Das neue Programm der Südtiroler Volkspartei
Beschlossen von der Landesversammlung am 8. Mai 1993
A. Grundsatzaussage
Die Südtiroler Volkspartei hat am 30. Mai 1992 in einer mit großer Mehrheit getroffenen Entscheidung ihrer Landesversammlung die Paketpolitik als wichtigen Abschnitt einer international grundgelegten dynamischen Autonomie gutgeheißen.
Sie hat damit einen historischen Abschnitt in der Geschichte Südtirols, der im Jahre 1960 von Österreich in Wahrnehmung seiner Schutzfunktion für Südtirol vor den Vereinten Nationen eröffnet worden war, im Einvernehmen mit Österreich und in Verhandlungen mit dem italienischen Staat zu einem positiven Abschluss gebracht.
Mut und Verantwortungsbewusstsein
Mit dieser Entscheidung hat die Südtiroler Volkspartei Mut und Verantwortungsbewusstsein gezeigt und den Weg für eine neue Entwicklung geöffnet. Diese Entwicklung soll auf politischer Ebene den weiteren Ausbau der Autonomie und die Einfügung Südtirols in ein föderalistisches Europa der Regionen bezwecken, in dem in zunehmendem Maße die Grenzen überwunden und das Ziel einer europäischen Region Tirol angestrebt wird.
Grundwerte für die Zukunft
Diese Entwicklung knüpft an die bisher erreichten Rechte und an die kulturelle, wirtschaftliche und soziale Existenzsicherung der deutschen und ladinischen Südtiroler an. Sie beinhaltet die Verpflichtung, der Grundwerte der von der Südtiroler Volkspartei vertretenen Bevölkerung im Sinne einer dynamischen, zeitgemäßen Entwicklung mit neuem Geist zu erfüllen und überzeugt in die Zukunft zu tragen.
Die Südtiroler Volkspartei fügt ihrer bisherigen Forderung nach einem effektiven und dauerhaften Schutz der deutschen und ladinischen Südtiroler die Forderung nach einem internationalen Volksgruppenschutz an, als grundlegende Voraussetzung für die Wahrung der Menschen- und Minderheitenrechte.
Die SVP bekräftigt die Unverzichtbarkeit des Selbstbestimmungsrechtes der Südtiroler.









