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Bezirk steht geschlossen hinter seiner Bezirksobfrau
In der Sitzung der SVP Ortsobleute und der Bezirksleitung des Pustertales wurden am 22. April in Percha die Parlamentswahlen und die Bezirksführung diskutiert. Während im Bezug auf das Wahlergebnis kritische Töne angeschlagen wurden war die Meinung der Anwesenden im Bezug auf die Obfraufrage eindeutig: Helga Thaler Ausserhofer soll Bezirksobfrau bleiben.

Sachliche Analyse
Eingangs präsentierte Bezirksobfrau Helga Thaler Ausserhofer eine detaillierte Analyse der Parlamentswahlen und ging dabei im Besonderen auf das Pustertal ein: „Die Parlamentswahlen haben offen gelegt, dass die Wählerinnen und Wähler mit mehreren Bereichen unserer Politik unzufrieden sind. Dieses Signal nehmen wir sehr ernst. Es ist jetzt an uns die nötigen Maßnahmen zu ergreifen damit sich die Menschen wieder besser vertreten und vor allem von der Partei verstanden fühlen.“ Die größten Verluste habe man in Richtung der Freiheitlichen zu verzeichnen. Thaler Ausserhofer fügte aber noch hinzu: „Viele unserer deutschen und ladinischen Wähler haben italienische Parteien gewählt und das stimmt mich sehr nachdenklich.“
In der anschließenden sehr sachlich geführten Diskussion meldeten sich zahlreiche Mandatare und Funktionäre zu Wort. Dabei wurden auch viele kritische aber durchwegs konstruktive Anregungen gegeben. Diese Themen wurden gesammelt und an den Parteiausschuss weitergereicht. Der allgemeine Konsens war, dass die Partei die Probleme der Menschen wieder besser erkennen und mit klaren Aussagen und Maßnahmen dagegen ankämpfen muss. Bezirksobfrau Thaler Ausserhofer warnte jedoch vor unüberlegten Kurzschlussreaktionen: „Aus dieser Analyse muss nun ein konkreter Maßnahmenkatalog hervorgehen. Unkoordinierte Schnellschüsse bringen nichts.“
Die Anwesenden waren sich einig, dass Selbstkritik unbedingt notwendig ist. Gegenseitige Anschuldigungen und Schuldzuweisungen führen aber zu nichts. Markus Passler, Ortsobmann von Antholz Mittertal/Obertal, brachte es auf den Punkt: „Wir sind gemeinsam zu diesen Wahlen angetreten, wir haben gemeinsam verloren, daher müssen wir jetzt auch gemeinsam daran arbeiten.“

Bezirksobfrau hat gut gearbeitet
Wie im Vorfeld bereits an die Öffentlichkeit gedrungen war stellte Helga Thaler Auserhofer als Konsequenz für das schlechte Wahlergebnis das Amt der Bezirksobfrau zur Verfügung, wenn dies von den Ortsobleuten gewünscht sei: „Nach einer solchen Niederlage ist es notwendig, dass auch im Bezirk jemand die Verantwortung dafür übernimmt. Mir geht es um den Bezirk und um die Südtiroler Volkspartei: Wenn ich ihr mit meinem Rücktritt helfen kann, dann soll es nicht an mir liegen.“ Die Anwesenden waren jedoch nicht dieser Meinung und bestätigten, dass Thaler Ausserhofer in ihren bisherigen zwei Jahren als Bezirksobfrau sehr gute Arbeit geleistet hat und dass ihr Rücktritt dem Bezirk in keiner Weise helfen sondern nur schaden würde. Reinhard Oberkofler aus der Ortsgruppe St.Jakob/Ahrntal sieht die Verantwortung für das Wahlergebnis nicht bei einzelnen Personen: „Die Partei hat im ganzen Land verloren. Das zeigt, dass die gesamte SVP ein Problem hat, nicht einzelne Personen.“ „Wenn man sich die Bezirkstätigkeit in den vergangen zwei Jahren anschaut wird klar, dass eine Diskussion über die Bezirksobfrau absolut überflüssig ist.“ fügte Günther Pörnbacher, Ortsobmann von Mitterolang, hinzu.
Abschließend wurde Helga Thaler Ausserhofer einstimmig in ihrem Amt als Bezirksobfrau bestätigt. Sichtlich erfreut bedankte sie sich bei den Ortsobleuten und Mitgliedern der Bezirksleitung: „Ich freue mich sehr über diesen großen Zuspruch. Gemeinsam müssen wir nun an einem Strang ziehen und auf die Landtagswahlen hinarbeiten.“
