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Umwelt
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Blick in die Vergangenheit
Bei herrlichem Wetter besichtigten kürzlich Mitglieder des SVP-Umweltausschusses das Landesberg- baumuseum am Schneeberg. Lehrfahrten und Exkursionen gehören zum festen Bestandteil im Programm für die Mitglieder der SVP-Umweltausschüsse.
„Uns geht es dabei vor allem darum, Umwelt und Kultur gemeinsam zu erleben und dadurch das Bewusstsein für unsere Heimat und für unsere Umwelt zu wecken und zu fördern“, erklärt der Vorsitzende Gerhard Gruber.
Südtirols Bergwelt gehört zu den faszinierenden Naturerscheinungen überhaupt und birgt zahlreiche historische Attraktionen in sich. Zu diesen zählt sicher auch das Schaubergwerk in Maiern/Ridnaun. Die Schließung dieses Bergwerks im Jahr 1985 war wegen des Verlustes der Arbeitsplätze zwar sehr umstritten, brachte aber eine große Erleichterung für die Umwelt. Die Verschmutzung der Flüsse von Maiern bis zur Eisack durch die Abwässer der Erzaufbereitungsanlage gehörte damit der Vergangenheit an. Durch die Einrichtung des Bergbaumuseums wurde diese alte Natur- und Kulturlandschaft wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
So traf sich eine buntgemischte Gruppe von Umweltfreunden zum Tagesmarsch, der vom Poschhaus auf der Moarer Alm, an der ehemaligen Erzförderanlage entlang, zum 2700 Meter hohen Kaindljoch und von dort auf die Passeirer-Seite zur historischen Knappensiedlung St. Martin führte. Dort konnten sich die Teilnehmer vor Ort ein Bild machen von den widrigen Lebensumständen und Strapazen, mit denen die bis zu 1000 Knappen und „Tschodelen“ (Erzscheiderinnen) in dieser Ganzjahressiedlung auf 2350 Metern zu kämpfen hatten. Auch die authentischen Utensilien, Werkzeuge und Geräte aus der alten Knappenzeit wurden besichtigt.
Einen Höhepunkt bildete das Eintauchen in die Finsternis der Bergwerksstollen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Untertag-Wanderung durch den Karl- und Poschhausstollen vorbei an ehemaligen Erzlagerstätten und vor sich hinrostenden Erz-Abbaumaschinen. Vor allem die monumentale Grösse der Tunnelbauten ließ den düstern Alltag eines Knappenlebens erahnen. Die schöne Bergwelt und die überaus interessante und sympathische Führung ließen die Anstrengung vergessen und machten die Tour zu einem wahren Erlebnis.
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