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Sanierungsarbeiten am Siegesde...
Sanierungsarbeiten am Siegesde...
22.10.04 -
Sanierungsarbeiten am Siegesdenkmal / SVP: Nicht nachvollziehbar / Geste guten Willens ist überfällig

„Dem demokratischen Italien würde sich nun endlich die Gelegenheit bieten, eine Geste guten Willens zu setzen, doch in Sachen Siegesdenkmal ist diese Regierung überhaupt nicht lernfähig und stellt sich damit selbst das Zeugnis aus.“ Dies sagt SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle im Zusammenhang mit den derzeit laufenden Bauarbeiten zur Restaurierung des Bozner Siegesdenkmals.

Die Arbeiten am Denkmal mögen zwar aus statischen und baulichen Gründen erforderlich sein, doch gingen die römische Regierung und der für diesen Bereich zuständige Minister, Giuliano Urbani, so ans Werk, als handle es sich um irgendein beliebiges denkmalgeschütztes Gebäude. Man tut gerade so, als kenne man weder die europäische, noch die italienische, noch die Tiroler Geschichte, so Pichler Rolle. 

„Die Restaurierungsarbeiten am Denkmal wären die Chance, eine Geste guten Willens zu setzen. Es gebe viele Möglichkeiten, um dem Denkmal jenen faschistischen Geist zu nehmen, der es bis heute umhüllt und es gebe ebenso viele Möglichkeiten, das Denkmal, wenn schon, in einen richtigen geschichtlichen Kontext zu stellen“, erklärt Pichler Rolle. „Aber das will man offensichtlich nicht und man will auch nicht zur Kenntnis nehmen, dass dieses Verhalten der italienischen Regierung für viele Menschen in Südtirol einfach nicht nachvollziehbar ist und immer wieder zu Spannungen unter den Volksgruppen sorgt.“

Die Südtiroler Volkspartei werde jedenfalls über ihre Parlamentarier in Rom Minister Giuliano Urbani noch einmal auf die Geschichte Tirols und Südtirols und auf die besondere Situation aufmerksam machen. „Nationalsozialismus und Faschismus waren eben nicht nur irgendwelche Episoden in unserer Geschichte, sondern sie haben viel Leid über das Land und viele seiner Menschen gebracht, und zwar unter allen Volksgruppen. Auf das Empfinden der Bevölkerung ist somit Rücksicht zu nehmen und es sind alle Anstrengungen zu unternehmen, um endlich ein Zeichen der Vernunft zu setzen“, so der SVP-Obmann. „Wer nur stur an einer technischen Restaurierung eines faschistischen Denkmales mit beleidigender Inschrift festhalte, der habe null Gespür und null Rücksicht für die Südtiroler Bevölkerung“, erklärt Pichler Rolle. Die SVP werde dies in Rom der Regierung gegenüber sehr deutlich zum Ausdruck bringen.
2012 - Südtiroler Volkspartei
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