SVP-Ladina zu Mobbing an Schulen

Kein Tag vergeht ohne eine Meldung über Mobbing an Schulen. „Die zunehmende Gewalt unter Schülern ist alarmierend. Wir müssen dieses Thema als gesamt- gesellschaftliche Aufgabe betrachten. Die Schulen sind vollkommen überfordert und brauchen dringend die Hilfe der Politik und der gesamten Gesellschaft", be- tont SVP-Obmannstellvertreterin Paola Bioc Gasser.
Schulmobbing oder Gewalt an Schulen zeigt sich in verschiedensten Formen von Psychoterror, meist außerhalb des Unterrichtes, während Pausen oder auf dem Schulweg. Angefangen bei einem allgemein gerichteten Hänseln und Ärgern der Mitschüler bis zu tätlichen Angriffen mit unvorstellbaren physischen und psychischen Schädigungen für den Einzelnen.
„In Südtirol und in Ladinien ist das Phänomen noch nicht so stark verbreitet, jedoch rufe ich alle auf, präventiv einzuwirken, um die Gewalt bereits in ihren Ansätzen zu stoppen. Der Kampf gegen Gewalt muss bereits in der Familie und im Vorschulalter beginnen. Wir müssen den jungen Menschen Werte vermitteln. In erster Linie ist das Elternhaus gefragt, aber auch Politik, Sportvereine Schule, usw. - die Gesellschaft insgesamt“, betont Bioc Gasser.
Es ist unbedingt notwendig, den Familien, insbesondere den Frauen, die finanzielle, soziale und gesetzliche Unterstützung zu gewähren, damit sie die Wahl haben, sich voll der Familie zu widmen. Dadurch könnte man auch präventiv einwirken, damit die Kinder nicht auf sich allein gestellt sind.
Die Schulen, Lehrer und Familien bräuchten diesbezüglich Unterstützung. Anstatt den Schulen zu sagen, was alles nicht gehe, müsse man Perspektiven aufzeigen. Den Schulen müsse man den Rücken stärken, beispielsweise durch den Einsatz von Schulpsychologen.
Mobbing könne nur aufhören, wenn sich alle Schülerinnen und Schüler, alle Lehrerinnen und Lehrer und die Eltern gemeinsam dagegen stemmen und sich für eine gewaltfreie Schule einsetzen.