11.05.2007
Mütter konkret unterstützen
Mütter brauchen keine Diskussion über hoch angesetzten Idealbilder, denen sie entsprechen sollen, sondern ganz konkrete Unterstützung. Plattform für berufstätige Mütter angedacht.

SVP-Landesfrauenreferentin Martha Stocker ruft wie jedes Jahr dazu auf, Mütter nicht nur am Muttertag, sondern das ganze Jahr über in den Mittelpunkt zu stellen. Dazu gehört es, von Müttern nicht ein Übermutterdasein zu verlangen, das zudem von jedem Kind (und nicht nur Kind) anders definiert wird, sondern Mütter ganz konkret zu unterstützen. Wenn wir wollen, dass Frauen Kinder bekommen, um den demographischen Wandel aufzuhalten, denn primär geht es vielen wohl darum, müssen wir auch selbst etwas dafür tun. Wenn wir wollen, dass Frauen Kinder kriegen, müssen wir ihnen Möglichkeiten bieten, um Kinder und Beruf zu vereinbaren, z.B. durch qualifizierte Strukturen. Wenn wir wollen, dass Frauen Kinder kriegen, müssen wir absichern, dass sich die Mutterschaft nicht negativ auf die Rentenabsicherung auswirkt. Maßnahmen wären z.B. das Rentensplitting oder die Ausdehnung der aktiven Vaterschaft. Wenn wir wollen, dass Frauen Kinder kriegen, dürfen wir ihnen nicht das Gefühl geben, dass sie mit der Mutterrolle allein gelassen werden. Frauen müssen die Wahlfreiheit haben, sich für Familie entscheiden zu können: mit der regionalen Unterstützungsmaßnahme zur Rentenabsicherung für Erziehungszeiten ist bereits ein erster Schritt getan, um jene Frauen, die sich für die Familienarbeit entscheiden, zu unterstützen.
Aus den Erfahrungen der Treffen mit verschiedenen Gruppen von Fachfrauen haben die SVP-Frauen die Erkenntnis gewonnen, dass es neben der Berufsgemeinschaft der Hausfrauen auch eine Plattform für berufstätige Mütter braucht: einhelliger Tenor aus den Treffen mit den Expertinnen war, dass die Unterschiede zu ihren männlichen Kollegen vielfach auch daher rühren, dass Fachfrauen oft noch einen zweiten und dritten Job als Mutter und Hausfrau haben. Die berufliche Weiterentwicklung falle dieser Mehrfachbelastung oft zum Opfer. Eine Plattform könnte die Aufgabe haben, noch konkreter auf die Herausforderungen berufstätiger Mütter hinzuweisen und an politischen und gesellschaftlichen Unterstützungsmaßnahmen zu arbeiten, ebenso wie diese die Berufsgemeinschaft der Hausfrauen seit Jahren positiv vorantreibt.
