Brennerbasistunnel im Senat / Senator Peterlini wirft die Frage des BBT und der Zulaufstrecken im Senat auf und verlangt dringende Stellungnahme seitens der Regierung
Senator Oskar Peterlini hat heute in der Aula des Senates das Thema Brennerbasistunnel aufgeworfen und eine gleichzeitige Projektierung und Verwirklichung des Tunnels und der Zulaufstrecken verlangt. Peterlini erinnerte an die Autonomiebestimmungen, die vorsehen, dass der Staat für alle Großprojekte, die Südtirol betreffen, speziell für den Bau von Eisenbahnen, das Einvernehmen des Landes einholen muss. Die Südtiroler Landesregierung habe - so Peterlini - ihr Einvernehmen unter klaren Auflagen gegeben und unter anderem verlangt, dass auch die Zulaufstrecken im Südtiroler Unterland gleichzeitig mit dem Bau des Brennerbasistunnels projektiert und verwirklicht werde. Es sei deshalb - bekräftigte der Südtiroler Senator im Plenum - nicht akzeptabel, dass Einsenbahnvertreter diese Bedingungen in Frage stellten. Südtirol und das Südtiroler Unterland werden es nie akzeptieren, dass nach dem Bau des Brennerbasistunnels die Züge auf der alten Linie mit Hochgeschwindigkeit auf den alten Gleisen rattern. Auch sei es aus Sicht der Funktionalität einer neuen Eisenbahnlinie nicht sinnvoll, einen Flaschenhals zwischen Bozen und Verona zu schaffen. Peterlini verlangte deshalb, die gleichzeitige und unterirdische Realisierung der Zulaufsrecke im Südtiroler Unterland und verlangte eine dringende Stellungnahme seitens des Verkehrsministers Pietro Lunardi. Der amtierende Vorsitzende des Senates, Alberto Dini, sicherte Peterlini zu, dass das Präsidium des Senates den Verkehrsminister um die entsprechende Beantwortung mit Dringlichkeit ersuchen werde.
20.10.04 -
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