Mayr-Nusser für SVP Vorbild für Zivilcourage
Anlässlich des 65. Todestages von Josef Mayr-Nusser erinnert die Südtiroler Volkspartei an die vielen Menschen, die der faschistischen und nationalsozialistischen Herrschaft zum Opfer fielen. Der am 24. Februar 1945 auf dem Weg ins Konzentrationslager Dachau verstorbene Bozner Josef Mayr-Nusser verdiene es, auch stellvertretend für unzählige Opfer, als Beispiel für Zivilcourage in wacher Erinnerung zu bleiben.
Josef Mayr, 1910 auf dem Nusserhof am Bozner Stadtrand geboren, entschied sich nach dem Optionsabkommen für den Verbleib in der Heimat Südtirol und wurde nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1944 mit vielen anderen Dableibern zum deutschen Militär eingezogen. Nachdem er am 4. Oktober 1944 den SS-Eid verweigert hatte, wurde er zum Tode verurteilt. Auf dem Weg ins Konzentrationslager Dachau starb Josef Mayr am 24. Februar 1945 in einem Viehwaggon bei Erlangen an den Folgen der Haft. Josef Mayr ist in Lichtenstern am Ritten begraben.
„Mit der Ernennung Josef Mayrs zum Ehrenbürger hat die Stadt Bozen für einen ganz Großen unserer Heimat ein wichtiges Zeichen gesetzt“, sagt SVP-Obmann Richard Theiner. Der Mut und die innere Überzeugung dieses Mannes könnten nicht hoch genug eingeschätzt und anerkannt werden.
„Josef Mayr-Nusser hat Mut und Verantwortung bewiesen“, erklärt SVP-Obmannstellvertreterin Martha Stocker. „Er hat Widerstand gegen das menschenverachtende Nazi-Regime geleistet, indem er sich als religiöser Mensch weigerte, den Eid auf den Führer zu leisten. Dafür hat er mit seinem Leben bezahlt.“ Mayr Nusser war ein Ausnahmemensch, der uns auch heute als Vorbild gelten sollte, ist Stocker überzeugt. Sein Beispiel könne als ethische und moralische Stütze gelten, zeige den Mut zum aufrechten Gang und ermahne uns, dass man das Gewissen nicht einfach an der Garderobe abgeben kann.



