22.08.2007
„Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen“
Landeshauptmann Luis Durnwalder soll als Listenführer die SVP in den Wahlkampf 2008 führen – gemeinsam mit SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle als zweiten Listenführer und mit dem Vertreter aus Ladinien als Nummer drei der Edelweiß-Liste. Das ist der Wunsch der SVP-Bezirksobleute, die sich in Pfalzen zum schon traditionellen Sommergespräch trafen. Zu ihrem Sprecher wählten die sieben SVP-Bezirkschefs erneut Christoph Perathoner aus Gröden, der in seiner zweiten Amtszeit Rosalinde Gunsch Koch aus dem Vinschgau als neue Stellvertreterin zur Seite hat.

Am Montagvormittag tagten die sieben SVP-Bezirksobleute zusammen mit Obmann Elmar Pichler Rolle und SVP-Landessekretär Alexander Mittermair im Gasthof „Edy“ in Pfalzen, am Nachmittag wurde die Klausur dann im Haus des Landeshauptmannes fortgesetzt. Christoph Perathoner zieht eine sehr positive Bilanz aus dieser Sommerklausur der SVP-Bezirke: „Die Stimmung war und ist gut, weil wir wissen, dass die Leistungsbilanz passt. Wir wissen aber auch, dass man damit nicht automatisch auch die Wahlen gewinnt, daher müssen wir uns sehr gut auf die Landtagswahlen 2008 vorbereiten und die Menschen von der Politik, die in Südtirol gemacht wird, überzeugen und ihnen klar machen, dass politische Stabilität eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, ethnischen Frieden und soziales Wohlergehen ist.“
Die SVP-Bezirksobleute schlugen einstimmig vor, dass Luis Durnwalder die SVP als Spitzenkandidat und Listenführer in den Landtagswahlkampf 2008 führen soll. SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle soll zweiter, der ladinische Kandidat dritter Listenführer sein. Die weitere Reihung soll, wie immer, alphabetisch erfolgen. Die formelle Entscheidung hierfür steht aber dem Parteiausschuss zu.
Landeshauptmann und Parteiobmann sollen, geht es nach dem Willen der Bezirksobleute, auch gemeinsam die Führung des Wahlkampfes übernehmen. „Sie werden alle wesentlichen Punkte und die Strategie besprechen. Dann soll so bald als möglich ein eigenes Komitee eingesetzt werden, das den Wahlkampf gemeinsam mit dem Landeshauptmann und dem Parteiobmann leiten wird. Wir müssen voll auf Teamgeist setzen, denn wir gewinnen die Wahlen wie immer nur dann, wenn wir alle an einem Strang ziehen“, so Perathoner.
Landessekretär Alexander Mittermair informierte die Bezirkschefs ausführlich über die bereits getroffenen Vorbereitungen auf die Landtagswahlen 2008 und über den geplanten politischen Fahrplan. Es wurde vereinbart, dass die SVP-Bezirke voll in die Ausarbeitung und nicht bloß in die Umsetzung des Konzepts mit eingebunden werden.
Im Herbst sollen im Landtag das Wahlgesetz und das Prozedurgesetz für die Ortsnamensgebung über die Bühne gehen. In Vorbereitung ist zudem noch das Wohnbaureformgesetz, das vor allem den Mittelstand besser fördern soll. Dazu kommen SVP-intern die Debatte über eine erste Statutenreform sowie als heißes Eisen die Forderungen der Bürgermeister zur Aufhebung der Mandatssperre. Die Bezirksobleute wollen sich mit den Gemeindeverwaltern zu Beratungen treffen, um die Situation ausführlich zu erörtern und möglichst einvernehmlich zu klären.
