31.01.2006
Solange die italienischen Mittelinks-Parteien nicht den Mut finden, sich in volkstumspolitischen Fragen klar von den Rechtsparteien abgrenzen, indem sie anerkennen, dass wir Südtiroler keine Italiener sind und somit unser Vaterland und Bezugspunkt Österreich und nicht Italien ist, oder indem sie Verhandlungsbereitschaft in Sachen Toponomastik zeigen, solange werden sie weiter Stimmen an die Rechtsparteien verlieren. Vor allem wenn sie bei deren Wahlkampfmanöver so unkritisch mitmachen wie beim Aufstand wegen dieser Petition.
Denn der Wähler geht halt lieber gleich zum Schmied, als zum Schmiedl.
30.01.2006
zu Radicalizzazione, jackye: Ma, te ne rendi conto di che cosa stai parlando?
30.01.2006
Mitte-Rechts-Parteien auf der Suche nach neue n Argumente.
Aus Tiroler Tageszeitung vom 27.01.2006:
"Im Bozner Gemeinderat gab es am Donnerstag Abend heiße Diskussionen, weil Vize-Bürgermeister Elmar Pichler Rolle (SVP)die Petition unterzeichnet hatte. Die Mitte-Rechts-Parteien haben zudem einen Misstrauensantrag gegen BM Luigi Spagnolli eingebracht. Dieser hatte in einer Stellungnahme zur Petition Verständnis für die Südtiroler gezeigt und das schlechte Funktionieren der staatlichen Verwaltung kritisiert hatte. Für Unitalia war dies bereits genug, um ihn wegen "Schmähung der Republik" bei Gericht anzuzeigen."
Anzeigen bei Gericht scheinen wohl der neue Trend der Mitte-Rechts Parteien zu sein. Vor einigen Jahren noch hätte sich sowas keiner vorstellen können.
Hoffentlich bekomme ich jetzt keine Anzeige...
Grüße Peter
30.01.2006
La SVP, sta' facendo una politica che premierà alla grande Holzmann etc.........si rendono conto, oppure e' questo che vogliono (volete), la radicalizzazione dello scontro?
30.01.2006

Die Diskussion um den richtigen oder falschen Zeitpunkt der Aktion, die Durnwalder nun in den Raum stellt, ist kein gutes Argument.
Als ob die Grundsätze im SVP- Statut nur dann Geltung hätten, wenn man damit grad gut ankommt, in Vorwahlzeiten aber die Passagen zur Volkstumspolitik verdunkelt werden müssten. Außerdem wird die österreichische Verfassung nicht wie die italienische alle zwei Jahre abgeändert, deshalb ist eben jetzt der Handlungsbedarf gegeben, wenn wir etwas erreichen wollen.
In der Aussage Durnwalders vermute ich eher ein Zeichen, den Parteiobmann zum Abschuss freizugeben: sein Kandidat war er nicht und einige, die ohne zu zögern die Interessen des Südtiroler Volkes ihrem privaten Vorteil opfern, warten offensichtlich auf eine passende Gelegenheit, ihm ins Genick zu springen.
Wenn sich die Ulivo- Parteien derzeit ob des Ausdruckes der "Selbstbestimmung" derart ereifern und von allen Wolken fallen, dann wohl nur weil es von den Vorgängern Pichler Rolles versäumt worden ist, die SVP- Standpunkte in den versch. Gesprächen mit entsprechender Klarheit offen zu legen.
Wenn wir aus Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Italiener immer an uns halten müssten, bis sich ein bestimmtes Zeitfenster auftunt, dann würde es der Verankerung der Schutz(macht)funktion in der österr. Verfassung wohl gleich ergehen, wie der leidigen Toponomastik: warten, warten, warten .....

30.01.2006

Liebe Südtiroler,
daß Ihr in letzter Zeit erneut euer Selbstbestimmungsrecht fordert, kann ich ohne Weiteres verstehen, wenn ich mich nach den ganzen Mißständen umsehe, die immer noch in italien herrschen.
Deshalb habe ich eine Bitte an euch zu richten: ihr habt euer kleines Land, eine kleine Wirklichkeit mitten in den Alpen, in der kaum Arbeitslosigkeit herrscht, die nicht allzu stark bürokratisiert ist, in der mit den öffentlichen Geldern viel unternommen wird, kurz, die trotz keiner stark entwicklenten Industrie/Landwirtschaft, wie im Rest Italiens, mit den bereitstehenden Einnahmen eine vorbildliche Führung der Finanzen und der Gesellschaft hat.
Deshalb bitte ich euch um Folgendes: ziegt den Italienern, daß Euer Gesellschaftsbild erstrebenswert ist, zeigt ihnen, daß es auch anders geth, als wie es in Italien läuft. Besser gesagt: bezieht Euren Wahlkamp nicht nur auf Südtirol, sondern auch auf den Rest Italiens, um allen Leuten zu zeigen, was Ihr alles leisten könnt, während die ganzen Bonzen in Rom um jeden Paragraphen ringen. Gebt auch anderen ital. Bürgern die Möglichkeit, bei der kommenden Parlamentwahl die SVP als Alternative und als Protest gegen die bisherige ital. Führung zu wählen.
Ihr seid die letzte Chance für viele frustrierte Menschen: hilft uns!!!
Mit freundlichen Grüßen
Giacomo Caielli

29.01.2006
pé, Brixen
Ich glaube doch, dass die – ebenfalls naive – Petition der Bürgermeister hoffen lässt... nicht alle in der Volkspartei haben sich mit der Autonomie als letztes Stadium des Südtiroler Wegs abgefunden.
29.01.2006
Pé: Nun wird die Diskussion aber sehr konkret. Als was siehst du dich? Bist du ein einsamer Rufer in der Wüste? Du glaubst an das Gute im Menschen? Die Geschichte lehrt, dass Entwicklungen nicht vom Himmel fallen, sondern befördert werden müssen. Die Gründung von zwei kleinen Parteien (Union und Freiheitliche) war ein Schritt in diese Richtung. Hierbei ist manches sehr naiv, wie die Auseinandersetzung Klotz/Pöder gerade zeigt. Aber dennoch geht es in die Richtung Selbstbestimmung. Wo ist deine gesellschaftliche Anbindung? Autonomie ist unser Weg, sagte Peterlini gerade. Die SVP hat sich als Partei in Italien eingerichtet. Wo ist der einst starke Selbstbestimmungsflügel in der SVP geblieben- wo? Soll man für das Selbstbestimmungsrecht beten? Beten ist immer gut. Ob das alleine ausreicht?
28.01.2006
pé, Brixen
Obv, ich glaube gerade jetzt ist der beste Augenblick, um – wie du sagst – die Selbstbestimmungsleier loszulassen. Leute die so denken wie wir (habe ich das richtig verstanden?), die also sowohl eine Territorialisierung als auch eine Independentisierung für die bessere Lösung halten (und zwar NUR in dieser Reihenfolge) sollten in dieser Situation die Stimmer erheben, um nicht zuzulassen, dass rechte Kreise die Diskussion für sich monopolisieren und das ganze Thema für (progressiv) denkende Menschen unattraktiv machen. Es GIBT sie, die Vorteile der Selbstbestimmung, und sie überwiegen m. E. klar. Und wir sollten nicht erneut zulassen, dass die Diskussion lajenhaft und reaktionär geführt wird.
28.01.2006
pé., Brixen

Das ist m.E. nicht sosehr ein Problem »dieser« Italiener, sondern eines jener, die sich die Selbstbestimmung auf die Fahnen schreiben, wozu ich mich zähle. Wir werden uns daran messen lassen müssen, ob und wie wir imstande sein werden, auch Skeptiker einzubinden und sie nicht als Verlierer dastehen zu lassen. Jeder durch die Abnabelung provozierte Abwanderungsfall wird als eine Niederlage der neuen Idee zu werten sein. Ich glaube im Übrigen an das Gute im Menschen: Die wenigsten Bozner wählen rechts, weil sie Faschisten sind. Die meisten haben sich (selbstverschuldet oder fremdverschuldet) einfach noch nicht integriert und wollen Realitäten nicht akzeptieren. Diese Haltung kann gerade durch gezielte Einbindung und die Einlösung gewisser Zugeständnisse – die bei Erlangung der Selbstbestimmung gewiss nicht mehr ins Gewicht fallen – gebrochen werden. Und damit kann man teilweise sogar schon jetzt beginnen. Es ist also klar, dass das Ziel Selbstbestimmung nicht als Einbahnlösung zugunsten bestimmter Kreise, Gesellschaftsteile oder, noch schlimmer, Ethnien oder Sprachgruppen zu verfolgen ist.

28.01.2006
Pé, ich habe ja nur deine interessante Anregung weitergedacht. Wenn also Südtirol den italienischen Staatsverband verlassen würde, so entstünden italienisch sprachige Bürger ausserhalb Italiens. Das gibt es ja schon.
Die Tessiner sind Italiener und Schweizer Staatsbürger, in Slowenien und in Kroatien gibt es italienische Minderheiten. Es gäbe also einen weiteren Staat mit italienisch sprechenden Bürgern. Jetzt immer weitergedacht! Vor allem in Bozen gibt es Anhänger von Unitalia und AN.Was soll mit denen geschehen? Immer ohne Polemik! Einige würden wohl mit den neuen Verhältnissen zurecht kommen, andere nicht.
Viele würden lieber in ihrem Italia wohnen wollen, anstatt den Siegesplatz wieder hergeben zu müssen.
28.01.2006
Re.:Pé. Ich glaube du hast mich missverstanden. Es geht nicht darum prinzipiell Italiener auszuschließen. Ich habe ja schon an anderer Stelle geschrieben, dass es im alten Tirol und natürlich heute auch deutsche, italienische und ladinische Tiroler gab und gibt. Der Vater von Magnago war so einer zum Beispiel. Es geht vielmehr darum-und darüber solltst du nachdenken- dass es keinen Fortschritt in Richtung Selbstbestimmung geben kann, wenn die Leute, die sich als Italiener und nicht als Tiroler fühlen das Sagen haben. Hier kenne ich durchaus auch welche deutscher Muttersprache!
Oder um es ohne Umschweife zu sagen: Wer in Richtung Selbstbestimmung will, muss auch solche Leute wählen, die sich dafür einsetzen.
28.01.2006
AN & Unitalia ringraziano Elmar Pichler Rolle.......
28.01.2006
Obv, Obervinschgau
Selbstbestimmung ist ein guter Begriff, vor allem für die Südtiroler. Mit Südtiroler meine ich Deutsch und Italiener die sich mit diesem Boden identifizieren, denen dieser Boden eine Heimat ist. Jedoch ist es jetzt schwierig und Mühselig wie pé die Selbstbestimmungsleier loszulassen wenn Elmar Pichler Rolle erklärt, dass die Italiener keine Südtiroler seien, denn somit entsteht gar nie ein territoriales Bewußtsein und die Idee der Selbstbestimmung ist gestorben.
28.01.2006
pé, Brixen
Na, na Ander, das solltest du vielleicht zurücknehmen. Was sollen diese Vorurteile? Ich kenne genug Italiener, die sehr wohl etwas mit Selbstbestimmung anfangen können. Wenn wir bestimmte Gruppen jedoch von vornherein ausschließen, dann kann kein Projekt im Konsens durchgeführt werden, wie ich meine eine conditio sine qua non. Selbst ich würde mich gegen eine Unabhängigkeit aussprechen, die nur einigen wenigen zugute kommt. Vielmehr sollte man versuchen, so viele wie möglich in den Prozess einzubinden.
28.01.2006
Dear Independent Liberty aus Bruneck. Wer sich Gedanken macht über die Unabhängigkeit bzw.
Selbstständigkeit von Südtirol muss auch bereit sein, die Geschichte zu Ende zu Denken und Kosequenzen zu ziehen. Es fängt schon damit an, dass bei Wahlen keine Kandidaten gewählt werden, die auf Grund familiärer oder finanzieller Interessen zu sehr mit Italien verwoben sind. Kandidaten sollten für die Selbstbestimmung auch nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben. Mit besonderem Mißtrauen sind Kandidaten der linkskatholischen Politsekte der Arbeitnehmer zu betrachten und alles was mit KVW/ACLI zu tun hat.
28.01.2006
Ingo, Eppan
Kaum isch man egen Schutzen isch man a faschist, isch a net richig... man derf wohl a ondere meinung hoben.. mir sogen a net es seits olle kommunischtenschweine
27.01.2006
pé, Brixen
Was ist jetzt? Hat die Volkspartei Angst vor dem eigenen Mut? Was soll dieser Rückzieher? Rom bellt und Südtirol kneift...
27.01.2006
Wiborg, Süd-Tirol
Ein Hoch auf die SVP und deren Bürgermeister für die unterzeichnete Petition!
Ein junger Südtiroler
27.01.2006
liberty for south tyrol!, Bruneck
itz muass i enk amol wos sogn!!!
glabs es net, doss es endgiltig zeit isch, die selbstbestimmung südtirols auszuufen? dir reaktionen ausm stieflstoot und va den gonzn faschistenpack in bozen übo die petition sprechen Bände! mandr, und waibr, es isch zeit endlich die selbstbestimmung südtirols auszuzrufn und inso schians landl zrug zi inson voterlond österreich zi tian. Mir sein ersch wirklich frei und gschützt, wenn inso landl a zukunt ohne italien hobm konn! Mir derfn ins nicht mehr gfolln lossn va de faschistn in Rom! Freiheit für südtirol!!!
26.01.2006
Daniela, Milano

Hallo, liebe Freunde aus Südtirol!
Ich habe meinen Beitrag in Ihrem Forum "Parlamentswahlen 2006" bereits geschrieben. Das ist ein sehr wichtiges Thema mit dem wir konfrontiert werden.
Ich erlaube mir daher meine Meinung auch hier zu wiederholen.
Cari amici Sudtirolesi! E´la seconda volta che intervengo (da Milano) nel Forum della SVP. Vedo che non si é ancora aperto il dibattito politico sulle prossime elezioni e mi permetto quindi di esporre le mie idee. Sono una militante di un partito del Centro Sinistra, oggi ancora all´opposizione. Spero che con le prossime elezioni saremo noi, con voi della SVP, a governare il Paese. Voi, tutto sommato, siete sempre in un´oasi felice, ma non é dappertutto cosí. Vi invito ad andare a firmare subito per il Referundum sulla Costituzione, é importante, troppo importante. Da parte della destra sono in atto atteggiamenti e manovre molto pericolose e sotto gli occhi di tutti. L´attentato alla Costituzione, le leggi ad personam, il potere sulla comunicazione, l´occupazione di tutti gli spazi in radio e in televisione, l´attacco ai DS, il bavaglio al giornalista Santaro, l´attacco di Forza Italia che minaccia provvedimenti nei confronti del Sindaco di Bolzano per quanto da lui dichiarao... e dall´altro canto le leggi approvate ieri per fare comodo agli esaltati della Lega, quindi per loro depenalizzazione, per i sudtirolesi si urla allo scandalo. Cari amici, resistere, resistere e ancora resistere votiamo e convinciamo il nostro entourage a fare votare centro sinistra alle prossime elezioni! Un cordiale saluto da Milano Daniela

26.01.2006
Markus, Bozen

Ja ja die welsche Hauptstadt.. fuer enk afn Berg a Dorn im Auge, gell? Doch des geat ins sehr knapp am Ar***h vorbei (sorry den Ausdruck). I gea sogar no weiter als der Klaus und sog das net lei die Jugendlichen abgeneigt von den ereignissen der letzten Tage sein!
Das di unter Heimat was anderesch verstesch als mir do isch kla.. doch a mir stian zu inserer Heimat.. und da es insere Zukunft isch sollen net die alten Buergermeister ihren alten Ideale nocheifern!
Und wenn du a Deitsche bisch, dann schrieb doch in deinem Nomen net suediroler, denn de sein eben wia der Name sogt Suedioler. Die Bevoelkerung in Malta holtet sich doch a net fuer Amis, lei weil sie Englisch reden.. oder net?
Ah und no was dann bin i still.. obr des mit die historische Hintergruende.. bla bla kennen mir odoch olle.. ja italien hot in Fasciotempel augstellt die Namen verandert, ok zur genuege ghert, obr i bin aso augwochsen..gangtmor wirklich zu oesterreich wurd i mi zam als a wirklicher Walscher uehlen :)

26.01.2006
pé, Brixen
Übrigens: Die überfällige Aufhebung des Banns bei der Verleihung Tiroler Verdienstorden ist ein Schritt in die richtige Richtung! Lasst euch nicht beirren, die Autonomie lässt sich nur absichern, wenn sie allen im Lande gleichermaßen dient – für den Ausbau zu einer richtigen Selbstregierung gilt Ähnliches.
26.01.2006
Südtiroler, Südtirol
Warum jenen das Tor öffnen, vor denen uns das Tor schützen soll??? Ist der Willen zur Selbstbestimmung auch bei den italienern gereift, könne wir über solches nachdenken. Solange aber selbst ein gemäßigter Italiener, wie der Bozner BM solchen Gedanken gar skeptisch gegenüber steht, kann man nur ahnen welch Ablehnung der Rest der Italiener einem solch weisen und gerechten Gedanken, wie den an die Selbstbestimmung für Südtirol, gegenüber empfinden. PS: Finde es schade, dass Herr Pichler Rolle nicht mehr im Forum auftaucht...
26.01.2006
Südtiroler, Südtirol
Wer weder historische Hintergründe noch kulturelle Realitäten anerkennt ist nicht für die Diskussion qualifiziert. Viele welche als stolze Tiroler zu ihrer Heimat stehen, würden sich freuen zu erfahren wie "die" Jugend zu diesem Thema steht. Denn "die" Jugend ist in Südtirol nicht in der welschen Landeshauptstadt zuhause. Und in den vielen schönen Gemeinden war man immer DEUTSCHER, ist man immer DEUTSCHER und wird auch immer DEUTSCHER bleiben. Italien brauchen wir nicht.