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Georg Pardeller
Georg Pardeller
02.03.10 - SVP im Landtag
„Mehr Einkommen oder mehr Mietwohnungen“

„Die Abschaffung der Mietzuschüsse, wie sie vom Landeshauptmann in den Raum gestellt wurde, löst das Problem der überhöhten Mieten auf Anhieb sicher nicht“, erklärt der SVP-Landtagsabgeordnete der Arbeitnehmerbewegung Georg Pardeller. „Aber es ist gut, dass eine Situation thematisiert wird, die in der heutigen Form nicht weiter haltbar ist. Die Mietpreise in Südtirol sind, im Vergleich zu jenen anderer Regionen, entschieden viel zu hoch, so wie auch die Grundpreise in unserem Land, meist durch Spekulation und gezielte Verknappung von Bauland, unannehmbar hoch sind. Aber das ist nur die eine Seite. Wenn zahlreiche Familien in Südtirol, darunter ein großer Anteil an zugewanderten Arbeitskräften, die Mieten allein nicht mehr bezahlen kann, obwohl sie eine geregelte Arbeit haben, dann weist dies unmissverständlich darauf hin, dass das Verhältnis Einkommen-Auskommen nicht stimmt. Die Südtiroler Wirtschaft ist nicht bereit, den lohn- und gehaltsabhängigen Arbeitskräften, die auch Teil der Volkswirtschaft sind, für ihre Leistung so viel Einkommen zu bieten, dass sie ihre Grundbedürfnisse befriedigen können: Wohnung und Nahrung in erster Linie.

In einer solchen Lage bleibt nur die Option zwei: Das Land muss mehr Mietwohnungen bauen und damit erreichen, dass das Angebot stärker wird als die Nachfrage. Dann fallen die Preise. Auf mittlere und lange Sicht wäre damit mehr gedient und die Mietzuschüsse könnten effektiv abgeschafft werden.

Es ist klar, dass eine Radikalkur wie jene der Abschaffung der Mietzuschüsse, nicht die Lösung sein kann. Wohl aber könnte ein Kompromiss zwischen den zwei hier genannten Optionen einen Ausweg aus dem derzeitigen Engpass bringen: Erhöhung der unteren Einkommen und Erweiterung des von der öffentlichen Hand getragenen Sozialwohnbaus. Sicher ist, dass Südtirol jene Menschen, Einheimische aber auch Zuwanderer, die im Land arbeiten, ihre Pflicht erfüllen und ihre Steuern zahlen, nicht der Gefahr ausliefern kann, dass sie das Dach über dem Kopf verlieren und auf die Straße gesetzt werden, weil die privaten Wohnpreise unverhältnismäßig hoch sind. Hier besteht absoluter Handlungsbedarf. Südtirols soziales Denken und Handeln sind gefordert.“
2010 - Südtiroler Volkspartei
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