Ein Motiv der aktuellen Werbekampagne der Mailänder Modemacher zeigt eine am Boden liegende Frau, die von einem Mann an den Handgelenken niedergedrückt wird, während weitere vier Männer der Szene unbeteiligt zuschauen. Das spanische "Instituto de la Mujer", hat zu diesem Werbemotiv erklärt, dass es Gewalt gegen Frauen fördert. Das Bild kann so verstanden werden, dass es zulässig ist, Gewalt gegen die Frau anzuwenden. Damit würden Verhaltensweisen gefördert, die nach heutiger Gesetzeslage als Straftaten einzustufen sind, die die Rechte der Frauen angreifen und das Ansehen der Frau schwächen. Darauf wurde das Plakat von Dolce&Gabbana zurückgezogen: allerdings nur auf dem spanischen Markt, den die Modemacher als "rückständig" bezeichneten. Frauenreferentin Stocker erklärt: "Ein solches Motiv bewirbt es, Gewalt gegen Frauen anzuwenden. Es müsste eigentlich bei allen Entsetzen hervorrufen. Stellen wir uns vor, es wäre ein Kind oder auch ein Vertreter einer rassischen Minderheit, zB. ein Afrikaner, der da niedergedrückt würde: Der Aufschrei wäre groß. Weil es aber "nur" eine Frau ist, bezeichnen die Modemacher das Entsetzen als "rückständig"". Stocker weiter: "Mode und ihre Designer sind Vorbilder, nicht nur für unsere Jugend. Sie haben eine gewisse Verantwortung, die Grundwerte der Gesellschaft zu unterstützen und nicht zu untergraben. Dazu gehört auch der Respekt vor der Frau und das Vermeiden von Herabwürdigenden Darstellungen." Landesfrauenreferentin Stocker unterstützt eine Kampagne gegen das Bildmotiv. Weitere UnterstützerInnen können dies durch eine E-Mail an
redazione@women.it tun.