THEMA
Landesversammlung hautnah
Gerhard Brandstätter dankt Landessekretär Widmann:Viel für die SVP geleistet
Vor Bekanntgabe der Wahlergebnisse der Obmannwahl richtete der Präsidiumsvorsitzende Gerhard Brandstätter noch das Wort an den scheidenden Landessekretär Thomas Widmann und dankte ihm für seine Arbeit und seinen Einsatz für die Südtiroler Volkspartei: „Du hast die Partei zusammen mit Obmann Brugger erfolgreich in eine moderne Zeit geführt, dafür gilt Dir unser Dank“, so Brandstätter.

„In der Einheit liegt unsere Stärke“
Michl Ebner über die Arbeit auf EU-Ebene
Für Südtirol wird es in Zukunft sicher nicht leichter, die Anliegen von Land und Leuten in einem neuen, großen Europa zu vertreten. Der EU-Parlamentarier und Kandidat der SVP für die bevorstehenden Europawahlen Michl Ebner unterstrich in seiner Ansprache die Wichtigkeit eines starken und einheitlichen Auftretens Südtirols in Brüssel.
„Europa ist ein Erfolgsmodell. Trotzdem ist nicht alles Gold, was glänzt“, betonte Michl Ebner und verwies auf die Probleme, die die wachsende Europäische Union neben den zahlreichen Vorzügen und Erfolgen nach sich zieht: „Verkehr und Transit bringen die Menschen an die Grenzen der Belastbarkeit.“ Auch in vielen anderen Bereichen brauche es eine neue Politik, Verständnis und Respekt gegenüber den Menschen, die betroffen sind. Kontakte, Verbindungen und Netzwerke auf politischer Ebene seien künftig, nach der EU-Erweiterung, das Um und Auf, um etwas bewirken zu können. „Unser größtes politisches Kapital für uns als SVP sind die Geschlossenheit nach außen, unsere Ausgeglichenheit, unsere Berechenbarkeit und unsere christlichen Grundwerte.“ Damit habe die SVP bisher stets erfolgreich auf EU-Ebene gearbeitet. „Bei den EU-Wahlen zählt jede Stimme. Aufgrund des Wahlergebnisses wird ganz Europa unsere Kraft, unsere Stärke und unseren Selbstbehauptungswillen interpretieren. Und darin liegt auch das Gewicht, das wir in Zukunft innerhalb der neuen Europäischen Union haben werden.“

Gerhard Brandstätter würdigt Verdienste des Parteiobmanns:
„Brugger ist Vorbild“
Als Freund und politischer Weggefährte würdigte Gerhard Brandstätter, Vorsitzender des Präsidiums der Landesversammlung, in sehr persönlichen Worten die Arbeit des scheidenden Parteiobmanns Siegfried Brugger für die Südtiroler Volkspartei und für Südtirol. „Wir Südtiroler haben bisher immer das Glück gehabt, von charismatischen, weitblickenden und verantwortungsbewussten Persönlichkeiten in der Politik vertreten zu sein. Siegfried Brugger ist einer von ihnen.“ Wenn Südtirol die Minderheitenproblematik besser lösen konnte als es in anderen Gebieten gelungen ist, und wenn die ganze Welt heute mit Anerkennung nach Südtirol blickt, dann sei dies in erster Linie Verdienst der Südtiroler Volkspartei und deren Verteter. Dennoch: „Südtirol ist keine Insel der Seligen“, gab Brandstätter zu bedenken. Die SVP sei daher auch in Zukunft gefordert, für politische Stabilität im Land zu sorgen, als Grundlage für wirtschaftliche und soziale Stabilität. „Es liegt jetzt an uns, unser Modell erfolgreich weiter zu betreiben. Wir haben die Verantwortung, die Freiheit und die Autonomie, und wir müssen entsprechend Verantwortung tragen.“ Sein Rat an den neuen Parteiobmann: „Mit Siegfried Brugger als Vorbild und mit dem Versuch, ihn nachzuahmen, kann man nicht vieles falsch machen.“

Europa
In wenigen Tagen wird die EU erweitert, was für Europa einen Schritt darstellt, den man in seiner Wichtigkeit gar nicht unterschätzen kann. Die EU-Osterweiterung stellt auch Südtirol vor neue Herausforderungen, bietet aber auch neue Chancen. Europa war immer schon ein Thema für die SVP. Nach dem defensiven „Los von Rom“ hat die Partei nun ein neues Motto „Auf nach Europa“.
Die SVP möchte auf der heutigen Landesversammlung Europa den Südtirolern mit 2 eigenen Europaständen nahe bringen. Stefan Amort von der SVP-Grundsatzabteilung gibt hier allen Interessierten Auskünfte. Jeder kann sich eine Infomappe der SVP zu den Europawahlen und eine Abschrift des Entwurfes für die europäische Verfassung mitnehmen.
Ein Stand beschäftigt sich allgemein mit der EU mit besonderen Augenmerk auf die Währungsunion und das Projekt der gemeinsamen Verfassung.
Der zweite Stand beschäftigt sich mit den Thema „Südtirol in Europa“ und besonders mit 4 Projekten für Südtirol, die von der EU finanziert werden.
1. „Löwenzahnstechen“: Auf dem Nonsberg wird die Tradition des Löwenzahnstechens neu belebt. Das Ziel ist die touristische Profilierung des Deutschnonsberg.
2. Der Apfelexport: Der zollfreie Binnenmarkt fördert diesen stark, im Osten Europas entstehen neue Absatzgebiete.
3. Einheitliche Informationsbeschilderung: Im Wipptal entsteht zur Zeit ein einheitliches Informationssystem für Fußgänger.
4. Digitaler Tirolatlas: Die Universität Innsbruck erstellt zur Zeit im Rahmen eines Interregprojektes einen digitalen Atlas von Tirol, der 2007 fertiggestellt sein wird. Er umfasst Nord- und Südtirol und einen 20 km breiten Grenzraum.
Stimmrechte/ Prüfungskommission
1.000 Delegierte mit 1.511 Stimmrechten entscheiden
Die rund 1.000 SVP-Delegierten auf der heurigen 51. SVP-Landesversammlung verfügen über insgesamt 1.511 Stimmrechte. Mit diesen entscheiden sie über die Zukunft der Partei am Nachmittag: bei der Neuwahl des Parteiobmannes und seiner Stellverteter.
Die insgesamt 1.511 Stimmrechte setzen sich wie folgt zusammen: 1.313 Stimmrechte der SVP-Ortsgruppen sowie 198 persönliche Stimmrechte (Parteiausschuss, Landesjugendleitung, Landesfrauenleitung, Landessozialausschuss, Landeswirtschaftsausschuss, Landeslandwirtschaftsausschuss und Senioren).
Die Prüfungskommission der SVP-Landesversammlung hat die Aufgabe, die Stimmrechte nach ihrer Gültigkeit zu überprüfen. Sie setzt sich aus je einer Vertreterin oder einem Vertreter der Bezirke sowie einem beratenden Mitglied der Parteileitung zusammen. Das beratende Parteileitungsmitglied in der Kommission ist in diesem Jahr Parteiobmann-Stellvertreter Seppl Lamprecht, Vorsitzender ist Hans Santer aus dem Bezirk Burggrafenamt.
SVP-Parteiobmann-Stellvertreter
Fünf Stellvertreter des neuen Obmannes
Fünf Stellvertreterinnen und Stellvertreter sind für den SVP-Obmann vorgesehen. Ihnen werden angemessene Aufgabenbereiche übertragen. Zur Wahl durch die Landesversammlung stehen für die nächsten drei Jahre wiederum: Hans Widmann, Raimund Fill und Waltraud Kofler. Der ladinische Stellvertreter wird von der Landesversammlung per Akklamation bestätigt – es ist wiederum Pepi Dejaco. Neu ist Michael Hölzl, der Seppl Lamprecht ersetzt. Lamprecht war in den vergangenen drei Jahren erster Parteiobmann-Stellverter und steht nicht mehr zur Verfügung.
SVP-Obmann-Wahl
Steger und Pichler Rolle kandidieren
Elmar Pichler Rolle und Dieter Steger kandidieren für das Amt des SVP-Obmannes. Sie wollen in den nächsten drei Jahren die Politik der Südtiroler Volkspartei an oberster Spitze mitbestimmen.
Hier die zwei Kandidaten im Portrait >>
Elmar Pichler Rolle
Dieter Steger
Das Präsidium bei der 51. Landesversammlung
Gerhard Brandstätter hat das Sagen
Den Vorsitz bei der diesjährigen Landesversammlung hat Gerhard Brandstätter inne, der Vorsitzender des SVP-Wirtschaftsausschusses ist. Dem Präsidium gehören des weiteren Manfred Jud (Pustertal, Jugend), Roselinde Gunsch Koch (Vinschgau), Mathilde Ebenkofler (Burggrafenamt, Senioren), Sabina Kasslatter Mur (Bezirk Brixen) und Bruno Senoner (Ladiner) sowie als Rechtsmitglied Landessekretär Thomas Widmann an.

„Aus Liebe zu Südtirol!“ – das Motto soll auf die Kraftquelle hinweisen, welche allem Engagement in und für die SVP zugrunde liegt. Es trifft auf alle Themen zu, die auf der Landesversammlung anstehen: den Abschied des scheidenden und die Wahl des neuen Obmannes sowie den Auftakt zu den Europawahlen.
Eröffnet wird die Landesversammlung für die SVP-Delegierten um 9 Uhr von Parteiobmann Siegfried Brugger. Zuvor gibt es ab 8 Uhr als Begrüßung die traditionelle Vormittagsjause. Den Vorsitz der Landesversammlung führt der Vorsitzende des SVP-Wirtschaftsausschusses, Gerhard Brandstätter.
Die Versammlung ist in drei Abschnitte unterteilt: Im Mittelpunkt des ersten Abschnitts „Für die Menschen, für das Land“ wird der politische Bericht des scheidenden Obmannes Siegfried Brugger sein. Der zweite Abschnitt steht ganz im Zeichen Europas und der bevorstehenden Wahl zum Europaparlament am 12. und 13. Juni – er heißt „Für die Menschen, für Europa“. EU-Abgeordneter und SVP-Kandidat Michl Ebner wird das Wort an die rund 1.000 Delegierten richten. Als Ehrengast wird der Bayrische Ministerpräsident Edmund Stoiber erwartet. Nach der Mittagspause mit kleiner Stärkung wird sich die Landesversammlung neben der Resolution mit der Erneuerung befassen – also mit der Neuwahl des Parteiobmannes sowie dessen Stellvertreter. Demgemäß nennt sich dieser Teil „Für die Menschen, für die Zukunft“. Das Ergebnis der Wahl der Parteispitze wird am Nachmittag vor Abschluss des offiziellen Teils bekannt gegeben.
Zum gemütlichen und geselligen Ausklang wird die Landesversammlung in ein Fest übergehen.
