Entstehung und Entwicklung der SVP
Südtirol wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges Teil des italienischen Staates. Nach der faschistischen Machtergreifung im Oktober 1922 sollte alles Deutsche in Südtirol ausgelöscht und alle deutschen Parteien verboten werden. Erst nach zwei Jahrzehnten faschistischer Unterdrückungs- und Italianisierungspolitik, Option und Krieg bot sich nach dem zweiten Weltkrieg die Chance für die deutsche und ladinische Minderheit in Italien eine politische Vertretung aufzubauen.
Eine ausführliche Darstellung der Geschichte der Südtiroler Volkspartei finden Sie unter
www.60Jahre-SVP.org.
SVP-Geschichte im Überblick
Die ersten Jahre nach dem 2. Weltkrieg
08. Mai 1945
Der Bozner Kaufmann Erich Amonn gründet in der Villa Malfèr in Gries/Bozen mit einer Gruppe Gleichgesinnter die Südtiroler Volkspartei mit dem Edelweiß als Parteizeichen. Die neue Partei ist aus der Südtiroler Widerstandsbewegung "Andreas-Hofer-Bund" hervorgegangen, die im Jahr 1939 von jungen Nicht-Optanten gegründet wurde. Sie versuchte aber sofort die Optanten zu integrieren. Ende September 1945 zählt die SVP bereits 50.000 Mitglieder.
22. April 1946
Die 155.000 Unterschriften, die auf Betreiben der SVP gesammelt wurden, werden dem österreichischen Bundeskanzler Leopold Figl überreicht. Mit den Unterschriften wird eine Rückkehr Südtirols zu Österreich gefordert. Trotzdem weisen die vier Siegermächte am 1. Mai 1946 die Forderung Österreichs nach einer Volksabstimmung in Südtirol endgültig ab.
5. Mai 1946
20.000 Südtiroler fordern auf Schloss Sigmundskron die Selbstbestimmung.
9./10. Februar 1947
Die SVP hält ihre erste Landesversammlung auf dem Reichriegler Hof ab. Ein neues Statut und Programm werden verabschiedet.
31. Jänner 1948
Die italienische verfassunggebende Nationalversammlung genehmigt das erste Autonomiestatut. Darin bleiben wesentliche Bestimmungen des Pariser Vertrages allerdings unerfüllt.
25. Mai 1957
Die SVP-Landesversammlung wählt eine neue politische Führung. Silvius Magnago wird Obmann.
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