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Senioren
THEMA
Wir wollen nicht vertreten werden, sondern wir vertreten uns selbst!

Selbtbewusst und durch Vertreter aus den eigenen Reihen wollen in Zukunft die Senioren in der SVP die Politik in den Gemeinden mitgestalten – war der einhellige Tenor bei der Informationstagung der SVP-Seniorenbewegung am Samstag, 25. Juni d.J. in der SVP-Zentrale.

Der Vorsitzende der Seniorenbewegung, Otto von Dellemann, ging anfangs kurz auf das Ergebnis der Gemeinderatswahlen ein und erklärte stolz: „Wir wollten mit mindestens einem Kandidaten pro Gemeinde antreten, geworden sind es letztlich 235 und 139 sind gewählt worden. Dies bedeutet, dass wir durchschnittlich in jeder Gemeindestube vertreten sind.“
Ziel der Veranstaltung war vor allem der Informationsaustausch zwischen den „alten Hasen“ in den Gemeindestuben und den „frisch Gewählten“, als auch den Seniorenvertretern in den SVP-Ortsausschüssen.
Von ihren politischen Erfahrungen berichteten die Bozner SVP-Bezirksseniorenvorsitzende und Gemeinderätin Greti Rottensteiner, der Meraner Sozialreferent Alois Gurschler und die Margreider SVP-Ortsobfrau und Bürgermeisterin Theresia Degasperi Gozzi. Senioreneinrichtungen gibt es in unserem Land gar einige wie Gesundheitssprengel, Alten- und Pflegeheime, Tagesstätten, Essen auf Rädern usw. Schade ist, dass die Tagesstätten und der Hauspflegedienst von den Betroffen wenig genutzt werden.
Bei der Erstellung der Gemeindesatzungen sollen auch die Senioren berücksichtigt werden. Es ist unbedingt notwendig den Bereich der Senioren in den Gemeindestuben mehr zur Sprache zu bringen, was nur dann geschehen kann, wenn in der jeweiligen Gemeindesatzung dies vorgeschrieben ist.
Ein weiteres Problem ist die Vereinsamung der alten Menschen, denn mit zunehmendem Alter verschließen sie sich immer mehr in ihrer Wohnung und es ist schwierig sie zu motivieren am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
Hinterfragt muss auch werden warum Männer weniger in Seniorenrunden aktiv beteiligt sind als Frauen.
Die Selbstständigkeit und Fitness im Alter muss auch verstärkt gefördert werden. Alte Menschen werden oft mit Gebrechlichkeit und Kranksein verbunden und das ist unfair. Nur zwanzig Prozent unserer älteren Menschen brauchen Hilfe, aber achtzig Prozent sind ein sehr wichtiger Teil in unserer Gesellschaft. Sie sind nicht nur die Großväter und die Großmütter, die den jungen Familien mit berufstätigen Eltern zur Seite stehen, sondern sie sind auch diejenigen, die die Grundlage geschaffen haben, dass unser Leben heute in allgemeinem Wohlstand geführt werden kann und wir sind ihnen deshalb zu Dank verpflichtet.
Bei der Diskussion hat sich gezeigt, dass es verschiedenste Bedürfnisse gibt, die unterschiedlich gelöst werden müssen und die Seniorenkandidaten in den Gemeindestuben sind nun gefordert für die älteren Menschen eine lebenswerte Umwelt zu schaffen, die aber auch den heutigen jungen Menschen im Alter willkommen sein wird - war die einstimmige Meinung der Tagungsteilnehmer.

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