Das Übereinkommen zum gemeinsamen Schutz der Alpen ist als Begriff in der Bevölkerung bekannt, doch die genauen Inhalte der Vereinbarung weiß kaum jemand. Der Experte im Bereich der Alpenkonvention Flavio V. Ruffini von der Eurac Bozen gab am Samstag bei einer Informationstagung des SVP-Umweltausschusses Einblick in das Vertragswerk.
Als "eine große Chance" wertete Flavio V. Ruffini, Experte der Europäischen Akademie, die Alpenkonvention. "Unser Ziel ist es, die Bevölkerung verstärkt für dieses wichtige Thema zu sensibilisieren", betonte der Vositzende des SVP-Umweltausschusses Gerhard Gruber im Rahmen der Informationstagung in Bozen. Auch auf politischer Ebene, vor allem im römischen Parlament, gelte es laut Kammerabgeordneten Siegfried Brugger, das Thema voranzutreiben. Italien hinke nämlich in Sachen Ratifizierung den anderen Staaten hinterher, so Brugger. Bereits im Jahr 1992 hatte die internationale Alpenschutzkommission CIPRA betont, dass ein nachhaltiger Schutz der Alpen als "grüne Lunge" Europas, als Lebens-, Erholungs- und Wirtschaftsraum nur durch eine gemeinsame Strategie aller Alpenländer möglich sei. Im Jahr 1991 wurde die Alpenkonvention unterzeichnet, seit März 1995 ist sie in Kraft. Mit der Rahmenkonvention und mit den zwölf Protokollen zu einzelnen Schwerpunktthemen verpflichten sich die Mitgliedsstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, Slowenien, Österreich. die Schweiz und Liechtenstein sowie die Europäische Union zu einer gemeinsamen und gesamtheitlichen Politik zum Schutz des Alpenraumes.