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Pustertal
THEMA
Heimat kann nicht nur in der Vergangenheit gesucht werden

Am Samstag, dem 26. Jänner 2008, fand in Pfalzen der traditionelle Pustertaler Bezirksparteitag statt. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr ganz unter dem Motto “Heimat“. Als Hauptreferenten und Ehrengast durfte Bezirksobfrau Helga Thaler Ausserhofer den Altlandeshauptmann von Tirol, Wendelin Weingartner, begrüßen.

 

Rückblick
In ihrem Bericht über das abgelaufene Tätigkeitsjahr lies die Bezirksobfrau die wichtigsten Stationen des politischen Jahres 2007 kurz Revue passieren. Thaler Ausserhofer hob im Besonderen die erfolgreiche Mitgliedersammlung, die Teilbezirksversammlungen und die Mobilitätswoche „Südtirol Takt – Schritt für Schritt in Richtung Pustertaler Bahn“ aus dem sehr arbeitsreichen Jahr hervor. Ein Dank ging an die zahlreich erschienen Mandatare auf Landes- und Staatsebene für die insgesamt 53 im Bezirk abgehaltenen Sprechstunden. Anschließend übergab sie den Vorsitzenden der Parteiorganisationen das Wort für einen Kurzbericht über deren Tätigkeit.

Ein intensives Jahr liegt vor uns
Natürlich waren auch am Bezirksparteitag die Landtagswahlen ein wichtiges Thema. Die Bezirksobfrau bekräftigte in ihren Ausführungen den Beschluss der SVP-Bezirksleitung vom 5.10.2007, wonach sich der Bezirk klar gegen eine Aufnahme von Italienern auf die SVP-Kandidatenlisten aussprach. „Unser Parteistatut spricht hierzu eine unmissverständliche Sprache: Die SVP ist die Vertretung der deutschen und ladinischen Bevölkerung des Landes – an diesem Grundsatz müssen wir festhalten!“ betonte Thaler Ausserhofer. Gleichzeitig warb die Bezirksobfrau für eine gute und tatkräftige Zusammenarbeit in der Vorbereitung auf die Landtagswahlen im Herbst: „Es geht um sehr viel, und deshalb müssen wir gemeinsam alles geben, damit wir die Mehrheit im Landtag halten können.“
Die Senatorin ging selbstverständlich auch auf die Regierungskrise in Rom ein und stellte fest, dass unbedingt nach einer Möglichkeit gesucht werden müsse das Wahlgesetz zu reformieren, bevor man zur Wahlurne schreite. „Unter diesen Umständen ist es sehr schwierig eine klare Mehrheit und damit eine stabile Verhältnisse zu erreichen.“
Heimat
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war das Referat des Altlandeshauptmannes von Tirol, Wendelin Weingartner, zu Thema „Heimat“. Weingartner warb für eine „Heimat der Werte“ und verurteilte den Missbrauch dieses Begriffes besonders im Tourismus: „Mit dem Vorgaukeln von Idylle lässt sich viel Geld verdienen – aber Heimat ist das nicht.“ Heimat sei ein Zusammenspiel vieler Facetten unseres Lebens. Dazu gehören nicht nur Landschaft, Geschichte und Kultur, sondern auch Essen und Trinken, besonders aber die Sprache und unsere Namen: „Als erstes hat der italienische Faschismus versucht die Namen und die Sprache in unserer Heimat zu beseitigen.“
Weingartner warnte aber davor den Begriff „Heimat“ durch das Schlechtmachen des „Anderen“ zu definieren. Er rief alle Anwesenden auf Heimat nicht nur in der Vergangenheit zu suchen, sondern aktiv an deren Gestaltung mitzuarbeiten.
Im Anschluss an die Ausführungen des Altlandeshauptmannes versuchten die Mitglieder Manuel Raffin, Maria Luise Niederstätter Pallhuber, Manfred Vallazza, Hubert Gruber und Günther Pörnbacher in ganz persönlichen Worten ihre Gedanken zum Thema Heimat darzulegen.
Überblick auf Geleistetes und noch Geplantes
In seinem Kurzreferat rief Parteiobmann Elmar Pichler-Rolle die Bezirksleitung des Pustertals zu mehr Toleranz im Bereich Italiener auf SVP- Kandidatenlisten auf. Pichler-Rolle stellte fest, dass es sehr viele Menschen aus gemischtsprachigen Familien gäbe, die sich in der SVP zum Wohle unseres Landes einsetzen wollen.
Am Nachmittag bildete das Referat des Landeshauptmannes Luis Durnwalder den abschließenden Höhepunkt. Durnwalder ging anfangs auf die anstehenden Landtagswahlen ein, bevor er seinen gewohnten Überblick über die politische Situation in Südtirol mit besonderer Fokussierung auf das Pustertal gab. Angesprochen auf seine Meinung zur diskutierten Frage nach Italienern auf den SVP-Listen betonte Durnwalder, dass er sich dem Willen der Partei anschließen werde. Er glaube aber, dass es wichtig wäre an den Grundsätzen des Parteistatutes festzuhalten.
In der anschließenden Diskussion konnten die Teilnehmer die Gelegenheit nutzen mit den zahlreich erschienen Mandataren verschiedene Sachthemen zu diskutieren, bevor die Bezirksobfrau mit einem abschließenden Dank für die rege Teilnahme die Veranstaltung abschloss.
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