SVP-Bezirksversammlung der Seniorenvertreter/innen in Meran
Über die ärztliche Versorgung in Südtirol und die damit zusammenhängenden Dienste klärte kürzlich Dr.Alfred König, Direktor des Amtes für Gesundheitssprengel, im Rahmen der SVP-Bezirksversammlung der Seniorenvertreter/innen auf. Dass das Thema wichtig ist, zeigte die große Anzahl an Seniorenvertretern, die der Einladung der Bezirksvorsitzenden Mathilde Ebenkofler gefolgt waren.

Dr. Alfred König informierte darüber, dass jeder Verwandte bis zum vierten Verwandtschaftsgrad ein Anrecht auf Pflegegeld hat. Er zeigte die einzelnen Schritte auf, die man tun muss, um in den Genuss dieses Beitrages zu gelangen und berichtete, dass zur Zeit in Südtirol 3400 Personen dieses Geld in Anspruch nehmen. Invaliden bekommen je nach Grad der Invalidität Begleitgeld.
Die Dienste des Hausarztes sind vertraglich geregelt. Er ist der erste Ansprechpartner des Patienten und muss ihn, wenn der Kranke nicht gehfähig ist, zu Hause untersuchen. Er ist außerdem verpflichtet, den Patienten im Altersheim zu betreuen. Die Gesundheitsbetreuung ist kostenlos, die sozialen Leistungen bei der Hausbetreuung sind zu bezahlen.
Gefördert von der öffentlichen Verwaltung wird die Gruppenmedizin, das sind Gemeinschaftspraxen, in denen der Patient jeden Tag von morgens bis abends einen Arzt konsultieren kann.
Die Gesundheitssprengel von Eppan und Leifers sind zur Zeit auch am Wochenende geöffnet. „Dieser Dienst wird von den Bürgern stark genutzt, und unser Ziel, die Erste Hilfestation am Bozner Krankenhaus zu entlasten, haben wir erreicht“, erklärt König. Otto Von Dellemann, der Vorsitzende der SVP-Seniorenbewegung, versprach, sich dafür einzusetzen, dass in allen Sprengelpunkten des Landes der Wochenenddienst mit Anwesenheit eines Arztes ausgeweitet wird.
