08.01.2008
Hölzl fordert Aufwertung der Parteibasis durch neues System der Vorwahlen
Bozen - In Bezug auf die anstehenden Landtagswahlen im heurigen Herbst und die beginnende Diskussion um die Nominierung von Kandidaten der SVP, fordert der Stellvertretende Parteiobmann der SVP Michael Hölzl ein neues System, welches auch der Parteibasis mehr Aufwertung und Einfluss verschafft.

„Schon seit Monaten hören und lesen wir von Platzgerangel auf der SVP-Liste für die kommenden Landtagswahlen – und immer öfter haben die Wähler das Gefühl, keinen wirklichen Einfluss auf die letztendlich nominierten Kandidaten zu haben.“ kritisiert Hölzl. Interne Anhörungen hinter geschlossen Türen wie sie bereits in einigen Gebieten durchgeführt wurden hinterließen speziell bei den Wählern ein schlechtes Gefühl einer mangelnden Transparenz und Demokratie innerhalb der Partei – so analysiert der Parteiobmannstellvertreter die Situation in den Gemeinden und Bezirken.
„Vorwahlen in den einzelnen Bezirken, welche offen für alle dortigen Parteimitglieder sind, wären – nach Vorbild der amerikanischen Primaries – ein perfektes System, um effektiv Demokratie zu garantieren und die Basis stärker in die Ausrichtung der Partei einzubeziehen“ erklärt Hölzl seinen innovativen Vorschlag.
Hölzl gibt sich sicher: “Ein derartiges System der Vorwahlen bringt gleich eine ganze Reihe von Vorteilen – für die Partei und für die Wähler“.
So könnte dadurch eine wirkliche demokratische Entscheidung für die Nominierung der Kandidaten gewährleistet werden „und es bleibt kein Platz mehr für einsame Entscheidungen von oben herab“ so Hölzl, der bereits anlässlich der SVP-Landesversammlung im November des letzten Jahres echte Basisdemokratie gefordert hatte. Der Vielfalt als Charakter der Sammelpartei SVP würde dadurch noch stärker Rechnung getragen.
„Die Parteibasis und dadurch auch letztendlich alle Wähler haben dadurch eine wirkliche Chance zur Wahlfreiheit“ erklärt der Parteiobmannstellvertreter. „Ein derartiges Ausleseverfahren bietet Chancen auch für Quereinsteiger und neue Gesichter – gleichzeitig wird die Kompetenz der Partei und ihrer Kandidaten gesteigert“. Mehr Raum für Ideen, Konzepte und Charaktere – das müsse der Weg für die Zukunft der Partei sein erklärt Michael Hölzl.
