28.11.2007
Grödner Frauentag
Rückblick auf 40 Jahre SVP-Frauenbewegung und die Frage nach der Stellung der Frau von heute. Familie im Mittelpunkt der Diskussion: Auch Männer tragen Verantwortung für die Familie.

Anlässlich des vom Gebietsfrauenausschuss Gröden organisierten Grödner Frauentages zeigte Waltraud Staudacher vor wenigen Tagen die Entwicklung der Frauen in den letzten 40 Jahren anhand einer Multivisionsshow auf. Sie spannte einen Bogen von 1945 (Einführung des Frauenwahlrechts) bis heute (sechs SVP-Frauen im Landtag), berichtete über die erste Landesrätin, Waltraud Gebert Deeg, über die Verdoppelung des Frauenanteils in den Gemeinderäten nach Einführung der Quote und über die Erhöhung der Frauenpräsenz im Parteiausschuss auf die etwa 30% von heute.
In einer anschließenden Podiumsdiskussion mit Martha Stocker, Martha Ebner und Kathia Nocker wurde auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf behandelt. Es sei wichtig, dass die Kindererziehung Aufgabe der Eltern – daher von Mutter und Vater sei, so unisono Kathia Nocker und Martha Stocker. Es müsse der Frau freigestellt sein, ob sie zu Hause bleibe oder aber ihrer Arbeit nachgehen wolle, und es sei wichtig, dass sie in beiden Fällen vom Vater des Kindes unterstützt werde. Martha Ebner betonte, dass sich vieles verändert habe, dass Frauen heute ihre Anliegen mit einem größeren Selbstverständnis vortragen würden, was gut sei. Sie berichtete über das Vorhaben, einen „politikfreien Sonntag“ einzuführen, um den PolitikerInnen zu ermöglichen, den Sonntag mit der Familie zu verbringen. Dieses Anliegen erregte zwar internationales Aufsehen, doch ließ sich leider nicht durchsetzten. Die Gebietsfrauenreferetin Ulrike Senoner dankte den Frauen für ihr Kommen und zeigte sich erfreut über die lebhafte Diskussion.
