
Wir brauchen ein klares Signal!
Die Zahlen sind ernüchternd. Die Bilanz der Regierung Berlusconi ist desaströs. Es bewahrheitet sich einmal mehr, dass ein Wirtschaftskapitän, der seine Unternehmen erfolgreich führt, keinesfalls eine Garantie dafür ist, dass er einen Staat zum wirtschaftlichen Erfolg zu führen vermag. Die Abläufe sind wesentlich komplizierter, und ein Staat muss viele Hausaufgaben erledigen, will er gut dastehen.
Wer vornehmlich Eigeninteressen verfolgt und nicht jene der Allgemeinheit, wer nicht objektiv urteilt, sondern subjektiv – der ist in der Politik fehl am Platz. Man kann Herrn Berlusconi für die Schieflage Italiens gewiss nicht allein verantwortlich machen, aber die Art und Weise, wie er 2001 die Herausforderung angegangen ist, war grundsätzlich falsch.
Wir Südtiroler sind gut beraten, mit Vehemenz und Kompetenz unsere ureigensten Interessen zu vertreten und zu verteidigen. Egal, wer in Rom gewinnen wird, die Zeiten werden vermutlich um einiges härter werden.
Wir haben uns für ein Bündnis mit Romano Prodi entschieden, weil er für uns ein Garant ist, dass zumindest die Vorgangsweise künftig eine andere sein wird, als jene der bisherigen Regierung. Und wir vertrauen Romano Prodi, weil er keine Firmen leitet, sondern weil er einen Staat leiten will.
Die SVP wird deshalb nicht Teil einer Koalition auf römischer Ebene. Wir bleiben unabhängig von Mitte-Links und Mitte-Rechts. Wir wollen die Interessen unserer Minderheit gut vertreten und tun dies im Interesse aller in Südtirol lebenden Menschen. Damit wir dies erfolgreich tun können, brauchen wir am 9. und 10. April wiederum ein gutes und klares Signal seitens der Wählerschaft.
Parteiobmann
Elmar Pichler Rolle