06.07.2007
Sommergespräche SVP-Frauen Bezirk Bozen
Landesfrauenreferentin Martha Stocker und Bezirksfrauenreferentin Doris Schweigkofler Seebacher haben sich in vier Unterbezirken mit den SVP-Funktionärinnen getroffen. Mindestlohn von 1000 Euro, AusländerInnenproblematik und er- weitertes Familiengeld der Region gehörten zu den diskutierten Themen.

Mit den Sommergesprächen wird den Funktionärinnen auf Orts- und Gemeindeebene die Möglichkeit gegeben, über wichtige Themen zu diskutieren. Landesfrauenreferentin Martha Stocker und Bezirksfrauenreferentin Doris Schweigkofler Seebacher haben sich dabei in vier Unterbezirken mit den SVP-Funktionärinnen getroffen. Doris Schweigkofler Seebacher zeigt sich von den Sommergesprächen überzeugt: „Es ist wichtig, für die Frauen ein Netzwerk aufzubauen, sich kennenzulernen und von den Erfahrungen der anderen zu lernen.“ Familie, Beruf und Politik miteinander zu vereinen, sei eine Herausforderung, bei der sich Frauen gegenseitig unterstützen könnten. Auch sei es für die Frauen wichtig, sich über die Arbeit in den Gremien der Partei auszutauschen.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen verschiedenste Themen: unter anderem die schwierigen Verhältnisse für Familien, die mit niedrigem Einkommen hohe Kosten für Miete usw. zu tragen haben. Landesfrauenreferentin Martha Stocker vertrat dazu die Ansicht, dass in Südtirol ebenso wie in Österreich die Notwendigkeit bestünde, einen Mindestlohn im Ausmaß von mindestens 1.000 Euro festzulegen (auf eine Vollzeitstelle nicht in Ausbildung bezogen). Die hohen Lebenshaltungskosten machten dies notwendig. Ebenso sei auch durch neue Modelle in der Wohnbaupolitik, sei es durch Bausparen oder durch Wohnungen zum Landesmietzins für leistbares Wohnen zu sorgen.
Geld für Familien mit einem Kind
Des Weiteren wurde rege über Familienpolitik in all ihren Anforderungen und Ausprägungen diskutiert. Als konkrete Neuerung konnte Martha Stocker den Frauen die Erweiterungen im Bereich des Familiengeldes der Region vorstellen: Geplant ist eine Unterstützung im Ausmaß von etwa 850 Euro pro Jahr für geringverdienende Familien mit einem Kind. Dazu gehören neben den wirklich Alleinerziehenden v.a. auch die Alleinverdienenden mit geringem Einkommen Die Maßnahmen der Region sind im Unterschied zu jenen des Landes sozialpolitische Familienmaßnahmen. Dafür reiche das Geld aus, das Stocker noch zusätzlich für Familien herausholen konnte.
AusländerInnenproblematik
Auch die Ausländerproblematik wurde diskutiert: diese hänge auch mit der Verunsicherung der Menschen zusammen, mit Zukunftsängsten auf hohem Niveau. Wesentlich sei hier aber zu erkennen, dass es Bereiche gebe, in denen viele SüdtirolerInnen sich der AusländerInnen ganz selbstverständlich bedienen, z.B. wenn es um häusliche Pflege geht. Ebenso scheint es auch viele Bereiche zu geben, wo sich ausländische Arbeitskräfte wahrscheinlich einfach besser rechnen. Welche Folgen das für die Allgemeinheit habe und welche Maßnahmen hier zu setzen seien, genauso wie die Beantwortung der Frage, ob wir unsere wirtschaftliche Expansion in verschiedenen Bereichen nicht hinterfragen müssen, wenn sie nur mit Ausländern zu machen zu sein scheint, soll auf einer Tagung der SVP Frauen im Herbst besprochen werden. Das kündigte Martha Stocker an.
Arbeit in den Gremien der SVP
Die Frauen tauschten sich auch über die konkrete Arbeit in den Gremien der SVP aus. Dabei ging es um die Zusammenarbeit der verschiedenen Gremien in der SVP, die Einbindung neuer Mitglieder und das Netzwerk zwischen den Frauenausschüssen in den Orten und Gemeinden.
