Leitfaden zur sprachlichen Gleichbehandlung - 2. Auflage
Die SVP-Frauenbewegung hat die 2. Auflage der Genderbroschüre "Wer möchte schon nur mitgemeint sein" herausgebracht.
Aufgrund der großen Nachfrage gibt es eine 2. Auflage der Genderbroschüre. Mit einfachen Tipps und Tricks wird der Leserin / dem Leser gezeigt, wie es am besten glingt, Texte geschlechtergerecht zu formulieren. Es geht darum, dass sich Frauen und Männer angesprochen fühlen - ohne dass Texte dadurch schwerer lesbar werden.
Details zum Leitfaden:
Wer sich wie die Frauenbewegung für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau engagiert, kümmert sich natürlich auch um diese Gleichberechtigung in der Sprache. Und es soll nicht nur "Frauensache bleiben"!
Für wen?
Die Autorin Siegrid Pescoller will mit diesem Leitfaden für geschlechtergerechtes Formulieren sowohl Frauen wie auch Männer ansprechen. Und vielleicht spricht es gerade jene an, die sich hinter einem „UNMÖGLICH!“ verschanzen und meinen „es gibt Wichtigeres“.
Gibt es Wichtigeres als die geschlechtergerecht formulieren?
Es gibt immer Wichtigeres und Dringenderes, das ansteht. Auch hier: Gerade in der Frage der Chancengleichheit und –gerechtigkeit ist Handlungsbedarf akut. Sich mit der Gleichbehandlung in der Sprache auseinandersetzen, heißt aber nicht, das andere zu vernachlässigen, sondern es zu unterstützen und vielleicht auch zu beschleunigen: Die Rollenbilder, die ja ein Hauptgrund dafür sind, weshalb Frauen praktisch noch nicht gleichberechtigt sind, entstehen im Kopf. Und Sprache kann diese Bilder verändern und damit die Realitäten, die nicht jene sind, die wir uns wünschen und die gerecht wären.
Hilfe, es wird alles verweiblicht?!
Nein, es wird nur geschlechtergerechter! Wahrscheinlich war auch die männliche Krankenschwester dankbar, als das Wort Krankenpfleger in den Sprachgebrauch aufgenommen wurde. Wenn die weibliche Form manchmal besonders auffällt, dann mag es daran liegen, dass es vorher nur die männliche gegeben hat. Aber von Erfolg reden wir dann, wenn uns bei der weiblichen Form gar nichts mehr Besonderes auffällt, sondern es bereits zur Normalität gehört, z.B. wie es bereits jetzt der Fall ist, wenn wir von einer Ärztin oder einer Rechtsanwältin oder einer Landeshauptfrau sprechen. Das Besondere ist lediglich, dass wenn es sich um eine Frau handelt, im Kopf auch tatsächlich ein „Frauenbild“ auftaucht und nicht ein „Manns-Bild“.
Der Leitfaden – einfach und klar
Er soll ein praktisches, übersichtliches und leicht verständliches Werkzeug sein. Mit kleinen Tipps und Tricks bleibt der Text leserlich und verständlich, viele Beispiele helfen bei der Umsetzung. Wie überall gilt auch hier: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und der Wille bedeutet hier gleichzeitig, Respekt gegenüber dem anderen Geschlecht, in diesem Fall ganz klar gegenüber den Frauen.
Sinn und Zweck
Im Grunde geht es um eines: Um das Bewusstsein und den Willen, Frauen auch sprachlich sichtbar zu machen und ungewohnte Bilder gerade durch die Sprache in unseren Alltag zu bringen. Und umgekehrt. (sp)