



Südtirol zählt mittlerweile zu den Provinzen mit dem höchsten Anteil an Ausländern. Derzeit stellen sie einen Anteil 5,8 % auf die gesammte Südtiroler Bevölkerung. Der Anteil der Nicht-EU-Bürger beträgt 4,3 % und jährlich kommen mehr als 2000 Nicht-EU-Bürger neu hinzu. Damit wächst die Zahl der Nicht-EU-Bürger im Jahr um eine Gemeinde in der Größenordnung wie beispielsweise Moos in Passeier. Auf Grund dieser Erkenntnisse haben die SVP-Mandatare Franz Pahl, Martina Ladurner, Seppl Lamprecht und Hanspeter Munter ein Konzept ausgearbeitet, das Integration als Recht und Pflicht auf beiden Seiten versteht.
Voraussetzung für die Integration ist die Kenntnis der Sprache. Die Kinder und Jugendlichen von Ausländerfamilien sollen deshalb Einschulungshilfen erhalten, die durch einen verpflichtenden schulbegleiteten Sprachunterricht ergänzt werden. „Ziel ist eine rasche schulische Integration. Gleichzeitig müssen wir aber auch die Eltern über Sprachkurse in die Gesellschaft einbinden“, so Ladurner und Lamprecht. Besondere Aufmerksamkeit richteten die SVP-Frauen in der Diskussion auf die Vermittlung von christlichen Werten in Kindergärten und Pflichtschulen. „Wir dürfen nicht aus falsch verstandener Toleranz, christliche Symbole aus den Klassenräumen entfernen“ sagen Ladurner und Lamprecht. In diesem Sinne betonen die beiden Landtagsabgeordneten die Notwendigkeit, dass als Integrationshilfe an den Schulen auch das Grundrechtsverständnis von Demokratie und Menschenrechte und die Kenntnis der Weltreligionen gelehrt werden sollen.