



In den vergangenen Monaten ist im Bezirk Burggrafenamt zunehmend eine verstärkte Frontenbildung zwischen den sozio-politischen Lagern in der Jugendszene feststellbar. Diese äußerte sich vor allem durch die gesteigerte Gewaltbereitschaft der Jugendlichen bei an sich unpolitischen und geselligen Jugendveranstaltungen. Die Auseinandersetzung mit politischen Ideologien findet im Jugendalter, wie alles andere auch, etwas extremer statt, doch die derzeitigen Tendenzen erscheinen der Bezirksjugendleitung sehr bedenklich. Als mögliche Gegenmaßnahme fordert der Bezirksjugendreferent Alexander Knoll und seine Stellvertreter Zeno Christanell und Karin Canini, dass vor allem im Bereich der Offenen Jugendarbeit mehr Kompetenzen und auch öffentliche Gelder vergeben werden. „Die Jugendzentren und Jugendtreffs sind der Lebensrealität der Jugendlichen sehr nahe, dadurch kann eine authentische und persönliche Aufarbeitung stattfinden. Erfahrungsgemäß ist eine globale Auseinadersetzung im Kollektiv sehr schwierig.“, sind sich die Vertreter der JG sicher. So genannte „Streeworker“ könnten aber direkt bei den Veranstaltungen und Treffs aktiv werden. Natürlich darf ein Projekt nicht isoliert stattfinden, sondern in Kombination mit anderen Institutionen und Einrichtungen, wie Schulen und Sozialsprengel. Ziel muss dabei neben der politisch-historischen Aufklärung vor allem die Information über die rechtliche Situation sein, sowie eine spezielle Gewaltprävention. Die JG möchte auf jedenfalls auf die Ernsthaftigkeit des Themas verweisen und bietet ihre Mitarbeit an.