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Bozen Stadt und Land
PRESSEMITTEILUNGEN
13.01.2008
Ausbau der Mendelstraße
 Koordinierungsausschuss Kaltern - Um den Ausbau der Mendelstraße, vor allem jenes im Abschnitt „Roccette-Tumortal“, ging es in einer Aussprache mit Bautenlandesrat Florian Mussner. Der Landesrat nutzte das Treffen, um zu informieren und gleichzeitig auch die Position der Gemeinde im Zusammenhang mit dem Ausbau der Straße zu ergründen. „Das Land wird die Arbeiten auf der Mendelstraße nur dann durchführen, wenn die Gemeinde Kaltern voll hinter dem Projekt steht“, so Mussner.
Das Treffen wurde vom Obmann des Koordinierungsausschusses der SVP Kaltern, Raimund Fill, eröffnet, der die Bedeutung des Ausbaus im Abschnitt „Roccette“ unterstrich. Zugleich betonte er, dass der historische Charakter der Straße erhalten bleiben müsse. Überaus wichtig sei es auch, dass die Kalterer Vertreter im Vorfeld über die Pläne des Landes informiert werden. Dem stimmte auch Bautenlandesrat Mussner zu.
Mussner unterstrich, dass der Abschnitt „Roccette-Tumortal“ der Mendelstraße in der Prioritätenliste für steinschlaggefährdete Straßenabschnitte ganz vorne liege.  Das Bautenressort erachte bei diesem Projekt zwar die Funktionalität des Gebauten als äußerst wichtig, werde aber auch ein gewichtiges Augenmerk auf die landschaftliche und architektonische Gestaltung des zu Bauenden legen. „Grundlegend ist, dass sich das Bauwerk möglichst harmonisch in die umliegende Natur einfügt“, so Mussner.
Valentino Pagani, Direktor der Landesabteilung Tiefbau, erläuterte in seiner Präsentation die Problematiken, die der Mendelstraßen-Abschnitt „Roccette-Tumortal“ aufweise. Sie würden sich vor allem aus der Geologie und zudem aufgrund der Sicherheit, der Straßenbreite, zu niedrigen Mauern, veralteten Leitplanken und statischen Problemen der elf Brücken ergeben. Ebenso solle der Panoramafunktion der Straße Rechnung getragen werden. Es wurden verschiedene Vorschläge ausgearbeitet; am besten geeignet scheint jedoch jener Entwurf, der den Erhalt der alten Panoramastrecke durch den Bau einer Steinschlagschutzgalerie vorsieht. Dieses Projekt hätte große Vorteile, betonte Landesrat Mussner, da die Steinschlaggefahr vollständig gebannt wäre, der Panoramaeffekt aber erhalten bliebe, eine gute Lösung für die vielen Radfahrer gefunden worden sei und die Instandhaltungskosten geringer wären.
Auf der Basis dieses Vorschlags wurden die technischen Eigenschaften von der Landesregierung genehmigt. Der Planungswettbewerb wird in zwei Phasen durchgeführt, wobei den Vorschlägen für die landschaftliche Einfügung und der ästhetischen und architektonischen Qualität in beiden Phasen ein gewichtiger Anteil bei der Bewertung eingeräumt wird, betont Mussner.
 
Bild: Mitglieder des Kalterer Koordinierungsausschusses mit Landesrat Mussner und Bürgermeister Wilfried Battisti Matscher
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