18.06.2007
Flughafen: Realistisch betrachtet
Das Präsidium der SVP-Frauen hat sich mit dem Vorschlag von Rosa Thaler Zelger zum Flughafen auseinandergesetzt.

Vizelandtagspräsidentin Rosa Thaler Zelger hat bei der letzten Sitzung des SVP-Frauenpräsidiums ihren Kompromissvorschlag zum Flughafen vorgestellt. Im Sinne aller Beteiligten sei es wichtig eine realistische Lösung zu finden, deren Auswirkungen klar absehbar seien. Auch wenn man wie Rosa Thaler seit jeher sich gegen den Flughafen eingesetzt habe, müsse man sich über eines im Klaren sein: Auch wenn das Land sich als Flughafenkonzessionär zurückziehen würde, wäre das keine Garantie für eine Schließung des Flughafens. Ein Flughafen aber außerhalb des Einflussbereiches des Landes, als eventueller Ausweichflughafen oder mit ausgeweiteter militärischer oder sportlicher Nutzung sei ganz sicher nicht im Interesse Südtirols und insbesondere nicht der direkt betroffenen Unterlandler Bevölkerung.
Mit ihrem Kompromissvorschlag zielt Rosa Thaler darauf ab, dass die Landesregierung Bedingungen für den Flugverkehr stellen kann: z.B. durch die Beschränkung auf Propellermaschinen, welche eine viel geringere Belastung als Düsenjets bringen. Durch diese und ähnliche Maßnahmen könne die Belastung für die Bevölkerung in Grenzen gehalten werden.
Landesfrauenreferentin Martha Stocker betont ausdrücklich ihre Wertschätzung für das große Engagement von Rosa Thaler Zelger in Sachen Flughafen. Sie habe sich mit unzähligen Fachleuten aus dem In- und Ausland beraten und mit einer Intensität Daten und Informationen zusammengetragen, die wohl kaum sonst jemand an der Mediation Beteiligtes nachweisen könne. Die Frauen stimmten Thaler Zelger absolut darin zu, dass es gelte, eine Lösung zu finden, die angesichts der Gegebenheiten die Situation für die Menschen im Gebiet des Flughafens verbessert. Ganz klar dazu gehöre eine Einschränkung der äußerst lärmintensiven Militär- und Sportfliegerei auf das absolute Minimum.
