Schweigen im römischen Walde
"Bauunternehmer, Handwerker und Freiberufler fordern zu Recht vereinfachte Verfahren bei der Ausschreibung öffentlicher Arbeiten. Die italienische Regierung tut aber leider zu wenig für die KMU's, also die kleinen und mittleren Unternehmen." Dies erklärt der SVP-Fraktionchef im Südtiroler Landtag, Elmar Pichler Rolle. Während andere EU-Länder, beispielsweise Deutschland und Österreich, mit dem Hinweis auf die schwierige Wirtschaftslage die Schwellenwerte für vereinfachte Ausschreibungen auf eine Million Euro angehoben hätten, habe sich die Regierung in Rom auf 500.000 Euro festgelegt. Dies sei vor allem für Grenzregionen wie Südtirol ein klarer Wettbewerbsnachteil. Rom denke augenscheinlich viel zu sehr an Großprojekte und Generalunternehmen, so Pichler Rolle. "Die Regierung Berlusconi hat übrigens im Parlamentswahlkampf 2008 vor allem massive Steuersenkungen versprochen. Nun kann man vielleicht noch verstehen, dass in Krisenjahren dieses Versprechen nicht gleich und umfassend umgesetzt werden kann, aber es bleibt ein Rätsel, weshalb Rom nicht mit vereinfachten Ausschreibungen und Bestimmungen den lokalen kleinen und mittleren Unternehmen in schwierigen Zeiten entgegengekommt," so Pichler Rolle weiter. Abschließend stellt der SVP-Fraktionschef fest: "Der Regierung Prodi wurde - übrigens auch von Südtiroler Verantwortungsträgern - nahezu wöchentlich zu hoher Steuerdruck vorgeworfen; jetzt herrscht bei unveränderten Bedingungen nur Schweigen im römischen Walde."



