisten Olaf Gulbranson zum Lehrer hatte. Sie entfaltete ihre volle künstlerische Begabung, schuf vor allem kunstvoll gebrannte und kolorierte Vasen und Schalen, glasierte Ofenkacheln, Tierplastiken und menschliche Figuren. Maria Delago erhielt immer weitere und größere Aufträge für Brunnenfiguren, Kreuzwegstationen, Grabdenkmäler. Sie blieb der Keramik treu, die über die Landesgrenzen hinaus zu einem Begriff wurden. Berühmt sind auch ihre Arbeiten in Bronze, so der bekannte Christomannos-Adler im Rosengarten. Stationen ihrer zahlreichen Ausstellungen waren Bozen, Meran, Trient, Venedig, Mailand, Innsbruck, München, Erlangen und Karlsruhe. 1963 wurde sie mit dem Walther-von-der-Vogelweide-Preis des Kulturwerkes für Südtirol ausgezeichnet.Sie verstarb 77-jährig an den Folgen eines Verkehrsunfalles südlich von Bozen.
Die dargestellte KEramik ist im Südtiroler Landtag zu sehen. Quelle: Südtirol von A-Z, Eduard Widmoser, Südtirol-Verlag, Innsbruck-München