Aussprache mit Landesrat für Informationstechnik Hans Berger

Breitbandverbindung in Ladinien
„Politik und Wirtschaft sind sich einig, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Landes unter anderem entscheidend vom schnellen Auf- und Ausbau der Breitbandtechnologie abhängt“, betonen Parteiobmannstellvertreterin Paola Bioc Gasser und der ladinische Landesrat Florian Mussner, die sich heute beim Landesrat für Informationstechnik Hans Berger über die neusten Entwicklungen der Breitbandentwicklungen in Ladinien informiert haben.
Breitbandverbindung in Ladinien
„Politik und Wirtschaft sind sich einig, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Landes unter anderem entscheidend vom schnellen Auf- und Ausbau der Breitbandtechnologie abhängt“, betonen Parteiobmannstellvertreterin Paola Bioc Gasser und der ladinische Landesrat Florian Mussner, die sich heute beim Landesrat für Informationstechnik Hans Berger über die neusten Entwicklungen der Breitbandentwicklungen in Ladinien informiert haben.
Landesrat Berger informierte Parteiobmannstellvertreterin Bioc Gasser und Landesrat Mussner über die aktuelle Breitbandversorgung in Ladinien und betonte: “Eine leistungsfähige Breitband-Infrastruktur ist eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum, Innovation und Arbeitsplätze. Schnelle Zugangsmöglichkeiten zum Internet sind für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung unseres Landes von grundlegender Bedeutung ”.
Besonders im gewerblichen Bereich, sei es in Tourismus, Handwerk, Industrie oder Handel, werden Geschäftsbeziehungen vermehrt über das Internet gepflegt. Zimmerreservierungen, Bestellungen oder Baupläne kommen heute über das Internet in den Betrieb. Fehlt diese Möglichkeit, sind Wettbewerbsnachteile und damit einhergehende Einbußen vorprogrammiert. Ohne schnelles Internet sind Dinge wie E-Government oder E-Learning nichts als leere Worthülsen. Die Folge ist, dass sich die Gesellschaft mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickelt. Experten sprechen in diesem Zusammenhang vom „digital divide“, also von einer digitalen Kluft zwischen jenen die Zugang zu zeitgemäßer Informationstechnologie haben und jenen die außen vor bleiben. Um eben genau diese Kluft zu schließen bzw. zu überwinden bevor sie zu tief wird, hat es sich die Landesregierung zum Ziel gemacht, bis 2009 für 90% der Bevölkerung, für 95% der Betriebe mit weniger als drei Mitarbeitern und für alle größeren Betrieben einen Breitbandanschluss verfügbar zu machen.
Während die Gemeinden von Gröden bereits einen Abdeckungsgrad von nahezu 100% aufweisen, ist dieser Wert im Gadertal – mit Ausnahme von Corvara – noch unter 50%. Die Gemeinden Abtei und Enneberg waren aufgrund des besonders niedrigen Abdeckungsgrades bereits Gegenstand der ersten Ausschreibung, welche von der Fa. Linkem gewonnen wurde. Bekanntlich führte diese erste Ausschreibung aber nicht zum erhofften Erfolg, weshalb beide Gemeinden erneut ausgeschrieben wurden. Der entsprechende Wettbewerb wurde am 11. März 2008 mit dem Ziel veröffentlicht, dass noch innerhalb des laufenden Jahres die Abdeckung endgültig erfolgen wird. Die Gemeinden Wengen und St. Martin in Thurn werden von der Bietergemeinschaft „Broadband 44+“ versorgt. Hinter „Broadband 44+“ stehen die Südtiroler Unternehmen Brennercom AG, Raiffeisen OnLine und RUN AG. Aufgrund der laufenden Planung wird die Anbindung dieser Gemeinden voraussichtlich noch innerhalb Juni erfolgen.
„Insgesamt hat sich die Bereitstellung einer flächendeckenden Breitbandinfrastruktur als harte Nuss herausgestellt, doch wir stehen unmittelbar davor sie noch heuer zu knacken“ betont Landesrat Hans Berger. „Somit würde das Ziel einer flächendeckenden Breitbandabdeckung in Südtirol noch 2008 erreicht und ein wichtiger Grundstein für eine weiterhin positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung gelegt“ betonen gemeinsam Landesrat Berger, Parteiobmannstellvertreterin Paola Bioc Gasser und der ladinische Landesrat Florian Mussner.