
08. Mai 1945 Der Bozner Kaufmann Erich Amonn gründet in der Villa Malfèr in Gries/Bozen mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Südtiroler Volkspartei mit dem Edelweiß als Parteizeichen. Die neue Partei ist aus der Südtiroler Widerstandsbe- wegung "Andreas-Hofer-Bund" hervorgegangen, die im Jahr 1939 von jungen Nicht-Optanten gegründet wurde. Sie versuchte aber sofort die Optanten zu in- tegrieren. Ende September 1945 zählt die SVP bereits 50.000 Mitglieder.
22. April 1946 Die 155.000 Unterschriften, die auf Betreiben der SVP gesammelt wurden, werden dem österreichischen Bundeskanzler Leopold Figl überreicht. Mit den Unterschriften wird eine Rückkehr Südtirols zu Österreich gefordert. Trotzdem weisen die vier Siegermächte am 1. Mai 1946 die Forderung Österreichs nach ei- ner Volksabstimmung in Südtirol endgültig ab.
5. Mai 1946 20.000 Südtiroler fordern auf Schloß Sigmundskron die Selbstbe- stimmung.
9./10. Februar 1947 Die SVP hält ihre erste Landesversammlung auf dem Reichriegler Hof ab. Ein neues Statut und Programm werden verabschiedet.
31. Jänner 1948 Die italienische verfassunggebende Nationalversammlung ge- nehmigt das erste Autonomiestatut. Darin bleiben wesentliche Bestimmungen des Pariser Vertrages allerdings unerfüllt.
25. Mai 1957 Die SVP-Landesversammlung wählt eine neue politische Führung. Silvius Magnago wird Obmann.
17. November 1957 Die SVP organisiert die größte Protestkundgebung ihrer Geschichte auf Schloß Sigmundskron. 35.000 Südtiroler mit SVP-Obmann Silvius Magnago an der Spitze protestierten gegen die Nichterfüllung des Pariser Ver- trages und forderten mit dem "Los von Trient" eine eigenständige Autonomie für Südtirol.
31. Oktober 1960 Die UNO-Vollversammlung genehmigt auf Antrag Österreichs einstimmig eine Entschließung zur Südtirolfrage, in der Österreich und Italien zu Verhandlungen aufgefordert werden.
31. Dezember 1960 Silvius Magnago wird zum Landeshauptmann gewählt.
11. Juni 1961 Die Herz-Jesu-Feuernacht: mit Sprengstoffanschlägen auf Hoch- spannungsmasten bringen Südtiroler ihren Unmut und ihre Enttäuschung gegen- über dem Staat Italien zum Ausdruck. Der italienische Staat reagiert mit Verhaf- tungen und Folterungen.
21. September 1961 Der italienische Ministerrat setzt die 19er-Kommission ein. Ihre Aufgabe ist es, die Südtirolfrage zu prüfen und der Regierung Vorschläge zu unterbreiten.
22./23. November 1969 Die SVP-Landesversammlung verabschiedet nach in- tensiver Diskussion um halb drei Uhr morgens das "Paket" mit 583 Ja-Stimmen, 492 Nein-Stimmen und 15 Enthaltungen. Dieses Paket umfaßt die erzielten Ver- handlungsergebnisse mit insgesamt 137 Maßnahmen zum besseren Schutz der Südtiroler.
20. Jänner 1972 Das neue Autonomiestatut tritt in Kraft. 1972 und folgende Jah- re Schritt für Schritt wächst die Autonomie und die Vorteile wirken sich in allen Bereichen aus: Südtirol blüht auf.
8./9. November 1975 Die Bewegung der Arbeitnehmer und Angestellten in der SVP wird gegründet.
17. März 1989 Luis Durnwalder löst Silvius Magnago als Landeshauptmann ab. Magnago stand 28 Jahre an der Spitze des Landes.
30. Mai 1992 Die außerordentliche Landesversammlung der SVP erklärt das Pa- ket mit großer Mehrheit (82,86 %) als durchgeführt.
11. Juni 1992 Mit der Abgabe der Streitbeilegungserklärung wird der formelle Abschluß der Südtirol-Verhandlungen vollzogen.
8. Mai 1993 Die SVP-Landesversammlung verabschiedet ein neues Grundsatz- programm und das reformierte Parteistatut.
Die Gründerväter der Südtiroler Volkspartei
Die Obmänner der Südtiroler Volkspartei Die Landessekretäre der Südtiroler Volkspartei
8. Mai 1945 bis 31. Mai 1948
31. Mai 1948 bis 4. Jänner 1951
4. Jänner 1951 bis 16. Februar 1952
16. Februar 1952 bis 22. Mai 1954
22. Mai 1954 bis 3. März 1956
3. März 1956 bis 25. Mai 1957
25. Mai 1957 bis 27. April 1991
27. April 1991 bis 21. November 1992
21. November 1992 bis 17. April 2004
Seit 17. April 2004
Die Landeshauptleute von Südtirol
20. Dezember 1948 bis 15. Dezember 1955
7. Jänner 1956 bis 31. Dezember 1960
31. Dezember 1960 bis 17. März 1989
seit 17. März 1989
Alle Mandatare der SVP
im Landtag bzw. in der Landesregierung, im Parlament und im Europaparlament der letzten 60 Jahre zum herunterladen.