Sitzung der SVP-Leitung / Wahlanalyse - Brugger: Haben alle Ziele erreicht
„Wir haben – wenn auch mit viel Aufregung – alle unsere Ziele erreicht und somit einen Erfolg eingefahren“: Dies erklärte SVP-Obmann Siegfried Brugger im Anschluss an die Sitzung der Parteileitung am Dienstagnachmittag. Vor allem in den Städten ist es der SVP gelungen, die deutschsprachigen Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Genauer zu analysieren sind indes die Wählerbewegungen in einzelnen Bezirken.
Die SVP-Leitung zeigte sich mit dem Gesamtergebnis der Landtagswahlen zufrieden. Mehrere Stunden lang betrachtete sie das Wahlergebnis aus verschiedenen Blickpunkten. Klar sind demnach die Kennzeichen des Ergebnisses, so Brugger: „Einen historischen Rekord für den Landeshauptmann, das Traumergebnis in den ladinischen Tälern für Florian Mussner, das Halten aller 21 Landtagsmandate und die absolute Mehrheit für die SVP auch bei den Frauen im Landtag: Wir konnten alle unsere Ziele erreichen“, stellte Parteiobmann Siegfried Brugger fest. „Ein Dank gilt deshalb Landeshauptmann Luis Durnwalder und allen, die sich engagiert und mit vollem Einsatz für dieses Ergebnis gekämpft haben.“ Ein gutes Ergebnis konnten auch die SVP-Arbeitnehmer einfahren, die alle ihre sieben Kandidatinnen und Kandidaten erfolgreich durchbringen konnten.
Bezirksergebnisse: Genau Analyse nötig
Unterschiedlich sind indes die Bezirksergebnisse ausgefallen: In den Stadten Bozen und Leifers, in den Bezirken Burggrafenamt und Unterland kann die SVP gute Wahlresultate und teils beträchtliche Zugewinne verbuchen. „Es steht fest, dass es in den Städten durch die gute Arbeit der Partei gelungen ist, die deutschsprachigen Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren, was traditionell eine besonders große Herausforderung ist. Diese Mobilisierung ist den italienischen Parteien bei den Italienern trotz eines durchaus gewagten und provokanten Wahlkampfs nicht gelungen– mit mehreren Minus-Punkten bei der Wahlbeteiligung“, so der Parteiobmann.
Einer detaillierten Analyse bedürfen dagegen die Ergebnisse in den übrigen Bezirken und Gemeinden. „Es hat hier Wählerbewegungen gegeben, die wir einzeln prüfen werden“, erklärte Brugger und kündigte eine detaillierte Wählerstromanalyse für die nächsten Wochen an.
Wahl im Trentino
Seine Genugtuung äußerte Brugger über das Ergebnis im Trentino, wo die autonomiefreundlichen Kräfte mit Landeshauptmann Lorenzo Dellai an der Spitze einen guten Wahlerfolg einfahren konnten. „Wir sind sehr froh, dass das Trentino Ja zur Autonomie gesagt hat. Die Voraussetzungen für die künftige Zusammenarbeit sind somit sehr gut“, so Brugger.
28.10.03 -
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