Hauptredner bei der jüngsten Bezirksausschusssitzung der SVP-Burggrafenamt war Landeshauptmann Luis Durnwalder.
Nach generellen Ausführungen über die derzeitige politische Lage Südtirols und seiner Vorbild- und Vorreiterrolle im italienischen Staatsverband, ging der Landeshauptmann auf die besondere Situation und Aufgabe im Burggrafenamt ein. Trotz der Kleinheit des Landes gebe es laut dem Landeshauptmann die Möglichkeit in Rom aktiv an der Verbesserung der Autonomie zu arbeiten. Hierbei galt ein besonderes Lob dem Kammerabgeordneten Karl Zeller, der seit etwa einem Jahrzehnt ausgezeichnete Leistungen für Südtirol in Rom bringe.
Der zweite Teil der Rede betraf aktuelle und zukünftige Bauvorhaben im Burggrafenamt. Der Ausbau der Straße zwischen Forst und der Töll, der die Verbesserung der Sicherheit und des Verkehrsflusses zum Ziel hat, ist bereits im Gang.
Beim zweiten großen Straßenbauvorhaben, der Nordwest-Umfahrung von Meran, sichert der Landeshauptmann zu, daß 2008 mit dem ersten Baulos begonnen werde. Auch werde eine schnelle und sinnvolle Lösung für die MEBO-Ausfahrt von Marling gesucht.
Neben Verkehrsinfrastrukturen standen die neuen Thermen von Meran und der Pferderennplatz auf der Tagesordnung der Rede. Während sich der Landeshauptmann mit dem Erfolg der Thermen sehr zufrieden zeigte und den erwarteten zukünftigen Erfolg mit jenem des Botanischen Gartens verglich, sieht er beim Pferderennplatz noch großes ungenutztes Potential, das es zu nutzen gelte.
Die größten Investitionen außerhalb Merans werden mit dem Bau des neuen Sanitätssprengels in Lana und dem Bau eines E-Werks im Passeiertal getätigt. Die Entscheidung über den endgültigen Standort des Sanitätssprengels in Lana steht im März an.
Im hinteren Passeirtal entsteht ein Elektrizitätswerk, das von den Gemeinden, den Etschwerken und der SEL betrieben wird und das den Gemeinden langfristige Einnahmen aus umweltfreundlichen Energien bringt.
Inwieweit sich in der Frage der Rückgabe der Militärareale etwas ergibt, wird laut dem Landeshauptmann stark von der zukünftigen Regierung abhängen. Mit der derzeitigen mitte-rechts Regierung sind in dieser Frage keine Fortschritte zu erwarten, es besteht die Hoffnung, daß bei einer autonomiefreundlicheren mitte-links Regierung auch in diesem Punkt eine Lösung gefunden werden kann.