Angesichts des Verhandlungserfolges der Senatorin Helga Thaler Ausserhofer bei den letzten Abstimmungen im Senat erinnern die SVP-Frauen an die Forderungen, die der Parlamentsvertreterin im letzten Jahr übergeben worden waren.
Im Sinne der Frauen- und Familienpolitik ist es von höchster Wichtigkeit folgende Punkte in Rom in Angriff zu nehmen.
- Der Kündigungsschutz bei Inanspruchnahme der Elternzeit soll auf 1,5 Jahre nach der Geburt ausgedehnt werden. Gleichzeitig gilt es Kinderbetreuungseinrichtungen weiter zu fördern, um die Wahlfreiheit zu gewährleisten, sich 1,5 Jahre der Erziehungsarbeit oder aber auch der Erwerbstätigkeit widmen zu können.
- Förderung der Vaterschaft: Die Einführung einer Lohnfortzahlung von 80% für 5 Monate aktiver Vaterschaft, würde mit Sicherheit dazu führen, dass mehr Väter Elternzeit beanspruchen. Damit wäre aktive Vaterschaft nicht mehr nur rechtlich möglich, sondern auch finanziell realisierbar. Zudem würde auch der Diskriminierung von (potentiellen) Müttern am Arbeitsmarkt entgegengewirkt. Am Beispiel von Deutschland, wo für Mütter und Väter ein Elterngeld von 67% des letzten Gehaltes eingeführt wurde, sieht man, dass sich im ersten Quartal 2007 die Anzahl der Väter in Vaterschaft verdoppelt hat.
- Steuerliche Absetzbarkeit von Ausgaben für Kinderbetreuungseinrichtungen und Tagesmütter: dadurch würde die Erwerbstätigkeit auch bei niedrigeren Lohneinkommen attraktiver, da nicht das Einkommen großteils für die Betreuung der Kinder aufgewendet werden müsste.