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60 Jahre SVP

Die SVP feiert heuer unter dem Motto "Werte erhalten, Vielfalt gestalten" ihren 60. Geburtstag. Am 8. Mai 1945, sechs Tage nach Kriegsende in Italien, wurde die Südtiroler Volkpartei gegründet. Seither leitet sie erfolgreich die Geschicke Südtirols.

Mehr zur Geschichte der Partei und des Landes erfahren Sie auf der Jubiläums-Internetseite
http://www.60jahre-svp.org/ .

Als am 8. Mai 1945 in der Villa Malfèr in Bozen 19 Männer zusammenkamen, um in Südtirol einen politischen Neuanfang zu wagen, war die Situation im Lande alles andere als einfach: Der Krieg war erst wenige Tage zu Ende, das Land war von den Amerikanern besetzt, 8000 Südtiroler waren im Krieg gefallen, zehntausende Südtiroler, die 1939 für Deutschland optiert hatten, waren abgewandert oder galten als Staatenlose; viele Männer waren noch in Kriegsgefangenschaft und Südtirol war immer noch Teil Italiens. Die Amerikaner hatten trotz manchen Misstrauens und zum Ärger der Vertreter der Italiener im Lande die Gründung einer demokratischen Partei für die Deutschen und Ladiner in diesem Land zugelassen. An diesem Frühlingstag 1945 wurde Erich Amonn zum ersten Obmann der SVP gewählt. Er war ein Bozner Kaufmann mit Weitblick, und er hatte die nötigen Verbindungen. Das erste Programm, das die neu gegründete Südtiroler Volkspartei der alliierten Verwaltung vorlegen musste, war sehr kurz, sehr klar und glaubhaft. Die wichtigste der drei Forderungen, die darin aufgestellt waren betraf den Wunsch nach der Selbstbestimmung. Obwohl die Südtiroler geeint zu diesem Programm standen, konnte eine Rückkehr zu Tirol und Österreich nicht erreicht werden. Doch die Südtiroler Volkspartei hat in den folgenden 60 Jahren mehr erreicht als sich die Gründerväter erträumen konnten. Es gelang die Bevölkerung Südtirols trotz der tiefen Spaltung, hervorgerufen durch die Option, zu einen und zu versöhnen. Nach einem jahrelangen mühsamen politischen Kampf und mit einigem Glück, gelang es der Sammelpartei auch eine weitgehende Autonomie für Südtirol zu erreichen, was angesichts der aussichtslosen Lage nach dem Krieg wie ein Wunder erscheint. Aufbauend auf diese Autonomie konnte die Südtiroler Volkspartei in den letzten 30 Jahren die Wirtschaft zum Blühen und der Bevölkerung Wohlstand bringen. Doch die größte Errungenschaft ist sicherlich die weitgehende Entschärfung des Konfliktes zwischen den Sprachgruppen, der seit der Angliederung Südtirols an Italien herrschte und in den 60er Jahren zu eskalieren drohte.
Dass die SVP trotz des immensen Wandels in Politik und Gesellschaft immer gleich stark geblieben ist beweist, dass sie von Anfang an die Partei für alle und zudem imstande war, die Zeichen der Zeit rechtzeitig zu erkennen und nachzuvollziehen.
In diesen 60 Jahren SVP sind die Schicksale von zehntausenden von Frauen und Männern eingewoben, welche diese Partei gemeinsam groß und stark gemacht und mit ihr das Leben des Landes bestimmt haben. Es war ein sehr bewegtes Leben bisher und auch die kommende Zeit wird viel Bewegung bringen. Mit der Erfahrung der letzten sechs Jahrzehnte, aufbauend auf die Werte und der Vielfalt der Sammelpartei, wird es der Südtiroler Volkspartei gelingen auch die Herausforderungen der Zukunft im Sinne der Bevölkerung dieses Landes zu bewältigen.

Weitere Informationen zur Geschichte der SVP und des Landes mit vielen interessanten Details und Fotos finden sie unter der Adresse www.60Jahre-svp.org
 
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