



Das Privatauto koste im Durchschnitt pro Jahr an die 4.000 Euro und werde im Durchschnitt pro Tag 40 Minuten gefahren, mehr als 23 Stunden stehe es ungenutzt herum und blockiere gerade in den Städten wertvolle Parkplätze. Seit Oktober 2002 bietet nun die in der Landeshauptstadt neu gegründete Genos-senschaft „Car-sharing“ die Möglichkeit ein Auto bei Bedarf anzumieten, ganz einfach nach dem Motto: nutzen, anstatt besitzen.
„Zwar steckt Car-sharing in Bozen noch in den Kinderschuhen, aber mit Genugtuung können wir einen steten Anstieg der Anfragen zur Anmietung von Autos verzeichnen“ – berichtet stolz der Präsident des Ökoinstitutes, Hans Glauber. Drei umweltfreundliche Autos stehen Tag und Nacht zur Verfügung und ein Anruf bei der rund um die Uhr erreichbaren Buchungszentrale genügt, um entweder einen wendigen Stadtflitzer oder einen Kleintransporter - kurzfristig oder Wochen vorher - anzumieten. Gezahlt wird ein Mitgliedspreis pro Jahr und die effektive Nutzung des Fahrzeuges wird durch einen Zeit- und Kilometertarif verrechnet. Laut Glauber werde diese Dienstleistung von Firmen immer mehr genutzt und attraktiv sei dieses Angebot für jene Autofahrer, die im Jahr weniger als 10.000 km fahren, und das seien laut ihren Recherchen sehr viele, besonders Senioren.
Sichtlich beeindruckt zeigt sich der Vorsitzende der Seniorenbewegung, Otto von Dellemann, von der Vorstellung dieser Genossenschaft und meinte am Ende der Veranstaltung: „Car-sharing bietet die Möglichkeit ein Auto kostengünstig, flexibel und bequem anzumieten, wobei ich besonders die Tatsache hervorheben möchte, dass dabei das Auto nur dann genutzt wird, wenn man es effektiv braucht; auch das ist umweltfreundlich. Interessant ist diese Form der Mobilität für alle Generationen, ob jung oder alt. Probieren geht über studieren, deswegen sollen sich Interessierte direkt mit der Genossenschaft Car-sharing unter der Telefonnummer 0471-980048 über Details informieren und gleich einen Versuch starten!“