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Landesversammlung 2006. Eine Nachlese

 



53. SVP-Landesversammlung im Kursaal von Meran
Auftakt zur 53. Landesversammlung der SVP

Im Kursaal von Meran beging die Südtiroler Volkspartei am Samstag, den 18. März 2006 den offiziellen Wahlkamfauftakt zu den Parlamentswahlen. Den Vorsitz der SVP-Landesversammlung führte Landesjugendreferent Kurt Jakomet. Weitere Präsidiumsmitglieder waren der Vorsitzende des Landesumweltausschusses, Gerhard Gruber, die Bezirksvorsitzende der Seniorenbewegung des Pustertales, Maria Messner, der Bürgermeister von St. Ulrich, Ewald Moroder, Landesfrauenreferentin-Stellvertreterin Maria Moser Premstaller, der Ortosbmann von Mareit und Arbeitnehmer-Vertreter aus dem Wipptal, Rudolf Auckenthaler, sowie als Rechtsmitglied Landessekretär Alexander Mittermair. 

Ehrengäste: 
Zu den Ehrengästen der 53. Landesversammlung der SVP zählten der Unione-Spitzenkandidat für die Parlamentswahlen Romano Prodi, der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa, Gastreferent Alois Glück, Präsident des Bayerischen Landtages, Botschafter Ludwig Steiner, die österreichische Generalkonsulin Eva Maria Ziegler, Hofrat Robert Gismann, der Trientner Landeshauptmann Lorenzo Dellai und der Generalsekretär der Trentiner Autonomisten (PATT) Ugo Rossi. 
Weitere Ehrengäste der Landesversammlung: Auch Vertreter anderer Minderheiten waren auf der SVP-Landesversammlung zu Gast: der Regionalsekretär der Slovenska Skupnost, Damijan Terpin, als Vertreter des Österreichischen Volksgruppenzentrums der Präsident Marjan Pipp und Vizepräsident Karel Smolle, sowie der Landeshauptmann der Slowenischen Enotna Lista Vladimir Smrtnik.
Gäste aus Österreich und Deutschland waren der Obmann des parlamentarischen Südtirolausschusses sowie Bildungs- und Südtirolsprecher der SPÖ Erwin Niederwieser und der stellvertrende Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Mailand, Felix Klein.
Vertreter andere Südtiroler und Trientner Parteien waren unter anderem Landesrätin Luis Gnecchi, Landesrat Luigi Cigolla, der Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli, Landtagsabgeordneter Andreas Pöder (Union für Südtirol), Landtagsabgeordnete Cristina Kury (Grüne), der Trientner Landtagspräsident Mario Malossini, Rudi Oss vom PATT, Robert Bizzo (Margherita), Christian Tommasini und Anselmo Anselmo Gouthier (DS / Demokratische Linke), SDI-Landessekretär Alessandro Bertinazzo, Silvano Baratta vom UDC, Carmelo Lentino (UDEUR), die Herren Gretter und Di Domenico (Italia dei Valori) und Giorgio Lunelli (Margherita Trentino).
An der SVP-Landesversammlung nahmen auch die Senatoren und Abgeordeten des Wahlkreises Trentino-Südtirol, Gianclaudio Bressa, Luigi Olivieri, Giuseppe Detomas, Marco Boato und Tonini teil.
Anwesend waren weiters das Mitglied der 6-er-Kommission Manfred Girtler, zahlreiche Vertreter der kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Vereine, Verbände und Körperschaften Südtirols, unter anderem der Direktor des Industriellenverbandes Udo Perkmann, Christoph Pan vom Südtiroler Volksgruppeninstitut, Peter Silbernagl vom Südtiroler Kulturinstitut und Klaus Runer, Präsident des Theaterverbandes. Vom ASGB waren Priska Auer und Arthur Stoffella anwesend, vom Katholischen Familienverband die Vorsitzende Doris Seebacher und Geschäftsführerin Marlene Sebastiani. Der Gemeindenverband wurde von Präsident Arnold Schuler vetreten.
Nicht zuletzt sind alle SVP-Mandatare auf europäischer, römischer und Landesebene zu erwähnen, die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, die Präsidenten der Bezirksgemeinschaften, die Altmandatare, die Alt-Bezirksobleute, die Alt-Landessekretäre sowie alle Gönner und Förderer der Partei.

Gastredner:
Gastreferent Alois Glück (CSU), Präsident des Bayerischen Landtages, sparch zum Thema: „Föderalismus und Subsidiarität als Zukunftsstrategie“.

Landeshauptmann Luis Durnwalder konnte leider wegen einer Auslandsreise nicht anwesend sein. Er richtete sich per Videobotschaft an die Delegierten der Landesversammlung. Dabei betonte er die Bedeutung dieser Parlamentswahl für Südtirol und appellierte an die Funktionäre Einigkeit zu zeigen und sich im Parlamentswahl kräftig zu engagieren, um den Parlamentarien durch ein gutes Wahlergebnis den Rücken zu stärken.

Grußworte des PATT und der Minderheitenvertreter

In dieselbe Kerbe schlug Ugo Rossi, Generalsekretär der Trentiner Tiroler Autonomistenpartei (PATT). „Die Autonomie ist nicht nur ein Regelwerk, sondern ist vielmehr eine Grundeinstellung, ein Bekenntnis zur Heimat und zur Tradition.“ In diesem Sinne sei die Autonomie gemeinsam weiter zu entwickeln. Vladimir Smrtnik, Landesobmann der Slowenischen Einheitsliste Kärnten dankte der SVP für ihre Solidarität gegenüber den Minderheiten und unterstrich die Vorbildfunktion Südtirols für andere Minderheiten in Europa.

Ehrengäste der 53. SVP-Landesversammlung
Auch Vertreter anderer Minderheiten sind auf der SVP-Landesversammlung zu Gast: der Regionalsekretär der Slovenska Skupnost, Damijan Terpin, als Vertreter des Österreichischen Volksgruppenzentrums der Präsident Marjan Pipp und Vizepräsident Karel Smolle, sowie der Landeshauptmann der Slowenischen Enotna Lista Vladimir Smrtnik.
Gäste aus Österreich und Deutschland sind der Obmann des parlamentarischen Südtirolausschusses sowie Bildungs- und Südtirolsprecher der SPÖ Erwin Niederwieser und der stellvertrende Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Mailand, Felix Klein.
Vertreter andere Südtiroler und Trientner Parteien sind unter anderem Landesrätin Luis Gnecchi, Landesrat Luigi Cigolla, der Bozner Bürgermeister Luigi Spagnolli, Landtagsabgeordneter Andreas Pöder (Union für Südtirol), Landtagsabgeordnete Cristina Kury (Grüne), der Trientner Landtagspräsident Mario Malossini, Rudi Oss vom PATT, Robert Bizzo (Margherita), Christian Tommasini und Anselmo Anselmo Gouthier (DS / Demokratische Linke), SDI-Landessekretär Alessandro Bertinazzo, Silvano Baratta vom UDC, Carmelo Lentino (UDEUR), die Herren Gretter und Di Domenico (Italia dei Valori) und Giorgio Lunelli (Margherita Trentino).
An der SVP-Landesversammlung nehmen auch die Senatoren und Abgeordeten des Wahlkreises Trentino-Südtirol, Gianclaudio Bressa, Luigi Olivieri, Giuseppe Detomas, Marco Boato und Tonini teil.
Anwesend sind weiters das Mitglied der 6-er-Kommission Manfred Girtler, zahlreiche Vertreter der kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Vereine, Verbände und Körperschaften Südtirols, unter anderem der Direktor des Industriellenverbandes Udo Perkmann, Christoph Pan vom Südtiroler Volksgruppeninstitut, Peter Silbernagl vom Südtiroler Kulturinstitut und Klaus Runer, Präsident des Theaterverbandes. Vom ASGB sind Priska Auer und Arthur Stoffella anwesend, vom Katholischen Familienverband die Vorsitzende Doris Seebacher und Geschäftsführerin Marlene Sebastiani. Der Gemeindenverband wird von Präsident Arnold Schuler vetreten.
Nicht zuletzt sind alle SVP-Mandatare auf europäischer, römischer und Landesebene zu erwähnen, die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen, die Präsidenten der Bezirksgemeinschaften, die Altmandatare, die Alt-Bezirksobleute, die Alt-Landessekretäre sowie alle Gönner und Förderer der Partei.

Lorenzo Dealli, Trentiner Landeshauptmann
Grußworte aus dem Trentino: Landeshauptmann Dellai

Für eine gemeinsame Strategie und für eine feste Zusammenarbeit bei der Weiterentwicklung des Autonomiestatutes sprach sich auch der Trentiner Landeshauptmann Lorenzo Dellai aus. Die Zusammenarbeit bei den anstehenden Palamentswahlen sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Große Hoffnungen setzt Dellai in eine neue Mitte-Links-Regierung mit Romano Prodi an der Spitze: „Wir brauchen in Rom jemanden, der uns versteht, der uns Hoffnung gibt. Wir brauchen einen glaubwürdigen und verlässlichen Partner.“

Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa
Landeshauptmann van Staa: "Gemeinsame Verantwortung für die Zukunft"

Erfreut über die positive Entwicklung der Zusammenarbeit zwischen Südtirol, dem Trentino und dem Bundesland Tirol zeigte sich Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa. „Wir dürfen aber eines nicht vergessen: dass es Werte zu verteidigen gilt. Eine wertfreie Politik ist eine wertlose Politik“, so Herwig van Staa. Gestärkt werden müsse die regionale Identität in der Europäischen Union, und dafür brauche es eine starke, „unüberhörbare“ politische Vertretung, betonte Herwig van Staa. Sein Appell: „Wir müssen uns gemeinsam anstrengen, aus unserer gemeinsamen Verantwortung heraus gemeinsam die Zukunft gestalten, gemeinsam für unsere Anliegen kämpfen. Wir sind auf einem guten Weg.“

Videogrüße von Landeshauptmann Luis Durnwalder

In seiner Video-Grußbotschaft verwies Landeshauptmann Luis Durnwalder auf die wichtigen Reformen, die auf Landesebene anstehen. „Dazu brauchen wir auch die Unterstützung in Rom. Wir brauchen wieder eine Regierung, die Verständnis hat für Minderheiten und für die autonomen Zuständigkeiten. Wir brauchen verlässliche Partner in Rom, wenn es darum geht, endlich die Energie-Fragen zu lösen, die Alpenkonvention voran zu treiben, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und vieles mehr.“

Romano Prodi
Grußworte von Unione-Spitzenkandidat Romano Prodi

Viel Applaus für sein klares Bekenntnis zur Südtiroler Autonomie erhielt Unione-Chef Romano Prodi. In seinen Grußworten auf der 53. Landesversammlung der Südtiroler Volkspartei im Meraner Kursaal unterstrich Prodi die Vorbildfunktion der Südtirol-Autonomie für ganz Europa. Vor allem lobte er die Hartnäckigkeit und die klare Linie, mit der die Südtiroler Volkspartei stets für ihre Ziele auf allen Ebenen eingetreten ist. „Europa ist ein Europa der Minderheiten“, betonte Romano Prodi. Die Erfahrung der Südtiroler sei sehr wertvoll für die weitere Entwicklung in Europa. „Die Mitte-Rechts-Regierung hat immer wieder versucht, die Autonomie zu schwächen. Das ist nicht gelungen, durch den massiven Einsatz der Südtiroler Volkspartei“, so Prodi. Jetzt brauche es die Kraft und den Mut, die Autonomie gemeinsam weiter zu entwickeln. Und Prodi stellte klar: „Dies wird nur in gegenseitiger Abstimmung erfolgen. Ich bin Garant dafür.“ Und in deutscher Sprache betonte Prodi: „Unsere Zusammenarbeit ist kein Zweckbündnis, sondern ist Ausdruck dafür, für eine gemeinsame Arbeit, eine gemeinsame Verantwort, der wir uns stellen müssen.“ 

SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle
Zusammenfassung der Rede von Parteiobmann Elmar Pichler Rolle: "Unser Auftrag ist Südtirol"

Einsatz für Südtirol und für die Autonomie
„Es geht bei den Parlamentswahlen um die Zukunft Südtirols. Es geht um eine starke, geschlossene Vertretung der Südtirolerinnen und Südtiroler in Rom“. Gleich zu Beginn seiner Rede betonte SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle die Wichtigkeit der anstehenden Parlamentswahlen und wies auf den großen Einsatz, die Hartnäckigkeit und das Verhandlungsgeschick aller SVP-Abgeordneten und Senatoren hin. Diese haben in der Vergangenheit viel für das Land und für die Menschen erreicht. Besonders in den Jahren von 1945 bis 1969 ist es den SVP-Vertretern in Rom gelungen, „jene Grundlage zu schaffen, auf die wir heute mit Stolz verweisen können: das Südtirol-Statut, unsere Autonomie“, so Pichler Rolle, der stellvertretend für alle Väter der Autonomie Dr. Silvius Magnago für sein Lebenswerk dankte.

Rückblick auf die abgelaufene Legislaturperiode in Rom
Parteiobmann Elmar Pichler Rolle verwies auf die Südtirol-Beilanz seit Abgabe der Streitbeilegungserklärung 1992. Südtirols Autonomie konnte sich mit der Übernahme der Regierung durch Romano Prodi 1996 dynamisch und gut entwickeln. Es wurden zahlreiche neue, wesentliche Durchführungsbestimmungen vereinbart und verabschiedet, etwa in den Bereichen Energie oder Übergang der Staatsstraßen. Seit der Regierungsübernahme durch Berlusconi 2001 hat sich dies jedoch grundlegend geändert: „Die Erfolge von 2001 bis heute halten sich in Grenzen. Wir konnten verhindern, dass uns keine Kompetenzen genommen wurden, wir haben jedoch keine neuen dazubekommen. Es waren fünf Jahre Stillstand“, kritisiert Pichler Rolle. Gerade deshalb gebührt den Abgeordneten und Senatoren der SVP Dank.
Pichler Rolle bekräftigte, dass die Stärke der SVP darin liegt, stets fest zusammenzuhalten und Rom gegenüber geschlossen aufzutreten. „Diese Geschlossenheit dürfen wir keinesfalls aufs Spiel setzen, schon gar nicht jetzt, in dieser schwierigen Phase“, forderte der SVP-Obmann.

Wirtschaft
„Es kommt eine schwierige Phase auf uns zu“, meinte Pichler Rolle in seiner Rede. Die Wirtschaft Italiens wächst nämlich nicht mehr, sie stagniert. „Wir hatten bisher ein zufrieden stellendes Finanzabkommen mit Rom, haben die Geldmittel bestens eingesetzt. Das wollen wir so auch beibehalten“, so der SVP-Obmann. Einzig eine Politikerin, Michaela Biancofiore, habe zum Ziel, in Rom den Hahn für Südtirol zuzudrehen. „Das will in Südtirol jedoch niemand, auch nicht die italienischen Mitbürger. Wir sind jedoch zuversichtlich, dass am 10. April dieser Spuk in Rom vorbei sein wird“.
Was Südtirols Wirtschaft betrifft, so fordert SVP-Parteiobmann Pichler Rolle mehr Spielraum für das Engagement der privaten Wirtschaft. Er warnte auch davor, alles zu reformieren, besonders was die Landwirtschaft betrifft. Als große Hoffnung für die Zukunft bezeichnete Pichler Rolle hingegen die Energie. „Wir rechnen fest mit der Unterstützung durch Prodi und die neue Regierung, was die Zuständigkeiten der Vergabe der Konzessionen für Wasserkraftwerke betrifft“, so der SVP-Obmann.

Integration und Toleranz
„Wer bei uns arbeitet, der hat die gleichen Rechte und Pflichten wie alle“, meinte Pichler Rolle. Es muss dabei vor allem auf die Integration gesetzt werden. Der Vorstoß von Landeshauptmann Luis Durnwalder für eigene Sprachkurse außerhalb der Schulen ist deshalb absolut richtig. Gleichzeitig mahnte der Parteiobmann zu mehr echter Toleranz: „Wir respektieren andere Kulturen und Religionen, verlangen dies aber auch uns gegenüber“.

Sprache und Kultur
„Die Sprache ist unser höchstes Gut, das muss uns Südtirolern als Minderheit bewusst sein“, unterstrich der SVP-Obmann. Deshalb ist es notwendig, alle Anstrengungen zu unternehmen, um der Spracharmut entgegenzuwirken. Pichler Rolle rief dazu auf, die Kultur in all ihren Formen zu fördern (Musikschulen, Chöre, Theatergruppen, Musikkapellen usw.) und nicht bei der Kultur und der Bildung zu sparen. „Sprache schafft Identität, Heimat. Das gilt besonders für Minderheiten“, so der Parteiobmann.

Für Südtirols Bevölkerung erreicht
Die Südtiroler Volkspartei hat in der Vergangenheit bewiesen, dass sie fähig war, den Wohlstand im Land und den sozialen Frieden zu sichern. Ein großer Schritt in diese Richtung war die Verabschiedung des Familienpaketes im vergangenen Jahre. „21.000 Familien haben bis Ende 2005 das neue Familiengeld des Landes und der Region bezogen“, so Pichler Rolle. Ein weiteres Erfolgprojekt ist die regionale Zusatzrente, die von der Südtiroler Volkspartei gefordert, gewollt und umgesetzt worden ist. „Laborfonds zählt heute in Südtirol 39.901 Eingeschriebene und sichert den Südtirolern eine sichere Altersversorgung“. Diese Errungenschaften wurden Südtirol nicht geschenkt, die SVP hat hart dafür gekämpft und alle Südtiroler profitieren davon. „Und im Hinblick auf die Parlamentswahlen stelle ich fest: Wer dieses Erfolgsmodell torpediert und bekämpft, handelt nicht im Interesse Südtirols“. Pichler Rolle betonte, dass es eine starke SVP braucht, um in Rom geschlossen und stark auftreten zu können – im Interesse Südtirols. Deshalb muss man um jede Stimme kämpfen. „Geben wir unseren Parlamentskandidaten volle Rückendeckung, geben wir ihnen den Auftrag, Südtirol in Rom so wie bisher gut und glaubwürdig zu vertreten“.

Wichtige Herausforderungen in der Zukunft
„Wir müssen uns in Südtirol müssen bald wichtigen Herausforderungen stellen. In der Raumordnung gilt es, die Natur und die Landschaft besser zu schützen“, so Pichler Rolle. Im Wohnbaubereich, so der Obmann weiter, müssen Spekulationen vermieden werden, das Gesetz über die Reform der Sanität auf den Weg gebracht werden. Die Themen Pflegeversicherung und Wahlgesetz zum Südtiroler Landtag müssen endlich angegangen werden.

Verkehr
„Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs zum Südtirol-Takt hat absolute Priorität“, betonte Pichler Rolle. Was den Transitverkehr betrifft, so forderte der Obmann mit Nachdruck die Ratifizierung des Zusatzprotokolls zum Verkehr der Alpenschutzkonvention. Pichler Rolle: „Die Südtiroler Volkspartei erwartet dies als ersten Schritt im Falle eines Wahlerfolges von Romano Prodi“. Daneben ging der Obmann auch auf das Projekt Brennerbasistunnel ein: „Wir können Europa das Angebot machen, mit der Querfinanzierung Straße-Schiene das Projekt zu finanzieren – bei entsprechend langer Laufzeit der Autobahnkonzession“. Gleichzeitig müssen gemeinsame Maßnahmen für die Übergangszeit bis Beendigung des Bauprojektes besprochen werden.

Radikalismus
„Wir alle sind verwundert und erschrocken über den gewaltbereiten Radikalismus, der nun plötzlich auch in Südtirol unter jungen Menschen vereinzelt aufgeflammt ist“, so Pichler Rolle in seiner Rede. Aufgabe ist es nun, den Kontakt und den Dialog zu suchen, aber auch auf diese jungen Menschen einzuwirken, um ihnen klar zu machen, auf welch falschem Weg sie sich befinden.

4 Wahlen erfolgreich geschlagen
Pichler Rolle ist seit der Übernahme der Obmannschaft der Herausforderung von vier Wahlen gegenüber gestanden: die Europawahlen 2004, die Gemeindewahlen 2005 und die Parlamentswahlen 2006. „Wir haben bei den Gemeindewahlen landesweit 59,1 Prozent der Stimmen geholt. Ein sehr gutes Ergebnis!“ Ausgerechnet in Bozen musste dann in die Verlängerung gegangen werden. „Dass wir im November noch einmal alles umdrehen konnten und das beste Wahlergebnis seit 1961 holen konnten, war einfach unglaublich und überwältigend“, so Pichler Rolle, der sich für den Einsatz und die Solidarität aus dem ganzen Land bedankte.

Frauen und Jugend
„Wir brauchen eine starke Mitarbeit der Frauen in allen Gremien und auf allen Ebenen unserer Partei“, forderte der SVP-Obmann. „Ich wünsche mir nicht nur klare Regeln, sondern auch eine starke Frauenorganisation“.
Was die Jugend in der Partei betrifft, so appellierte Pichler Rolle an die Ortsobleute, mehr Kontakt zur Jugend zu suchen und sich mehr Zeit für die Jugend vor Ort zu nehmen.

Aufruf: Das Beste für Sütirol erreichen
SVP-Obmann Pichler Rolle forderte am Ende seiner Rede die Anwesenden auf, mitzuarbeiten, um das Beste für Südtirol und seine Menschen und ein gutes Ergebnis bei den Parlamentswahlen zu erreichen, sowie den Abgeordneten und Senatoren der SVP den Rücken zu stärken. 

Die Rede im Wortlaut zum herunterladen.


Elmar Pichler Rolle überreicht Alois Glück eine Flasche Südtiroler Wein
Gastreferat des Präsidenten des Bayerischen Landtages, Alois Glück (CSU)
„Föderalismus und Subsidiarität als Zukunftsstrategie“.
 

Eine Lanze für die Subsidiarität im gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Bereich brach der Präsident des Bayerischen Landtags Alois Glück in seinem Referat auf der 53. Landesversammlung der Südtiroler Volkspartei in Meran. Die Herausforderung liege heute darin, aus einer tiefen Heimatverbundenheit, aus christlichen Grundwerten heraus, über den eigenen Kirchturm hinauszuschauen und die weltweiten Entwicklungen im Auge zu behalten. Die Parteien seien heute gefordert, den Menschen Antworten zu geben, auf die Umwälzungen in einer modernen Welt und eine Reihe von grundlegenden Themen „neu durchzubuchstabieren.“ Leistungs- und Lebenskraft des Einzelnen und der Gesellschaft könne sich laut Alois Glück nur entwickeln, wenn entsprechender Freiraum und die notwendigen Gestaltungsfreiräume, genauso aber auch die Motivation und ein gewisses Maß an Eigenverantwortung vorhanden sind. „Südtirol ist ein gutes Beispiel dafür“, so der bayerische Landtagspräsident. In der heutigen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik sei jeder und jede Einzelne gefordert, ihren Beitrag für ein Vorwärtskommen zu leisten. Aus dieser Sicht sei das Subsidiaritätsprinzip, aber auch ein nachhaltiges Wirken „der Schlüssel für die Revitalisierung unserer Wirtschaft und Politik“, so Alois Glück. „Zukunftsverantwortung übernehmen bedeutet, nicht aus Bequemlichkeit von der Substanz zu zehren.“ Vielmehr gehe es darum, mit Nachdruck in die Zukunft zu investieren.

Bestätitung der ladinischen Parteiobmann-Stellvertreterin

Der Landesversammlung oblag zudem die Bestätigung der neuen ladinischen Parteiobmann-Stellvertreterin Paola Bioc Gasser, die zuvor vom Parteiausschuss und den ladinischen SVP-Ortsobleuten nominiert worden war. 

Verabschiedung der Resolution: "Es geht um Südtirol in Rom"

Ein klares Bekenntnis zur Südtirol-Autonomie und zu deren dynamischen Weiterentwicklung enthält die Resolution, die von den Delegierten der SVP-Landesversammlung einstimmig verabschiedet worden ist. 

Die Resolution im Wortlaut.

Schlussworte des SVP-Parteiobmannes

In seinen Schlussworten appellierte Parteibomann Elmar Pichler Rolle an die anwesenden Delegierten, bei den anstehenden Parlamentswahlen geschlossen zur Wahl zu gehen und den SVP-Kandidatinnen und Kandidaten die Stimme zu geben.
Mit dem Singen der Landeshymne endete die 53. ordentliche Landesversammlung der Südtiroler Volkspartei.
 
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