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FORUM
25.01.2006
Selbstbestimmungsrecht

Die Schutzfunktion Österreichs für Südtirol soll in der neuen österreichischen Verfassung verankert werden. In den italienischen Medien hat dies eine Diskussion über das Selbstbestimmungsrecht für Südtirol ausgelöst.
10.07.2007
E.Ekat, München
Bürger, Österreich: "Das werden die Tiroler bestimmt am besten wissen, ansonsten gibt es keine Beteiligten." Einverstanden. Dann startet halt irgendwann mal die Abstimmung in Nord- und Ost-Tirol.In diesem Punkt stimme ich dem @ Anton zu: "Wir sind jung, uns wird es auch noch in 50 Jahren für Süd-Tirol und für seine Selbstbestimmung noch geben. " Der spekuliert ja eher auf den Zerfall von Italien, dabei sollte er doch wissen, wie langlebig solche Provisorien sind. Also: mit Euch beiden wird das nix mehr. Da müssen schon andere Vorschläge kommen.
10.07.2007
Anton, St. Jakob
Hauptsache, uns kann niemand in Italien zwischen Palermo und Trento die Liebe und die Treue zu unserem Vaterland Österreich und Tirol in Abrede stellen und das vereinte Land Tirol von Salurn bis Kufstein wird es einmal auch wieder geben, da fährt die Eisenbahn über den Brenner drüber! Kurz vor der Wende im Ostblock 1989, war noch so vieles in Europa unmöglich. Seitdem gab es unzählige neue Selbstbestimmungen in Europa, weitere werden noch folgen, eines Tages auch in Süd-Tirol! Wir sind jung, uns wird es auch noch in 50 Jahren für Süd-Tirol und für seine Selbstbestimmung noch geben. Die Zeit arbeitet für uns, nicht für die Generation der Fremdbestimmung. Die Geschichte Tirols hier reicht bis um das Jahr 1250, Italien als Staatsmacht hingegen ist hier neu und bleibt weiterhin ein Fremdkörper in diesem Land. Wenn man aus der Geschichte etwas lernen kann, dann vieleicht das, dass jede Fremdherrschaft in Europa gegen den erklärten Willen der Bevölkerung in den davon betroffenen Ländern früher oder später gescheitert ist. Die ganze Geschichte Europas der letzten 200 Jahre ist vor allem die Geschichte der gelungenen Selbstbestimmungen. Alles böse hat auch einen Vorteil, ohne Italien hätten wir bestimmt unsere Heimat und unser Vaterland nie so geschätzt und so geliebt, wie eben mit dieser Fremdherrschaft seit 1918. Wer weiss, wie lange es noch diesen morschen Staat noch überhaupt geben wird. "Lega Nord" und der italienische Neofaschismus, die bankrotten Staatsfinanzen, Staatsverschuldung höher als die Wirtschaftsleistung des ganzen Jahres, usw. lassen grüssen! Ich wünsche diesem Land Italien alles gute, aber nur nach der Selbstbestimmung Süd-Tirols. Wie sagt man so schön, Gottes Mühlen mahlen langsam aber gerecht. Alles schlechte und alles gute, das man ausgeteilt hat, bekommt man eines Tages zurück mit Zinsen und Zinseszinsen. Ohne gutes und geschenktes Geld aus Brüssel jedes Jahr seitdem es die EU gibt und der Netto-Beiträge der EU-Zahler, u.a. Österreichs, wäre der Stiefelstaat schon längst garantiert Pleite und Heute vieleicht auf dem Niveau der EU-Balkanstaaten. Österreich zahlt somit jedes Jahr sogar dafür, dass Italien kein Einsehen und kein Erbarmen in der Süd-Tirol Frage der Selbstbestimmung dieses Landes "ohne wenn und aber" sich leisten kann oder muss, wie lange noch?
09.07.2007
bürger, österreich
Das werden die Tiroler bestimmt am besten wissen, ansonsten gibt es keine Beteiligten.
09.07.2007
E.Ekat, München
@bürger, österreich: das wird dann wohl auch das Beste für alle Beteiligten sein.
06.07.2007
bürger, österreich
heute in den Nachrichten: Der Brenner Tunnel - und wer diesen bezahlen soll: 1/3 die EU, 1/3 Italien und 1/3 Österreich. Was das heißt obwohl über das Selbstbestimmungsrecht diskutiert wird? Das sich nichts ändern wird! Die Unrechtsgrenze durch Tirol wird bleiben, jedoch gemildert dank EU. Das wars dann auch schon. Liebe Grüsse an die Südtrioler!
06.07.2007
E.Ekat, München
@Anton, sehr, sehr viel Text, und viele, viele Wunschvorstellungen. Dabei keine Vorstellungen, wie man diese Illusionen auch umsetzen könnte. Illusionen sind: Herauslösung von Nord- und Osttirol aus Österreich, durch Abstimmung der dortigen Bevölkerung. Völlig unrealistisch. Das sind Österreicher, und die wollen das bleiben. Dann nach Ihren Vorstellungen die Einbringung dieser Landstriche in eine Tirol-Konstruktion, die einer gemeinsamen italienisch-österreichischen Oberhoheit unterstellt wären. Wer in Österreich soll dies wollen, sich Italien zu unterstellen? Wer in Italien soll sich freiwillig eine derartige Lösung antun wollen? Dies alles hätte unabsehbare Konsequenzen für alle staatlichen Hoheitsaufgaben. Das ist völlig aus der Welt, was Sie sich da vorstellen. Ich will das durch Argumentation oder Beispiele erst garnicht belegen wollen. Sie werden keinen Österreicher, noch einen italienischen Spitzen-Politiker finden, der dergleichen vorschlagen oder dem zustimmen würde. Und das soll dann auch noch die EU absegnen? An welche zeiträume denken Sie dabei ? Dies alles wären jedoch aus Ihrer Sicht erst die Voraussetzungen, die geschaffen werden müssten, damit es zu einer Volksabstimmung über Selbstbestimmung in Südtirol kommen könnte. Erst dann wäre, so Ihre Meinung, wäre ja das Umfeld geschaffen, unter dem die Südtiroler dann die nach Ihrrer Meinung richtige Wahl treffen könnten: das Bekenntnis zum „Vaterlande Österreich“, wie Sie es nennen. Sie übersehen jedoch, daß Sie selber vorher die Zuständigkeit des "Vaterland Österreich" für Gesamt- Tirol abgeschafft hätten. Sie haben es ersetzt durch eine gemeinsame Oberhoheit von Österreich und Italien. Nein, @Anton, es wird allerhöchste Zeit, daß die (milde gesagt) Träumereien aufhören. Die sind weder hilfreich, noch realistisch und behindern das Selbstbestimmungsrecht der Südtiroler, sowie die Weiterentwicklung Südtirols. Ich empfehle eine ehrliche Bestandsaufnahme darüber, was erreichbar, und was zumutbar ist. Da werden als Option übrigbleiben: a.) Verbleib bei Italien, b) Anschluß an Österreich, c.) Selbständigkeit. Darunter wird zu wählen sein. Darunter muß dann eine Mehrheit in der Südtiroler Bevölkerung herbeigeführt werden. Dabei sind die italienischen Südtiroler einzubeziehen, denen man eine eigenständige Südtiroler Identität ermöglichen muß. Warum? Sonst werden die ganz einfach Italiener bleiben wollen. Ebenfalls Beachtung fordern die deutschsprachigen Südtiroler, die zwar eine Loslösung von Italien beführworten, aber deswegen nicht Österreicher werden wollen. Es geht also darum, die Südtiroler Identität in den Vordergrund zu stellen. Als gemeinsames Dach der 3 sich gegenüberstehenden Blöcke. Deren gemeinsamer Nenner ist Südtirol. Er ist nicht Österreich. Er ist nicht Deutsch. Er ist nicht Italienisch. Nochmals: der gemeinsame Nenner ist eindeutig Südtirol. Dies muß begriffen werden. Denn an dieser Stelle erst kann eine Diskussion beginnen darüber, welche Strategien man entwickeln muß, Südtirol kontrolliert weiterentwickeln zu können. Ich fordere Sie also nochmals auf, Südtirol in den Vordergrund zu stellen. Das tun Sie jedoch nicht. Das ist dann der Grund, warum dies auch die italienischen Südtiroler nicht tun werden. Die Lösung der südtiroler Frage scheitert an der falschen Prioritäten-Stellung der Mehrheit der Südtiroler, die offenbar nicht Südtirol, sondern Österreich an die Spitze Ihrer Zielsetzunmg stellt. Es muß jedoch Südtirol an die Spitze aller Überlegungen kommen. Nicht nur, weil dies der eigentlichen Tradition der SVP entspricht, die aus jener Andreas-Hofer-Bewegung hervorgegangen ist, die in der schweren Zeit der Option sich für Südtirol entschied.
06.07.2007
Anton, St. Jakob
Der Forumteilnehmer aus Eutin in der BRD hat wiederholt hier angegeben im Namen der Partei "Die Linke" zu schreiben. Nur so kan man das verstehen, wenn er neben dem von ihm angegebenen Familiennamen den Namen einer im deutschen Bundestag vertretenen Partei verwendet, bzw. seine Beiträge mit diesem Parteinamen unterzeichntet hat. Er hat den Menschen in West-Österreich in einem seiner Beiträge einen "Ratschlag" gegeben, sie mögen ihre staatliche Zugehörigkeit zu ihrem Vaterland aufgeben. Im Forum der Südtiroler Volkspartei, die sich uneingeschränkt zur Bezeichnung ihrer Volks- und Sprachgruppe als österreichische Minderheit in Italien bekennt, hat er ein angebliches Zitat von R.Messner angebracht, wonach die meisten Südtiroler sich empören würden, wenn man sie in Verbindung mit Österreich bringen würde. In meinen Augen missbraucht er die Forumgastfreundschaft, um in beleidigender Weise viele Menschen in diesem Land und auch andere Forumteilnehmer wie mich persönlich zu diffamieren. Er hat mir auch in verleumderischer Weise Aussagen unterstellt, die ich nie getätigt habe, z.B. ich hätte jemals in irgendeiner Form in diesem Forum den deutschen Nationalismus propagiert oder in diesem Sinne Aussagen gemacht. Anscheinend fällt es dieser Person schwer, oder ist aus anderen Gründen nicht möglich, zwischen Österreichpatriotismus und Deutschnationalismus zu unterscheiden. Die Menschen in Österreich und in Süd-Tirol verstehen das eindeutig oder automatisch als deutschnationale Haltung, mit der man als Österreicher oder als ein Angehöriger einer österreichischen Minderheit nicht im geringsten etwas zu tun haben will. Eine Klarstellung, oder Gegendarstellung dieser Behauptung hat der Forumteilnehmer aus Eutin in diesem Forum nicht eingebracht. Wer diese Person wirklich ist, kann ich natürlich nicht wissen. Ich habe bei dieser Gelegenheit, ich glaube so gut wie alle Forumbeiträge von ihm nochmals gelesen, die ich hier nur finden konnte, um diese seltsame Forumerscheinung besser zu verstehen. Ich vermute daher, er ist sich der vollen Tragweite, dessen war er schreibt nicht ganz bewusst, bzw. er zieht aus meinen Forumbeiträgen Schlüsse, die völlig absurd und unzulässig sind. Ich habe an keinster Stelle in meinen Beiträgen behaptet, ich würde ihn für einen Neonazi oder Extremisten halten. Seine Aussagen zu den in diesem Forum diskutierten Themen würden ihn in manchen seiner Beiträge auf den ersten Blick eher als eine Person eistufen, die entweder nicht weiss was sie schreibt, oder Aussagen trifft, die von mir persönlich nur als rechtslastig, oder deutschnational verstanden werden konnten. Daher habe ich grossen Wert darauf gelegt, er möge selber eine Gegendarstellung erbringen, ob sich bei diesem Forumteilnehmer wirklich in irgendeiner Form um einen Parteisprecher der Partei "Die Linke" in der BRD handelt, oder ob dies frei erfunden ist. Die von mir oben angeführten Argumente würden berechtigterweise für eine unausgewogene, sich widersprechende Weltanschaung des Forumteilnehmers aus Eutin sprechen, da man nicht gleichzeitig nach seiner eigenen gerade jetzt eingebrachten Behauptung ein Demokrat und Antifaschist dem Inhalt seiner Forumbeiträge nach sein kann, wenn man wie er in einem Beitrag vorschlägt, das Land Österreich möge sich in seinem Westen auflösen usw. In einem seiner weit zurückliegenden Beiträge hat er wiederholt die FPÖ in Österreich als eine extremistische Partei bezeichnet, wenn ich mich recht erinnere. Diese Behauptung kann für ihn weitreichende Folgen haben, falls diese Partei sich selbst um ihren guten Ruf kümmern will. Das würde wiederum dafür sprechen, dass er nicht ganz die volle Tragweite seiner Behauptungen begreift. Seine Beiträge sind so geschrieben, dass man sie in diesen dem Inhalt nach in den oben angeführten Zusammenhängen als widersprüchlich auffasen kann. Über die geistige Verfassung dieses Forumteilnehmers möchte ich mir hiermit zum letzten Mal den Kopf zerbrechen. Ich halte ihn weder für einen Neofaschisten, noch für einen Linken, diese Person ist mehr als rätselhaft, der Inhalt seiner Beiträge kann für sich alleine sprechen. Wenn diese Person aus Eutin grosse Schwierigkeiten beim Verstehen komplexer Zusammenhänge hat, dann es tut mir leid, sie stellt sich selbst in einem Zusammenhang, der auf den ersten Blick durch diese Person selst getätigte Aussagen erzeugt wird und zu Missverständnissen führen kann, bzw. dieser Forumteilnehmer missinterpretiert selbst eindeutig die Feststellungen anderer Forumteilnehmer in verläumderischer Weise bewusst oder aus Mangel an Fassungsvermögen, die eindeutig als eine Kränkung der Integrität von anderen Personen verstehen kann. Das Faktum, dass die Person des K.Heitmann bis Heute keine glubwürdige Gegendarstellung über seine Kompetenz als Parteisprecher der Partei "Die Linke" in der BRD erbrigen konnte, wirft einen zusätzlichen Blick auf die Charakterfestigkeit dieses Forumteilnehmers. Ich möchte in Zukunft in keinster Weise von dieser Person mich belästigt fühlen, oder mich mit ihr in irgendeiner Weise nochmals beschäftigen. Es war eine lange, leider eine notwendige Gegendarstellung, damit er mir nicht länger unterstellt, ich hätte ihn als einen Extremisten in meinen Forumbeiträgen dargestellt. Der Inhalt der bisherigen Forumbeiträge der behaupteten Person K. Heitmann aus Eutin in der BRD war dazu geeignet, um im Sinne der Wahrhaftigkeit und Seriösität dieses Forums diese Widersprüche aus meiner persönlichen Sicht aufzuzeigen und zu klären.
05.07.2007
Anton, St. Jakob
Ich trete persönlich für eine Selbstbestimmung in der AP Bozen ein, die friedlich und demokratisch legitimiert verläuft, ohne dabei den Staat Italien politisch zu überfordern. Ich bin der Meinung, dass die Zeit für eine Volksabstimmung zur Frage der Selbstbestimmung der AP Bozen in unserer Zeit schon reif wäre. In der Zeit, die seit 1918, seit der völkerrechtwidrigen Annexion dieses Landes durch Italien verging, ist auch viel mit diesem Süd-Tirol passiert aber das Land und sein Volk ist sich selbst, der eigenen Identität treu geblieben und bekennt sich Heute noch mehrhetlich zur gesamttiroler Heimat und dem österreichischen Vaterland. Wir leben in Europa Heute in einer Zeit, wo die Abstimmungen über so wichtige Fragen einer Neuregelung der Staatszugehörigkeit einer im eigenen Land ethnischen 2/3 oder 3/4 Bevölkerungsmehrheit möglich geworden sind, daher mein Wunsch, man möge gerade in Süd-Tirol wenigstens einmal in 100 Jahren die Bevölkerung in einem Referendum danach fragen, ob man noch die Selbstbestimmung will oder ob man mit dem status quo zufrieden ist, als angebracht und historisch gesehen gerecht. Ist das zu viel von Italien, der EU und der Welt verlangt? Diesen Wunsch haben die Süd-Tiroler unmissverständlich 1918, Petition an US-Präsident Wilson, 1945/46 Petition an österr. BK Figl, 2006 Petition der süd-Tiroler Gemeinden an den österr. Nationalrat in Wien klar und deutlich für alle in der Welt zum Ausdruck gebracht. Die Europäische Union will gerne eine hochentwickelte Demokratische Union freier Völker werden, was sie Gott lob zum grossen Teil schon ist. Mehr Demokratie wagen, bedeutet mehr Chancen für freie ethnische politische und wirtschaftliche Entwicklung für alle. Die 1945 gegründete SVP, die Sammelpartei der Süd-Tiroler forderte von Anfang an die Rückkehr des Landes Tirol südlich des Brenners zu Österreich, bzw. als das aufgrund des diplomatischen Diktats nicht möglich war, eine weitreichende Autonomie des Landes. Meines Wissens hat die SVP aktiv die Petition von 1946 an Österreich unterstützt, wo eindeutig Selbstbestimmung und Rückkehr zum Vaterland Österreich gefordert wurde. Diese Petition haben damals über 156.600 Menschen hier, d.h. fast 100% der Süd-Tiroler Wähler unterschrieben. Die weitere Geschichte der von Italien im Gruber - de Gasperi versprochenenen Autonomie für das Land ist weitgehend bekannt. Sie wäre in dieses Land ohne Leid- und Blutopfer der Südtiroler in den 50-er und 60er Jahre nie gekommen. Der Staat Italien hat niemals etwas aus freien Stücken diesem kleinen Land in Autonomiefragen zugestanden, ganz im Gegenteil. Der Süd-Tiroler Widerstand, die kluge und weitblickende Politik der SVP und die diplomatischen unermüdlichen Bemühungen des österreichischen Vaterlandes haben letztenendes dazu geführt, dass Heute die AP Bozen eine Autonomie hat, die diesen Namen auch verdient. Dem Land Süd-Tirol geht es Heute gut, aber das verdanken die Süd-Tiroler nur sich selbst, dem eigenen Fleiss und der guten Politik der Landesregierung. Wenn das jetzt auch so in Italien gesehen wird, das kann uns nur alle freuen, aber man belügt sich dort selbst, wenn man glauben würde, der Staat Italien hätte wesentlich etwas dazu beigetragen. In meinen Augen liegt dieser Beitrag nur darin, dass es sich in Rom immer wieder eine menschliche, pragmatische und vernünftige politische Linie in Süd-Tirol Fragen durchgesetzt hat. Ich nehme die EU beim Wort, wenn es um die Selbstbestimmung in Europa geht. Man darf nicht selbst reihenweise Völker und Länder in Europa zu dieser aktiv ermutigen, aber wenn sich die Süd-Tiroler, Schotten, Katalanen, Basken, Korsen auch zu Wort melden, dann sagt man, in dem Fall aber noch nicht. Die Menschenrechte sind unteilbar und gelten für alle Völker dieser Welt. Ich bin der Meinung, wenn es hier einmal oportun und wünschenswert wäre, einen neuen politischen Anfang in Süd-Tirol zu wagen. Die Selbstbestimmung darf nur unter den Voraussetzungen stattfinden, dass die Süd-Tiroler zuerst diese Freiheit von Rom zugestanden bekommen, die hier lebenden Italiener keineswegs das Gefühl bekommen sollten, sie würden einen Nachteil daraus beziehen und alle Tiroler müssten endlich das Gefühl einer klaren Perspektive der Verwirklichung der Einheit Tirols bekommen. Ich habe schon öfters in meinen Beiträgen in diesem Forum geschrieben, dass der italienische Beitag in diesem Land sehr wertvoll und für mich unverzichtbar ist. Ich persönlich kann aber gerne auf die faschistischen Gespenster und ihre Relikte verzichten. Die meisten Italiener denken aber ganz anders. Ich bin dafür, dass man in diesem Land nach einer gelungenen Selbstbestimmung einen Neuanfang wagt, wo man sich nicht mehr gegenseitig blockiert und misstraut. Ich spreche mich persönlich für ein Land Süd-Tirol ohne Disagio und Sprachgruppentrennung aus, das eine zivilisatorische Brückenfunktion zwischen dem teutonischen Norden und dem romanischen Süden in Europa übernimmt. Schon einmal hat es in der Geschichte das Heilige Römische Reich deutscher Nation in diesem grösseren Raum gegeben, ohne dem unsere gemeinsame Heimat Europa, wie es Heute ist, unvorstellbar gewesen wäre. In Süd-Tirol braucht niemand die Angst vor Tirol und Österreich haben, da dort die Menschen die Italiener und die italienische Kultur lieben. Dieses kleine Land und Volk versucht in Süd-Tirol seine seit vielen Jahrhunderten vorhandene historische, ethnische und zivilisatorische Kontinuität zu wahren. Seit 1918 bis 2007 ist genug Zeit vergangen, um sich gegenseitig kennengelernt zu haben, aus den Fehlern der Geschichte lernen und etwas neues für die Zukunft wagen, falls die entsprechenden Gremien in der Hohen Politik das auch einmal so wollen werden. Das Vaterland Österreich war und ist der Meinung, dass nur das beste für die Landsleute in Tirol südlich des Brenners gut genug für sie ist. Aus einem permanenten, lebendigen Austausch der Kulturen könnten alle Sprachgruppen einen neuen ungeheuer grossen Nutzen ziehen, wenn man einmal in Italien überhaupt es zulassen würde, dass eine Tiroler Einheit möglich wäre. Ein geeintes Land Tirol könnte man schon bald unter einer doppelten Souverenität schaffen, d.h. ein Tiroler Landtag mit Gesetzgebung auf der lokalen Ebene, nur eine Landesregierung, ein Landeshauptman mit zwei Stellvertretern in Innsbruck und Bozen. eine Exekutive und eine Judikative. Würde diese Tiroler Einheit einmal so praktikabel sein und würde sich Italien darauf überhaupt einlasen wollen, dann wäre auch eine entsprechende Regelung mit Veto-Recht Regelungen für alle Parteien möglich, damit niemand glauben müsste, Italien hätte in Alto Adige gar nichts mehr zu sagen. Die Staatsgrenzen verschwinden immer mehr, und mehr Demokratie wagen bedeutet für mich mehr Chancen für alle in diesem Land zu schaffen. Wenn wir schon in einem geografischen Raum leben, dann nutzen wir doch unsere Potentiale, jede Seite auf ihre Weise und zusammen ergibt das etwas neues, womit wir die ganze Welt in Respekt und Bewunderung versetzen. Jeder Mensch müsste daran denken, dass er oder sie etwas bleibendes in dieser Welt hinterlassen sollte und sie besser und humaner zurücklassen müsste, als man sie betreten hat. In Süd-Tirol heisst es für mich ein klares "Ja " zur Selbstbestimmung, ohne die italienischen Bürger oder den Staat damit zu überfordern. Ein neues Land Süd-Tirol hätte sich diesen politischen Neuanfang dringend verdient, damit die Geschichte dieses so wunderschönen Landes mit seiner tragischen Teilung nicht mehr die Zukunft für uns alle trübt, das heisst aber, dass man auch als Italiener eine mögliche Alternative der Selbstbestimmung in der AP Bozen zum jetzigen status quo zulässt, sie nicht behindert, sich selbst und eigenen Standpunkt in diese Debate und weitere politische Entwicklung einbringt. Ich bin sicher, dass der richtige Zeitpunkt auch dafür einmal in Süd-Tirol kommen wird und noch eines möchte ich erwähnen, wenn ein Teilnehmer in diesem Forum meint, wie gut, dass die geforderte Selbstbestimmung nur auf Süd-Tirol begrenzt ist und niemand nach einem Seezugang verlangen würde. Das ist Idiotie, die Selbstbestimmung in Süd-Tirol hat nur eine ethnische Begründung und die ist ausschliesslich auf die AP Bozen beschränkt, wo eine demokratisch legitimierte Mehrheit sich einmal dafür finden könnte. In der alten k.u.k. österreichischen Zeit haben die Italiener und Österreicher wunderbar Seite an Seite gelebt und beide haben von einander meistens nur profitiert. Dies ist Heute auch in der EU möglich aber in einem geeinten Land Tirol unter der Schirmherrschaft von Österreich und Italien würde man noch mehr Nutzen aus einer gegenseitigen zivilisatorich befruchtenden Nachbarschaft ziehen, wenn der politische Wille einmal dazu lokal und in den Hauptstädten beider Länder vorhanden sein sollte.
05.07.2007
Kristof Heitmann, Eutin (Schleswig-Holstein/D)
@ Anton: Nach diesem Beitrag werde ich es unterlassen, sie in Zukunft persönlich anzusprechen (Ausnahame: nicht korrekte Behauptungen). Sicher überrascht es sie, aber auch ich lege nicht gerade besonders viel Wert darauf, mit ihnen zu diskutieren! Ich finde ihre Reaktionen wirklich erschreckend. Wenn ich beispielsweise klarstelle, dass sie hier mit Begriffen um sich werfen, von denen sie anscheinend keine Ahnung haben, wird mir als überzeugtem Linken und Antifaschisten vorgeworfen, ein Anhänger von Neonazi-Ideologien zu sein. Ich bin nämlich ein überzeugter Demokrat, und dabei bleibt es. Ich finde es auch unerhört, trotz dagegen eingereichter Organklage auf die Beobachtung von 'DIE LINKE.' durch den deutschen Verfassungsschutz hinzuweisen. Auch halten sie sich wohl für einen ganz Tollen und meinen, ihre Meinung wäre die einzig richtige. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass die Leute von ihren unstrukturierten 1000-und-mehr-Wörter-Beiträgen eher genervt sind und gar nicht die Zeit haben, sich diese durchzulesen. Ich würde es begrüßen, wenn sie mich als Antwort auf diesen Beitrag nicht wieder mit einer Rambo-Antwort bombardieren würden. Ich habe eine eigene Meinung!
05.07.2007
E.Ekat, München
Das wird mir wohl ewig ein Rätsel bleiben, wie jemand aus fast 100 Jahren Geschichte nichts zu lernen bereit ist. Mit Appellen und noch so schwülstigen Worten ist nichts zu erreichen, es riecht eher nach einer Beschwörung. Vielleicht dienen die hehren Worte ja auch garnicht dem Ziel, etwas erreichen zu wollen? Ich zitiere: >>“Die Tiroler in Süd Nord oder Ost können dieses Ziel der Landeseinheit erreichen, auch wenn das lang dauern könnte und nicht einfach sein wird, daher wir alle müssen uns einmal der Klärung zuerst dieser Frage stellen, ob alles bleibt so wie es jetzt ist, bei der AP Bozen in Italien, oder ob es wieder ein vereintes, bzw. unter der Schirmherrschaft von Österreich und Italien geeintes Land Tirol in Europa nach dem demokratisch legitimieren Wunsch der Bevölkerung in Europa freier Völker unserer Zeit geben sollte.<<<“ Zitatende. Ja das scheint mir tatsächlich der Kern der Sache zu sein. Die Abklärung, wo es überhaupt hingehen soll. Eine Selbstsändigkeit Südtirols ist dabei laut Anton keine Option mehr. Diese Möglichkeit wird nicht verfolgt. Es soll entweder alles so bleiben wie es ist, oder aber ein Groß-Tirol soll entstehen, unter österreichischer Abtretung der zu Österreich gehörenden Teile Nord- und Ost-Tirols. Man muß kein Prophet sein, um zu erkennen, daß daraus nichts werden kann. Zur nicht vorhandenen Mehrheit in Südtirol sehe ich vor allem überhaupt keine Regung der österreichischen Tiroler, sich in eine Abstimmung begeben zu wollen, um sich aus Österreich zu lösen. Ganz zu schweigen von der Art und Weise, wie die EU dabei reagieren müßte. Grundsätzlich: Wer nach Freiheit ruft, macht diese nicht abhängig davon, daß sich andere bewegen müssen. Das wäre dann wohl eher eine konditionierte Freiheit. Schimpft weiter auf die Italiener und deren faschistische Parteien, träumt von vermeintlichen Beispielen in Kosovo, oder einem sich loslösenden Schottland, während gerade der erste Schotte, Gordon Brown, als Premierminister von Groß Britannien vereidigt wurde. Man kann ja froh sein, Anton, daß Sie nicht auch noch die Forderung nach einem Meerzugang zur Bedingung machen wollen. Politik ist die Kunst des Möglichen. Dabei darf man Visionen haben. Aber diese dürfen nicht zur eigenen Unbeweglichkeit führen. Sonst kommt die Frage auf, ob die Vorteile der eigenen Unbeweglichkeit nicht doch zu bequem wurden. Die Südtiroler haben hervorragendes geleistet beim Aufbau ihres Landes. Die Frage ist, ob man sich begnügt damit, dies zu sichern, oder aber, ob man sich in eine Strategie der Weiterentwicklung begibt. Es ist für die eigene Glaubwürdigkeit jedenfalls schlecht, die Einforderung von Selbstbestimmungsrecht als festen Bestandteil des eigenen Selbstverständnisses zu etablieren, ohne dieses Selbstbestimmungsrecht tatsächlich verwirklichen zu wollen. Dies herauszuarbeiten war das Anliegen von Cossiga. Dieser Eindruck entsteht jedenfalls sowohl in Italien, als auch in der eigenen, der Südtiroler Bevölkerung. Der Ruf wird lauter, nun auch etwas zu unternehmen, eine Abstimmung anzustreben. Da jetzt den Sargdeckel draufzulegen, wonach sich die Nord- und Osttiroler ebenfalls bekennen müssen, und zwar zu einem Gesamt-Tirol, und nur diese Lösung wäre akzeptiert, dies bedeutete, eine Lösung auf den St. Nimmerleinstag verschieben zu wollen. Also dann von jetztan hier: der Kampf der Südtiroler, daß die Nord- und Osttiroler ihr Selbstbestimmungsrecht in Anspruch nehmen. Ihr lieben Leut... Gut, daß dies niemand mitbekommt.
04.07.2007
Anton, St. Jakob
In Italien entsteht möglicherweise bald eine neue neofaschistische Partei. Ein Spitzenpolitiker der Alleanza Nationale F. Storace will aus dieser Partei austreten und eine neue faschistische Bewegung gründen, da ihm AN nicht recht und national genug zu sein scheint. Storace will den Interessen und Zielen der Neofaschisten in Italien neuen Schwung verleihen und dieses Lager konsolidieren um seine "Schlagkraft" in Italien erhöhen, damit ein "Neubeginn" in diesem Lande zwischen Palermo und Trient möglich wird. Was das in der politischen Realität hier heissen würde, daran können sich vor allem die älteren Süd-Tiroler noch gut erinnern, auch aus der Zeit der "Carta bianca" in Süd-Tirol der 1960er Jahre, als alle Patrioten in einem "Freibrief" des Staates bei Verfolgung der "separatistischen Aktivitäten" für vogelfrei erklärt worden sind. Diese neue rechtextreme Gruppierung sollte "Alternativa Soziale" heissen und der Partei der Duce-Enkelin Allesandra Musolini Konkurrenz machen. Man kann sich leicht ausmalen, was das für die Interessen Süd-Tirols bei entsprechender Gelegenheit bedeuten würde, wenn es jetzt zur Spaltung der AN kommt und mehrere faschistische Parteien wieder einmal ein Zünglein an der Wage sein werden, wenn es, wie so oft in Italien um die Frage gehen sollte, wer welche Partei an die Hebel der Macht in Rom setzt. Umso wichtiger wird dann hoffenntlich die Schutzmachtfunktion des Vaterlandes Österreich für Süd-Tirol sein, die schon bald vom österreichischen Nationalrat in Wien von einer Verfassungsmehrheit, in diesem Fall fast einstimmig für alle Zukunft beschlossen wird. Somit wird diese Staatsaufgabe jede künftige Regierung in Wien berücksichtigen müssen und die Interessen Süd-Tirols rücken damit naturgemäss vom Rand der Wahrnehmung des Staates ins Zentrum der politischen und medialen Öffentlichkeit in Österreich, aber auch die Süd-Tiroler selbst müssten dann verstärkt politisch und medial aktiv werden, um Österreich noch mehr als Heute für ihre Interessen zu sensibilisieren. Die Erwähnung der Schutzmachtfunktion für Süd-Tirol in der neuen österreichischen Bundesverfasung ist für die Menschen in der Autonomen Region Bozen ein weiterer Beweis der Vaterlandsliebe und Treue der Österreicher für ihre Lansleute südlich des Brenners. Das wird man hier brauchen und auch wenn wieder einmal die Lage in Rom instabil und unberechenbar sein sollte, wird das Land Süd-Tirol auf sein Vaterland noch mehr als Heute zählen können. Damit eröffnen sich für mich sogar neue Perspektiven für die Selbstbestimmung Süd-Tirols, die einmal auch hier Dank Europa mit allen Integrations- und Einigungsprozessen Einzug halten wird. Das Unrecht der Tiroler Teilung von 1918/19 verjährt nicht. Die Tiroler in allen Teilen ihrer geteilten Heimat wollen nach Bekundungen der politischen Parteien in ihren Parteiprogrammen und nach der herrschenden Volksmeinung die Einheit Tirols immer noch und gerade in diesen Jahren kurz vor dem 200. Jahrestag der Tiroler Erhebung unter der Führung des gemeinsamen Tiroler Landesvaters Andreas Hofer für Selbstbestimmung und gegen die Fremdherrschaft von 1809 stellt sich diese Frage allen Patrioten in Tirol und Österreich erneut mehr denn je. Die Tiroler in Süd Nord oder Ost können dieses Ziel der Landeseinheit erreichen, auch wenn das lang dauern könnte und nicht einfach sein wird, daher wir alle müssen uns einmal der Klärung zuerst dieser Frage stellen, ob alles bleibt so wie es jetzt ist, bei der AP Bozen in Italien, oder ob es wieder ein vereintes, bzw. unter der Schirmherrschaft von Österreich und Italien geeintes Land Tirol in Europa nach dem demokratisch legitimieren Wunsch der Bevölkerung in Europa freier Völker unserer Zeit geben sollte. Was die Neofaschisten oder Furza Italia betrifft, einen neuen Marsch auf Rom wird es nie mehr geben. Die Übergriffe solcher Art, wie die des italienischen Faschismus gegen den Selbstbestimmungswillen eines ganzen Volkes bis 1943, genauso wie die der italienischen Staatsmacht in Süd-Tirol der 1960er Jahre wird es in Europa, bzw. der EU nie mehr geben! Vorausgesetzt der politische Kampf um Selbstbestimmung des Landes wird mit friedlichen und demokratischen Mittel vor den Augen der Öffentlichkeit der ganzen EU geführt. Aus der Gescichte der gelungenen Selbstbestimmungen in Europa seit 1989 bis Heute, weiss man ganz genau, dass nur solche eine Chance auf Erfolg haben, die friedlich und demokratisch legitimiert und mit der Unterstützung von anderen demokratischen Kräften auch aus dem Ausland verflaufen. Vor Provokationen ist man aber nie sicher, daher muss man immer bei solchen Anlässen mit einem Adlerauge darauf schauen, wer u.U. dabei dahinter steckt, um wohl die Idee der Selbstbestimmung zu diskreditieren, verleumden oder in die Irre zu führen. Daher "I bravi ragazzi della valle aurina" würden wohl diesmal aus einem anderen Tal kommen können. I bravi ragazzi della valle "safira" haben schon einmal das ganz deutlich nicht nur Ende der 60er Jahre bewiesen und Dank "Carta bianca" sind sie ungeschorren davon gekommen. Ich nehme an, dass sich diese Situation vor mehr als 30 Jahren in der Europäische Union niemals mehr wiederholen wird, da es in unserer Zeit der neuen Medien fast unmöglich geworden ist etwas ganz zu verschleiern und sich der Verfolgung durch europäische Institutionen zu entziehen, auch wenn man es damit in Italien noch nie so ernst genommen hat, EU wird schon dafür sorgen, dass das Recht Recht bleibt. Unter anderen Vorzeichen hat Europa und Nato gerade diese moralische Festigkeit und Entschlossenheit in den 1990er Jahren bis 2007 nicht nur einem bedrängten Volk in Ex-Jugoslawien unter Beweis gestellt und das mit Erfolg, auch wenn die Kosovo-Frage noch nicht endgültig geregelt ist. Mit der Schutzmachtfunktion des Vaterlandes Österreich für Süd-Tirol wird die Selbstbestimmung um vieles einfacher sein und dami wird sich hoffentlich bald ein neues Kapitel der tiroler und damit der österreichischen Geschichte auftun. Die edle und gerechte Idee der Selbstbestimmung in Tirol südlich des Brenners muss nicht zwangsläufig nur ein Wunschdenken in Zukunft bleiben. Einen Weg dorthin gibt es immer, solange ein Wille noch da ist und diesen können wir alle in allen Teilen der Heimat nur gemeinsam gehen. Glück auf für alle, die diesen Weg gemeinsam in Tirol in Süd, Nord, Ost und im Rest der österreichischen Heimat gehen wollen! Am Ende dieses Weges darf es nur eine Lösung der Selbstbestimmungfrage in Süd-Tirol geben und zwar eine mit der alle Tiroler leben werden können und die von beiden Staaten Österreich und Italien akzeptiert wird.
04.07.2007
Anton, St. Jakob
Also, der Teilnehmer aus Eutin in Deutschland ist nicht nur ein selbsternannter "Parteisprecher" der Partei "Die Linke", sondern auch ein Fachmann auf dem Gebiet der Verleumdung und Ehrenabschneiderei. Ich würde an seiner Stelle nicht immerwieder mit dem Dreck in verschiedenen Internetforen herumschleudern, da man im Zweifelsfall den Absender finden kann, da jeder PC auch an eine Leitung angeschlossen ist, die eine Adresse hat. Sein in diesem Forum deponierte Versuch den Westösterreichern die Zugehörigkeit zum Vaterland streitig zu machen und das angebliche, aus dem Zusammenhang gerissene Zitat von R. Messner zum Thema des mangelhaften Österreich-Patriotismus in Süd-Tirol werte ich persönlich als deutschnational, auch wenn er bis vor kurzem vorgab, im Namen der Partei "Die Linke" aus Deutschland zu schreiben. Ich habe die Person, die unter dem Namen Kristof Heitmann aus Eutin schreibt, in einem an ihn vor einiger Zeit gerichteten Beitrag gebeten, meinen Wunsch zu respektieren, dass ich nicht persönlich von dieser Person angesprochen werden will, oder Meinungen über diverse Themen in diesem Forum austauschen möchte. Da dieser Wunsch nicht respektiert wird, ist das für mich nun ein eindeutiger Hinweis auf den Charakter dieser Person, die ich trotzdem nochmals bitten möchte, es zu unterlassen, in Zukunft mich persönlich in irgendeiner Form anzusprechen. War das Deutsch genug?
04.07.2007
laager, laag
wir wollen nicht von einem uns fremden staat regiertwerden..die italienisierung einer deutschsprachigen region istund bleibt ein unrecht. freiheit für unser volk,ja zur selbstbestimmung, ja zum grundrechteines volkes
04.07.2007
Kristof Heitmann, Eutin (Schleswig-Holstein/Deutschland)
Wie bitte?!?!?!?! Du meine Güte!!! Anton, Anton!!! Das, was sie da von sich geben, klingt nun wirklich eher wirr als logisch! Ich habe nie auch nur im allergeringsten bezweifelt, dass die Eigenstaatlichkeit Österreichs rechtmäßig ist! Ich habe sie lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass sie da mit Begriffen um sich werfen, die nun wirklich überhaupt nicht logisch klingen. Schlielich haben sie ja behauptet, dass man deutschnational sein muss, um für die Selbstbestimmung Südtirols zu sein! Dass das nun wirklich Quatsch ist, wissen außer einigen wenigen Extremisten nun wirklich alle. Zu ihren nicht korrekten Äußerungen zur Partei 'Die LINKE.' möchte ich mich aus nicht äußern.
02.07.2007
E.Ekat, München
@Anton, die verheerende Wirkung des Nationalsozialismus wird niemand in Zweifel ziehen. Deren Wirken hat die Teilung Tirols vertieft. Aus der Option ging die Vorgänger- Organisation der SVP hervor, jener damaligen Minderheit, die sich zum Bleiben in Südtirol entschloß. Eine wahrlich schlimme Zeit, welche die Bevölkerung in Südtirol durchmachte. Immer noch fehlt eine Abstimmung in der Bevölkerung über die nationale Konstitution der Südtiroler. Man wird diese nicht verhindern können, zumal die Italiener sich nach Cossigas Vorstoß dazu gefügiger zu geben scheinen. Damit kommen wir langsam zum eigentlichen Thema. Wie würde die Mehrheit in einer Abstimmung ausfallen, zu der auch die italienisch-sprachigen Bewohner Südtirols eine Stimmberechtigung erworben haben ? Wie wird sich das wirtschaftliche Wohlergehen auswirken, das sich die Südtiroler unter der sich ertrotzten Autonomie erworben haben ? Hat dies zu einem eigenen Selbstbewußtsein geführt, sodaß die Überwindung der Trennung von Österreich auch durch eine eigenständige Staatenlösung denkbar wird ? Das heutige Dach heißt Europa. Die Grenzen sind gefallen. Die Trennung durch das Gebirge, die wird blieben. Die Frage ist also: wie wird sich die Bevölkerung entscheiden ? Wird sie zurück schauen, oder wird sie nach vorne blicken ? Ich weiß es nicht. Ich wäre hier gerne Teilnehmer einer Diskussion darüber, wo die Vor- Und Nachteile der einen, oder anderen Lösung liegen könnten, und wie man auf die eine, oder die andere Lösung hinarbeiten kann. Das scheint nicht möglich zu sein, ein schlechtes Zeichen. Sie bevorzugen den Blick zurück, sowie die Verteidigung dieser Blickrichtung. Ich bin im Zweifel, ob die Zukunft Südtirols in seiner Vergangenheit liegen kann. Meiner Ansicht nach liegt diese eher in der Überwindung dieser Vergangenheit und der Zurkenntnisnahme der erstaunlichen Entwicklung, die Südtirol in den letzten 20 Jahren genommen hat. Ein eigenständiges Südtirol ist aus meiner Sicht ein starkes Bekenntnis zu Südtirol. Es ist das stärkste Bekenntnis, das es überhaupt geben kann. Man sollte nicht Südtirol sagen, wenn man etwas anderes meint.
30.06.2007
Anton, St. Jakob
Wenn man in diesem Forum vorgibt ein Teilnehmer aus Schleswig Holstein und aus der BRD zu sein, und ein Problem als Deutscher mit dem Begriff der österreichischen Nation hat, sei es in Süd-Tirol oder im Vaterland Österreich, dann befindet man sicht weltanschaulich meistens am anderen, entgegengesetzten Ende des politischen Spektrums in Deutschland und im Rest der Welt. Unlängst habe ich den Nazi-Spruch gehört, "Eins, zwei, drei und die Ostmark (Österreich) ist dabei aud das kleine Stachelschwein (Schweiz) nehmen wir beim Rückzug ein." Der deutsche Verfassungsschutz hat übrigens vor einigen Jahren die Linke/PDS als eine linksextreme politische Bewegung, genauso wie die Neonazis und ihre Tarnorganisationen eingestuft. Man kann die Aussenwelt nicht an der Nase herumführen, auch wenn man wie ein Chamäleon, um zu täuschen die Farbe wechselt. Gerade der Nationalsozialismus des III. Reiches hat auf die Idee der Selbstbestimmung Süd-Tirols eine verheerende Wirkung gehabt. Der Führer hat dem Duce ein Land, das ihm nie gehörte "geschenkt" und die von Reich ausgegangene sog. "Option" der Bevölkerung bis 1943 hat das so plötzlich demokratisch gewordene Italien den Süd-Tiroler zu ihrem Nachteil nach 1945 international ausgelegt und das mit bleibenden Folgen. Damals haben ca 86% der Süd-Tiroler gegen Italien abgestimmt und Rom war bei Friedensverhandlungen 1945/46 der Meinung, dass es in Süd-Tirol nur ca 14% Süd-Tiroler im Sinne der Staatsangehörigkeit überhaupt gibt, also eine klassische Minderheit. Es war das neue demokratische, kaum aus den Ruinen des Nazi-Krieges wiederaufserstandene Österreich, das sich sofort und ohne zu zögern für die Selbstbestimmung Süd-Tirols einsetzte und dieses Land ist ein gutes Land geblieben, auf die Treue des Vaterlandes können sich die Menschen hier immer verlassen. Der Kommunismus, der National-Sozialismus und der italienische Faschismus aber sind alle auf dem Misthaufen der Geschichte gelanden und dort sie mit ihren Basilisken gut aufgehoben, würde man meinen. In Süd-Tirol weiss man, dass es dem hier leider nicht so ist. Dieses Land ist geradezu ein Refugium für alte und neue faschistische Gespenster aus einer politischen Vergangenheit dieses Staates, den man den Menschen hier gegen ihren Willen mit Gewalt 1918/1919 und 1946 mit diplomatischer Gewalt aufgezwungen hat. Der Mussolini-Tempel in Bozen (1928 von den Schwarzen Hemden "eingeweiht") und die ständigen obszönen Huldigungen vor diesem Denkmal sind Heute ein Schlag ins Gesicht aller Demokraten und eine permanente Provokation der 2/3 Bevölkerungsmehrheit in diesem Land. Ich erinnere da z.B. auch an die "Carta bianca" aus der Mottenkiste des verbrecherischen italienischen Faschismus des italienischen Staates gegen die Süd-Tiroler Bevölkerung aus den 1960-er Jahren. Damals sind ausnahmslos alle Süd-Tiroler bei Verdacht der separatistischen Betätigung im Sinne der Selbstbestimmung von dieser "italienischen Demokratie", kaum 15 Jahre nach der Niederwerfung des Faschismus in diesem Land durch Allierte Mächte, eben von diesem Staat im wahrsten Sinne dieses Wortes für vogelfrei erklärt worden und die Folterknechte in den Gefängnissen in Bozen und anderswo haben damit mit dieser "Carta bianca" aus Rom einen "Freibrief" für alle begangenen Untaten und einen inoffiziellen Schutz vor der Strafverfolgung erhalten und konnten daher ihre unter Duce im Faschismus erlernten "Kenntnisse" nicht nur an verdächtigen Süd-Tiroler Widerstandskämpfern wieder sadistisch "ausleben". Damals waren nicht nur Massenverhaftungen, sondern auch Massenfolter mit vielen Todesopfern an der Tagesordnung in Alto Adige. Ich habe den vollen Wortlaut dieser geheimein, intern-italienischen "Sonderermächtigung" nicht gelesen, aber ich bin überzeugt, dass es sie gegeben hat, dazu in einem Staat der EU der 60-er Jahre (!), da dies von der unabhängigen Historikerseite in Italien so vorgetragen und zugegeben wird. Wenn ein Staat glaubt eine Demokratie zu sein und so mit den Schutzbefohlenen im Westen Europas dazu umgeht, wie die italienische Staatsmacht in Süd-Tirol in den 60er Jahren, dann hat man für alle Zukunft das moralische Recht in der Welt verwirkt in diesem Land einen Herrschaftsanspruch zu stellen, den es hier im völkerrechtlichen Sinne ohnehin nie gegeben hat, da die Süd-Tiroler der Annexion ihres Landes durch Italien nie zugestimmt haben. Im Völkerrecht gibt es leider bis Heute keine "Gewalt", die helfen würde es bei Beanstandungen durchzusetzten, UNO oder EU haben diese Kompetenz nur begrenzt. Ich meine da den moralischen Anspruch, den faktischen Anspruch hat Italien in der Hand seit 1918 und 1946. Die Süd-Tiroler sind nie nach ihrer Meinung zur Frage der staatlichen Zugehörigkeit gefragt worden, obwohl sie danach die Aussenwelt wiederholt angefleht haben und Heute noch das immer tun. Das wird doch einen Grund in dieser italienischen Demokratie haben, warum das bis Heute nicht möglich war. Erst dann, wenn bei entsprechender Gelegenheit in der Zukunft, nach reichlicher Vorbereitung und Überlegung die Süd-Tiroler in einer Wahlkabine vor Gott, den Landsleuten und vor eigenem Gewissen ein "Ja" oder ein "Nein" zur Selbstbestimmung ihres Landes ankreuzen werden können und damit über die eigene Zukunft und die der Kinder und von weiteren Generationen entscheiden werden und wenn diese Wahl frei, gleich, geheim und unbehindert war, erst dann ist für mich die Frage dieser Selbstbestimmung Süd-Tirols nach der Bekanntgabe und Umsetzung des Ergebnisses obsolet geworden. Die Europäische Union hat dem Land politisch in allen Einigungs- und Integrationsprozessen eine neue Perspektive der Selbstbestimmung und der Wiederherstellung der Landeseinheit mit dem Rest des Landes Tirol in Österreich geöffnet, die es ohne wenn und aber in Süd, Ost und Nord-Tirol zu nutzen gilt. Das Vaterland der Süd-Tiroler, Österreich hat nie etwas seinen Bundesländern genommen und wird es auch nie tun, ganz im Gegenteil. Diese Republik garantiert allen seinen Ländern uneingeschränkt, nach dem Vorbild der Schweiz, volle Entfaltungsfreiheit der lokalen Identitäten und der föderalen Souverenität auf der Staats- und Landesebene. Auf die Idee der Süd-Tiroler Selbstbestimmung übertragen heisst es, ein klares "Ja" zur Frage der Selbstbestimmung als politisches Ziel der Zukunft. Sollte diese einmal politisch möglich sein, dann müssten alle Tiroler in Süd, Nord und Ost in den davon betroffenen Landesteilen untereinander demokratisch legitimiert entscheiden, ob sie in einem Bundesland oder in mehreren Ländern leben wollen, oder welche Art der Tiroler Einheit soll es für sie dann geben. Daher es ist kein Widerspruch Tiroler und Österreicher zu sein, ganz im Gegenteil! In der Schweiz ist man Walliser, Genfer, Tessiner, Zürcher und zusammen gehört man der Schweizer Nation an. Österreich verdankt Süd-Tirol nach 1946, dass dieses Land südlich des Brenners, nicht mehr wie vor 1945, eine inneritalienische Angelegenheit geblieben, sondern ein Subjekt des Völkerrechts geworden ist, ausgestattet mit dem Völkerrecht in allen Streitfragen vor der UNO angehört zu werden. Damit hat Österreich das Land Süd-Tirol vor dem endgültigen Untergang gerettet, die Majorisierung durch zügellose Zuwanderung und Verdrängung der Süd-Tiroler in eine klassische Minderheitenposition konnten aber die Menschen in diesem Land südlich des Brenners in den Jahren 1957-1972 selbst verhindern. Seitdem wacht das Varterland Österreich mit einem Bundes- und Tiroler Adlerauge darauf, dass die völkerrechtlich vereinbarten Bestimmungen der Süd-Tiroler Autonmie eingehalten werden, aber es ist sicherlich nicht der göttlichen Wahrheit und der historischen Gerechtigkeit in Süd-Tirol letzter Schluss. Die Geschichte dieses Landes wird gerade in diesen Monaten und Jahren weiter unter anderen Vorzeichen geschrieben werden. Sie reicht bis in die graue Vorzeit hinein, als ein Teil Tirols der römischen Provinz Noricum (Heute Österreich) angehörte, ein anderer Teil der römischen Provinz Raetia, Heute die Schweiz. Diese Unterteilung aus der Römerzeit in Germania, Noricum, Rätien hat es also schon vor ca 2000 Jahren gegeben, alsob diese Grenzen in groben Zügen für die dort lebenden Menschen einen für alle Zeit verbindlichen Charakter aufweisen würden. Die eigenständige Tiroler Geschichte reicht von 1248 bis Heute. Ich erinnere da an Albert III. und seine Nachfolger als "Grafen von Tirol". Im Jahre 1363 vererbte Gräfin Margarethe Maultasch das Land Tirol dem Habsburgherzog Rudolf IV. Im Jahre 1703 wehren die Tiroler Schützen die Bayern und die Franzosen und ihre Versuche der Fremdherrschaft in Tirol für Österreich ab, genauso wie sie das auch 1809 zuerst erfolglos unter Führung von Andreas Hofer gegen die Fremdherrschaft wieder gegen Franzosen, diesmal unter Napoleon, Königreich Italien und Bayern versucht haben. Dieses Blut- und Leidopfer aller Tiroler im Kampf um die Zugehörigkeit ihres Landes zu Österreich war trotzdem nicht vergebens und ist bis Heute ein bleibendes Vermächtnis und ein ewiger patriotischer Auftrag an die kommenden Generationen, auch für die kollektive Erinnerung dieses Volkes, genauso wie der Widerstand der Süd-Tiroler der 1960-er Jahre. Beim Wiener Kongress 1815 erhält Österreich Süd- und Nord-Tirol zurück. Die Geschichte Tirols nach 1918 und die Folgen der Vergewaltigung des Menschenrechtes auf Selbstbestimmung der Tiroler südlich des Brenners sind allen bekannt. Auch wenn Süd-Tirol Heute nicht ein Teil des Österreichischen Staates ist, dennoch es ist und es war schon immer ein unzertrennlicher Teil der österreichischen Volks- und Kulturlandschaft, zu der das Bundesland Tirol aus freien Stücken gehört. Österreich lebt in Süd-Tirol weiter, solange der Name Tirols in diesem Land anzutreffen ist. So gesehen ist das Land Süd-Tirol Alt-Österreich, auch wenn es Heute zum, den Menschen hier fremden Staate Italien gehört. Ich sehe das persönlich ohne jede Einschränkung so, auch das ist für mich Selbstbestimmung, d.h. wenn ich von Süd-Tirol nach Österreich komme, überschreite ich eine Unrechts-Grenze, die unsere tiroler und damit die österreichische Heimat teilt. Bei der Fahrt von von Österreich nach Süd-Tirol komme ich über Brenner eben in Süd-Tirol in Alt-Österreich an. Ich denke da an die Zeilen eines Minnensängers aus Süd-Tirol, Walther von der Vogelweide, der in seiner Dichtkunst zahlreiche Traditionen zu einer Einheit gebracht Hat; Zitat W. v.d. Vogelweide: "Minne entouc nicht eine, Si sol sin gemeine, So gemeine daz si ge Dur zwei herze und dur dekeinez me." (!!!) D.h. frei nach diesem grossen Sohn dieses Landes, nicht die Grenzen, Formel, Überlegungen fremder Mächte und der Welt zählen für uns, sondern einzig und allein die Verbundenheit zweier Herzen, d.h. Süd-Tirols und seines österreichischen Vaterlandes, das für die meisten Süd-Tiroler gleich nach der Brenner-Grenze im Bundesland Tirol beginnt. In diesem Zusammenhang möchte ich noch einige Zeilen von einem anderen Süd-Tiroler Dichter, Josef Leitgeb aus Meran zitieren, wo es um die Heimat, den Gang der Zeit, Wechselspiel der Generationen, usw. geht. Zitat: "Weiss es in mir gleich einem Land im Traume, eh` ich`s betrat, hab ich es gesehen; als ich es sah, war es ein Wiedersehen in einem wunderlichen, spiegeltiefen Raume." Die Entstehung und der Werdegang einer Nation oder einer Volksgruppe, und wie die in Süd-Tirol den grössten Wert auf die Feststellung der eigenen ethnischen Herkunft legt, sind beides dynamische zivilisatorische und historische Prozesse, die man nicht aufhalten kann. Die Süd-Tiroler sind Heute deutschsprachige und ladinische Tiroler und damit Österreicher in Italien, in einem Staat nach dem sie nie gerufen haben und den sie weiterhin mehrheitlich nicht wollen. Die überwiegende Mehrheit des Volkes Süd-Tirols weiss woher sie kommt, wo sie Heute sich befindet und wohin sie auf dem Wege der Selbstbestimmung in der Zukunft in Europa freier Völker gehen will, nämlich in Richtung der Selbstbestimmung und der Tiroler Einheit. Auch oder gerade in Süd-Tirol heisst es, Tirol isch lei oans!
30.06.2007
E.Ekat, München
@ Anton, sie versuchen hier unentwegt, ihre gescheiterten Behauptungen durch einen sich dann anschließenden Wortschwall zu retten. Das Grundgesetz der BRD behandelt die Grundrechte, deswegen heißt (hieß) es auch so. Sämtliche sich daraus ergebenden rechtlichen Folgen werden in nachgeordneten Gesetzen und Verordnungen geregelt. Der Namensschutz einer Partei wird also nicht, Anton, nicht! im Grundgesetz geregelt, wie sie hier zunächst behaupteten. Die Parteien haben im Grundgesetz der BRD eine herausgestellte Bedeutung, (Mitwirkung der Parteien an der politischen Willensbildung) Die dann in den nachfolgenden Parteiengesetzen ausgeführt wird. Der Namensschutz ist davon nicht erfaßt, Anton. Nicht erfaßt. Sie verweisen deswegen jetzt auf das Bürgerliche Gesetzbuch BGB. Es ist gut, daß sie dies nun einsehen. Allerdings ist auch dort nicht sämtliches Recht am Namen geregelt. Namensschutz, sofern es um einen geschützten Namen, also ein Label, ein Brand gehen soll, wird in nochmals anderen Gesetzen geregelt. Sie kennen Deutschland offenbar nicht. Es gibt Gesetze, wonach sie sich einen Namen, einen Namenszug, die Gestaltung eines Namens eintragen und schützen lassen können. Sie hatten hier einen Forumsbesucher angeraunzt, weil er - aus welchen gründen auch immer - einen Parteizusatz hinzugefügt hatte. Ich halte Ihre Entgegnung für kleinlich, aber das ist schließlich Ihre Sache. Darüber hinaus war die rechtliche Begründung, die Sie ihrer Entgegnung zu unterlegen versuchten, schlicht falsch. Wenn Sie dies mal studiert haben sollten, wie sie schreiben, so hätten Sie einen ganz besonders triftigen Grund, mucksmäuschenstill zu sein. Jedenfalls haben sie keinen Grund, darauf auch noch hinzuweisen. Es ist einfach grottenschlecht, was Sie hier bieten. Zurück zur Selbstbestimmung. Wir hatten hier bereits diskutiert, ob Südtirol auf Sportveranstaltungen unter eigener Flagge antreten sollte oder könnte. Sie müssen sich darüber klar sein, daß dies zwar weg von Italien, aber nicht hin zu Österreich führen würde. Südtirol würde dann unter eigener Flagge, aber damit auch gegen Österreich antreten. Ich trete bekanntlich ein für ein selbstständiges Südtirol, und plädiere für jede Möglichkeit, ein selbstständiges Südtirol an das Bewußtsein der Südtiroler heranzuführen. Lassen sie uns beide kurzzeitig darüber freuen, daß wir hier mal einer Meinung zu sein scheinen.
29.06.2007
Elli, Gratsch
...und ich sage es nochmal: TIROL GEHÖRT ZUSAMMEN
29.06.2007
Kristof Heitmann, Eutin (Schleswig-Holstein/Deutschland)
@Anton: Die Behauptung, dass Südtirol 700 Jahre lang zu Österreich gehörte, ist schlichtweg falsch. Es sind 556 Jahre (1363-1919). Zu 'DIE LINKE.': Um sich für das Selbstbestimmungsrecht Südtirols zu engagieren, ist von den sonstigen politischen Ansichten unabhängig (Ausnahme: Die Neofaschisten und Nationalisten Italiens) Man muss dafür nun wirklich nicht deutschnational sein, im Gegenteil, Sie widersprechen sich selber. Oder sind Sie wie Sie es mit diesem Begriff ausdrücken, wirklich der Meinung, dass Tirol zu Deutschland gehören sollte.
29.06.2007
Anton, St. Jakob
Zum Thema der Selbstbestimmung: Ich habe Heute gelesen, dass die olympischen Spiele in London 2012 die letzten sein sollten, die ein heutiger Bestandteil des U.K. und G.B., Schottland noch unter britischer Fahne bestreiten will. Nach dem Willen des jetzige schottischen Premierministers Alex Salmond von SNP sollte dieses Land in Zukunft in Absprache mit IOK bei künftigen olympischen Spielen eine eigene Nationalmannschaft in allen Sportarten unter der schottischen Fahne aufstellen dürfen. Dieses Land hat bereits in vielen Sportarten, u.a. Fussball, eine eigene nationale schottische Mannschaft, die unter der Flagge Schottlands auftritt. Das was für Schotten Fussball ist, das ist für die Süd-Tiroler Wintersport. Ich galaube, die Süd-Tiroler würden am liebsten unter einer Süd-Tiroler Fahne an sportlichen Wettbewerben teilnehmen wollen und wenn man sich schon selbst nicht als ein Teil Italiens betrachtet, wäre eine baldige Gründung einer eigenen Süd-Tiroler Mannschaft mit eigener Fahne angebracht. Damit wäre eine andere wichtige Stufe auf dem Weg der Selbstbestimmung für Süd-Tirol erklommen aber über die allerletzte politisch mögliche Form der Landeseinheit der Tiroler in allen Teilen der geteilten Heimat würde man zum gegebenen Zeitpunkt in gebotener Form entscheiden, falls sich diese Frage einmal stellen sollte und falls dies einmal von der Landespolitik in Bozen als oportun und praktikabel betrachtet wird. Das Beispiel der schottischen Selbstbestimmung zeigt deutlich, dass sie auch in der EU von Heute und Morgen möglich ist, und Schottland genauso wie Süd-Tirol sind beides Länder, die die meisten Fortschritte auf diesem Wege bisjetzt in West-Europa erreicht haben. Diesen Weg könnte man in Süd-Tirol auch im Bereich der Selbstbestimmung in Sport ausbauen.
29.06.2007
Anton, St. Jakob
Für alle, die es noch nicht verstanden haben oder es nicht verstehen wollen. Die oberste Quelle der Rechtsprechung in der BRD ist Das Grundgesetz von 1949. Davon leiten sich alle anderen Rechtsnormen dieses Staates und dem untergeordnet ist das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch), das klar auch in § 12 des BGB den zivilrechtlichen Schutz des Namensrechtes regelt. Der Namenschutz dieser Rechtvorschrift erstreckt sich zwingend auf alle juristischen Körperschaften und Personen. Die politischen Parteien geniessen in diesem Sinne einen besonderen Verfassungschutz, damit jede Partei alleine für sich sprechen und politisch arbeiten kann, ohne verwechselt zu werden. Im Grundgesetz der BRD wird Meinungs- und Informationsfreiheit garantiert und hochgehalten, es wir aber an gleicher Stelle vor dem Missbrauch dieses Grundrechtes gewarnt. Eine Übertretung liegt vor, wen jemand unautorisiert öffentlich, dazu gehören ja Internetforen, den offiziellen Parteinamen in solcher Weise gebraucht, die den Eindruck erzeugt, dass es sich bei dieser Person um einen Amtsträger dieser Partei handelt. Ich habe die Frage aufgeworfen, dass ich nicht überzeugt bin, dass ein Forumteilnehmer aus Scleswig-Holstein im Namen der Partei "Der Linken" schreiben darf, eine Gegendarstellung ist nicht erfolgt. Alle Gesetze der BRD sind dem Grundgesetz untergeordnet. Ich bleibe bei meinem Leisten, da ich das studiert habe und meine Diss. u.a. zur Rechtsordnung der BRD erfolgreich abgeschlossen habe, ich kenne mich daher aufgrund meiner Ausbildung in dieser Materie einigermassen gut aus, auch wenn ich kein Dr. der Juristerei bin. Daher möchte ich den vollen Wortlaut des, vom Grundgesetz abgeleiteten, oder von GG geschützten oder begründeten § 12 des BGB zitieren: § 12 Namensrecht "Wird das Recht zum Gebrauch eines Namens dem Berechtigten von einem anderen bestritten oder wird das Interesse des Berechtigten dadurch verletzt, dass ein anderer unbefugt den gleichen Namen gebraucht, so kann der Berechtigte von dem anderen Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Sind weitere Beeinträchtigungen zu besorgen, so kann er auf Unterlassung klagen." Ende des Zitats. In diesem Zusammenhang würde es heissen, falls man nicht das Amt eines Parteisprechers ausübt, darf man nicht ungestraft in Namen einer Partei öffentlich auftreten, es sei denn man wird dazu ausdrücklich dazu ermächtigt. Ich fühle mich nicht berufen den Namen der Partei "Der Linken" vor Missbrauch zu schützen, es geht mit nur darum, dass jede Partei als solche das von der Verfassung ( in der BRD das Grundgesetz ) garantierte Recht hat, durch nur von ihr ernannte Personen öffentliche Äusserungen zu treffen. War das genug der Klarstellung, oder nimmt man es nicht so genau damit in Germania oder Italia? Dem kann abgeholfen werden, falls die Partei "Die Linke" sich selbst um den Schutz ihres Namens kümmern will. Bitte nicht bewusst vom Thema ablenken, das hier "Selbstbestimmung" für Süd-Tirol heisst und andauernd von einer bestimmten Seite vernebelt wird.
28.06.2007
fritz, kufstein
die längst überfällige selbstbestimmungsrecht wird stattfinden, da bin ich mir ganz sicher! für ein wiedervereintes tirol! was zusammen gehört kann man nicht für immer trennen
28.06.2007
E.Ekat, München
Ich habe selten so einen Blödsinn gelesen, Anton. "Anmaßung der Ausübung eines Parteisprechers", und ihre befremdlichen Versuche, dies im Grundgesetz der BRD geregelt zu sehen. Sie sollten sich beschränken auf Sachzusammenhänge, von dem sie wirklich sicher sind, etwas zu verstehen. Die generelle Bedeutung einer Verfassung, in diesem Falle also das Grundgesetz der BRD, und was in einer Verfassung alles geregelt wird, das gehört nicht dazu. Das wissen wir nun. Schuster, bleibe bei Deinen Leisten.
28.06.2007
Anton, St. Jakob
Zur Frage der Pflichten, die sich für jeden Bürger und Bürgerin der Bundesrepublik Deutschland, sowie für alle mündigen Personen fremder Staatszugehörigkeit, die sich im Geltungsbereich des Grundgesetzes befristet uder unbefristet aufhalten, aus diesem obersten Rechtsakt der Bundesrepublik Deutschland ergeben und in ihren Handlungen den Bestimmungen des Grundgesetzes und der allgemeinen Rechtsordnung dieses Staates zwingend unterliegen: Qelle: Grundgesetz für die BRD, auch für Internetleser nachzuprüfen unter: www.datenschutz-berlin.de/recht/de Zitat aus dem GG der BRD: I.Die Grundrechte, Artikel1 Menschenwürde; Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt, Abs.3: Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht. Artikel 2: Allgemeine Handlungsfreiheit; Freiheit der Person Abs.1: Jeder hat das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmässige Ordnung oder das Sittengesetz verstösst. Artikel 5 Abs.1: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schift und Bild frei zu äussern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung (...) werden gewährleitet. Eine Zensur findet nicht statt. Abs.2: Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen. Art.20. Abs.3: Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmässige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. Ende des Zitats aus dem GG der BRD. Interessant könnte noch u.U. Artikel 18 und 21 Abs.2 und 3 sein, und zwar im Zusammenhang einer eventuell vorliegenden Anmassung der Ausübung eines Amtes eines Parteisprechers. In meinem letzten Beitrag habe ich die Frage aufgeworfen, ob sich bei der Meinung des Forumteilnehmers aus Schleswig-Holstein in irgendeiner Form um einen Sprecher der Partei "Die Linke" handelt, da er wiederholt neben seinem Namen die durch Grundgesetz und andere Rechtsvorschriften der BRD geschützte Bezeichnung dieser im deutschen Bundestag vertretenen Partei verwendet hat. Wer jemand glaubt, öffentlich in Internetforen, die den Bestimmungen, auch der virtuellen Versammlungsfreiheit im europäischen Recht unterliegen, unautorisiert die Meinung dieser Partei "Der Linken" zu vertreten, der muss sich über die Konsequenzen solcher Handlung bewusst sein, es sei denn man ist von dieser Partei dazu ermächtigt in ihrem Namen zu schreiben. Eine Antwort darauf, ob sich bei der Person Kristof Heitmann aus Schleswig-Holstein um einen Sprecher der Partei "Die Linke" handelt, ist mir aus diesem Forum nicht bekannt, ich möchte aber auch sicherlich nicht dieser Frage übertrieben nachgehen. Über die politische Arbeit und Programmatik der Partei "Die Linke/PDS" kann man sich bei Bedarf unter: www.linksfraktion.de informieren. Ich halte das für eine notwendige Klarstellung, damit niemand unwidersprochen in Namen einer politischen Bewegung spricht, ohne von "Der Linken", oder einer anderen Partei autorisiert zu sein. Ich würde allen Forumteilnehmern ausserdem empfehlen, sich zu informieren, in was für einem Forum sie sich hier befinden. Die Südtiroler Volkspartei ist die Sammelpartei der überwiegenden Bevölkerungsmehreit der Autonomen Provinz Bozen. Sie verttritt in ihrer Programmatik das Ziel der Selbstbestimmung des Landes , sowie die SVP bekennt sich uneingeschränkt zur ehnischen Bezeichnung ihrer Südtiroler und Ladinischer Volksgruppe als österreichische Minderheit in Italien. Wenn man schon glaubt, die Gastfreundschaft dieser Partei in diesem Forum unbedinngt in Anspruch nehmen zu müssen, dann würde ich manchen Forumteilnehmern nochmals dringend empfehlen, sich über die Ziele und politische Arbeit der SVP zu informieren, dazu wäre man allein aus Gründen des Anstandes verpflichtet.
27.06.2007
E.Ekat, München
@Anton, St. Jakob. Zu: "Wetten, dass sich als erster der "Deutsche" aus... meldet?" Falls Sie mich meinen: diese Wette hätten Sie dann wohl verloren. Nicht alles, was aus München schreibt, ist deswegen bereits Deutscher. Sie erzählen hier einen Schmäh nach dem anderen, dabei häufig noch mit gehässigem Beigeschmack. Ich wiederhole mich, daß sie damit der Sache Südtirols eher schaden. Weiter: es gibt keine grundgesetzlich geschützten Parteinamen der BRD. Die Gesetze des Grundgesetzes dienen anderen, eben grundsätzlichen Zielen. Der Schutz von Parteinamen befindet sich nicht darunter. Besonders ärgerlich dabei ihre drohenden Untertöne. @Bürger, Österreich: es war Willy Brandt, der sagte: "jetzt wächst zusammen, was zusammengehört." Nicht Helmut Kohl. Dieser war in dieser Zeit jedoch Kanzler der BRD. Ihre Frage: was spricht gegen eine Wiedervereinigung von Südtirol mit Tirol ? Die Mehrheitsverhältnisse in Südtirol. Das ist nicht ein "Vorbehalt" von mir, es handelt sich um die Schilderung der Südtiroler Bevölkerungsmeinung. Wie Sie, so trete auch ich dafür ein, daß die Südtiroler eine Gelegenheit erhalten, selber bestimmen zu können, welchen Weg sie gehen wollen.
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