Wie der Vorsitzende der SVP-Arbeitnehmer/innen Stefan Wieser betonte, stellt die Sicherung einer bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen Versorgung von Pflegebedürftigen Menschen eine der großen Herausforderungen und Verantwortungen unserer Gesellschaft dar. Im würdevollen Umgang mit unserer Eltern, Großeltern, oder mit Menschen mit Handicap, aber auch mit den pflegenden Angehörigen erkenne man die wahre Kultur eines Volkes. Als Referenten geladen waren Frau Dr. Paula Tasser (Leiter der Caritas Hauspflege) und der geistliche Assistent des KVW Herr Josef Stricker. In anschaulicher Weiße zeigten die Referenten stärken und schwächen des derzeit diskutierten Entwurfes auf. Das neue Modell der Pflegesicherung würde in Zukunft vier Pflegestufen vorsehen. Die finanziellen Leistungen würden laut Entwurf des Landessozialpans von € 480 in der ersten, bis 1.800 € in der vierten Pflegestufe reichen. Bei Heimaufnahmen könnte ein maximaler, einkommensabhängiger Betrag von € 900 ausgeschüttet werden. Einer Schätzung zufolge würden in Südtirol rund 7.000 Menschen welche zu Hause gepflegt – und rund 3.500 Menschen, welche stationär gepflegt würden, von den Leistungen profitieren. Auch die Inanspruchnahme von öffentlichen oder privaten ambulanten oder teilstationären Diensten sollte von den Betroffenen in Anspruch genommen werden, um die pflegenden zu Hause zu entlasten und den Verbleib in den eigenen vier Wänden zu unterstützen. Man war sich einig, dass die Pflegesicherung kommen müsse, um den hilfsbedürftigen Menschen aller sozialer Schichten ein Alt werden in Würde und Respekt zu garantieren. Genau so wichtig erscheinen dem Bezirkssozialausschuss aber auch geeignete Kontrollen, welche sicherstellen, dass die ausgeschütteten Geldleistungen auch der guten Pflege der hilfsbedürftigen Menschen zugute kommen. Die Arbeitnehmer im Burggrafenamt werden die gewonnenen Erkenntnisse nun vertiefen und eine öffentliche Veranstaltung mit Landesrat Dr. Richard Theiner organisieren, um die Realisierung der Pflegesicherung weiter voranzutreiben.
Einen weiteren Schwerpunkt für die Arbeitnehmer/innen im Burggrafenamt stellt der Ausbau des Netzes der Gemeindsozialausschüsse dar. Gemeinderat Vigil Raffl aus St. Martin /Pass. wurde einstimmig in den Bezirkssozialausschuss kooptiert. Auch mit Nals laufen bereits erste Kontakte dahingehend.
Wie der Vorsitzende Stefan Wieser abschließend mitteilt, wurden Dr. Reinhold Perkmann (Vorsitzender des Landessozialausschusses) und Dr. Gerhard Hölzl (Stellvertretender Vorsitzender des Gemeindesozialausschusses Meran) als Arbeitnehmervertreter des Bezirkes Burggrafenamt in den Landessozialausschuss gewählt.