Erste SVP-Online-Umfrage abgeschlossen

Mitglieder stärken Parteiführung den Rücken
„Es war unser erster Versuch, und er hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen.“ SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle zieht eine positive Bilanz der Online-Umfrage zu den Parlamentswahlen. Das Ergebnis laut Votum der Mitglieder des Edelweiß: Ja zur Blockfreiheit, Ja zur lokalen Einigung im Senatswahlkreis Bozen-Unterland, Vorsicht bei Berlusconi und seiner Allianz. „Wir wollten die SVP-Basis direkt einbinden, und dass sich die Meinung unserer Mitglieder zu 100 Prozent mit den Beschlüssen der Parteiführung deckt, ist ein gutes Zeichen für das Erfolgsmodell SVP“, freut sich Parteiobmann Pichler Rolle.
Trotz des äußerst knappen Zeitplans im Vorfeld der Neuwahl des Parlaments konnten erstmals SVP-Mitglieder eine Woche lang über das Internet ihre Meinung bekunden. Fast 1.400 Besucher besuchten die Umfrageseite auf der SVP-Homepage, 200 davon, also 15 Prozent, meldeten sich mit Mitgliedsnummer an. Sie äußerten sich zu fünf zentralen Fragen der SVP-Politik gegenüber Rom.
Großer Gewinner unter der Mitte-Links-Regierung war laut Online-Umfrage die Autonomie. Für satte 79 Prozent war die Regierung von Romano Prodi positiv für die Wahrung und den Ausbau der Autonomie. Ein Drittel verteilte sogar die Note „sehr gut“. Die SVP profitierte von diesem Bündnis weniger. Nur 21 Prozent sahen das Bündnis als sehr nützlich für die SVP, immerhin 72 Prozent aber als insgesamt positiv.
SVP-Mitglieder: Blockfrei mit lokaler Einigung
Obschon das Wahlrecht neutrale Parteien klar benachteiligt, sprachen sich 72 Prozent für ein blockfreies Antreten der SVP aus. Etwas differenzierter sehen die SVP-Mitglieder die Bündnis-Frage im umkämpften Senatswahlkreis Bozen-Unterland. Aber dennoch wünschen sich zwei Drittel eine lokale Einigung, um den Verlust des Senatssitzes an die italienische Rechte zu verhindern. Die Erinnerung an fünf Jahre Berlusconi sind offensichtlich noch sehr aktuell: 90 Prozent (!) rieten von einer Variante mit Mitte-Rechts ab.
„Die SVP geht gestärkt aus dieser Mitgliederbefragung hervor“, ist Pichler Rolle auf seine Initiative für die Basis stolz. Besonders freut den Parteiobmann, dass über 100 Mitglieder zusätzliche Kommentare und Anregungen geäußert haben. Hierbei waren Bündnisfreiheit, der volle Einsatz für Südtirol und die Autonomie sowie eine lokale Einigung im Wahlkreis im Unterland die stärksten Wünsche. „Wir suchen den Kontakt zur Basis und werden das erfolgreiche Instrument der Mitgliederbefragung per E-Mail sicher wiederholen“, so Pichler Rolle.
Den Teilnehmern an der Online-Umfrage "Was ist besser?" wird eine Datenauswertung der Detailergebnisse per E-Mail zugesandt.