Bei seiner Begrüßung konnte der Bezirksjugendreferent Alexander Knoll den zahlreichen JG-Funktionären gleich zwei gute Nachrichten überbringen. Zum ersten gratulierte er dem Kammerabgeordneten und SVP-Bezirksobmann Karl Zeller zu dessen Bestätigung als Kandidat bei den Parlamentswahlen. Ebenfalls eine Gratulation ging an die neue Kandidatin auf der SVP-Liste Magdalena Amhof. „Damit zeigt die Partei großes Vertrauen in die eigenen jungen Kräfte, diese Kandidatur ist ein großer Erfolg und eine wichtige Bereicherung für die SVP“, unterstrich Knoll.
In der anschließenden Präsentation der Kandidaten bei den Neuwahlen der JG-Spitze am 8. März stellten sich der Eissacktaler-Bezirksjugendreferent Philipp Achammer für die Position des Landesjugendreferenten und die Vinschger-Bezirksjugendreferentin Heidi Gamper für die Position der Landesjugendreferent-Stellvertreterin vor. Beiden wurde vom Bezirksjugendausschuss Burggrafenamt die volle Unterstützung zugesagt. Bei der mit Spannung erwarteten Wahl des Landesjugendreferent-Stellvertreters stellte sich die JG im Burggrafenamt geschlossen hinter ihren Kandidaten Ulrich Ladurner. Der Algunder Ortsjugendreferent betonte in seiner Ansprache, dass die JG das kritische Gewissen der Volkspartei sei: „Von uns Jungen wird erwartet, dass wir nichts schön reden, sondern die Probleme ehrlich und offen beim Namen nennen.“ Bei 39 anwesenden Stimmrechten wurden alle drei Kandidaten einstimmig für die jeweiligen Positionen vorgeschlagen.
Nach der Nominierung folgten zwei Referate. Der scheidende Landesjugendreferent-Stellvertreter und Bezirksobmann-Stellvertreter Zeno Christanell stellte ein Grobkonzept für den „Fahrplan Landtagswahlen 2008“ vor. „Im Zuge der politischen Krise in Italien sind die Landtagswahlen etwas ins Hintertreffen geraten, wir müssen uns aber jetzt schon intensiv Gedanken machen, damit wir einen guten und erfolgreichen Wahlkampf führen können.“, erinnerte Christanell. Der Kammerabgeordnete Karl Zeller berichtete kurz über den Werdegang, der zu den Neuwahlen in Italien führte. Er zeigte dabei auf, dass nach aktuellen Einschätzungen unserem Land eine äußerst autonomiefeindliche Regierung ins Haus stehen wird. „Wir werden alle Kräfte benötigen um die Südtiroler Autonomie zu verteidigen.“, sagt der Minderheitenexperte voraus. In diesem Zusammenhang sei es unverantwortlich, dass einige Oppositionsparteien aus reiner Wahltaktik kandidieren wollen. „Aufgrund der Minderheitenregelung ist eine solche Kandidatur von vornherein chancenlos. Das bedeutet, dass jede Stimme für diese Parteien eine Stimme gegen Südtirol ist.“, kritisierte Zeller.