20.02.2008
Tag der Muttersprache: Sprache schafft kulturelle Welt
Der 21. Februar wurde von der UNESCO zum Internationalen Tag der Muttersprache ausgerufen und ist somit ein bedeutender Tag für Minderheiten.

Die Sprache schafft kulturelle Welt und trägt gleichzeitig dazu bei, dass diese an die Nachkommen weitergegeben wird. Die Sprache vermittelt Weltsicht und ist eine spezielle Form der Wahrnehmung. „Daher müssen wir die Sprache als Lebensform begreifen, die untrennbar mit der Kultur verbunden ist. Gerade für Minderheiten stellt die Muttersprache ein Erbe dar, das als Auftrag für die Zukunft gelten muss. Muttersprache ist Bestandteil der Identität und Lebensgeschichte. Daher haben wir alle die Pflicht, unsere Muttersprache aufzuwerten. Muttersprache ist mehr als nur ein Instrument, um sich perfekt verständlich zu machen, sie ist auch Gefühl und ermöglicht uns Empfindungen vorstellbar zu machen“, betont die Landesfrauenreferentin Martha Stocker.
„Vor allem sind die Institutionen gefordert. Für sie soll es Auftrag und Verpflichtung sein, der Muttersprache ihren gebührenden Stellenwert einzuräumen. Dies darf gerade in Zeiten, in denen Mehrsprachigkeit zentrales Anliegen ist, nicht vergessen werden. Sprache vermittelt immer eine Absicht und damit ist Sprachkompetenz die einzige brauchbare Möglichkeit der Verständigung und Verständigung ist ein zentraler Teil des Miteinander-Lebens“, so Stocker.
