Siegesdenkmal-Tafeln / SVP-Obmann zum Gutachten des Kulturministeriums / Befürchtungen bestätigt, bedenkliches Signal
SVP-Obmann Elmar Pichler Rolle zeigt sich vom Gutachten des staatlichen Denkmalamtes in Verona wenig überrascht. Dieses hat heute mitgeteilt, dass das Kulturministerium in Rom die Erlaubnis zur Aufstellung der Tafeln mit historisch erläuternden Texten, die von der Stadt Bozen gutgeheißen worden waren, auf dem Gelände des Siegesdenkmales verweigert hat. Begründung: „Die Tafeln sind mit der Erhaltung der historischen und künstlerisch architektonischen Werte des Denkmals nicht vereinbar.“ Dazu Pichler Rolle, der auch Bozens Vizebürgermeister ist: „Gut, dass wir es jetzt schwarz auf weiß haben, was die offizielle Meinung des Kulturministeriums ist. Zurückzuführen ist das auf die postfaschistischen Einflüsterer aus Südtirol.“
Pichler Rolle: „Wir haben bereits erwartet, dass auf dem Gelände des Denkmals keine Tafeln errichtet werden dürfen. Deshalb hat die Stadtverwaltung einen Standort in der Nähe der Talferbrücke auserkoren, um die Tafeln anzubringen. Wir wussten, dass Verona unter politischem Druck steht. Allerdings ist die Begründung des Ministeriums ungeheuerlich, wonach die Tafeln mit dem historischen Wert des Denkmals nicht vereinbar sind. Dahinter steckt die Handschrift von Pietro Mitolo.“
Der SVP-Obmann weiter: „Wir haben immer wieder versucht, die Geschichte des Denkmals zu erklären und haben immer wieder auch unseren guten Willen gezeigt, um das Denkmal zu entsymbolisieren und zu entschärfen. Aber keine Initiative ist geglückt – weder unter christdemokratischen Regierungen, noch unter Mitte-Links-Regierungen und jetzt unter Mitte-Rechts schon gar nicht. Dass die heutigen Entscheidungsträger – dank des Einflüsterers – allerdings sogar die Anbringung von erklärenden Tafeln als historisch nicht vertretbar bezeichnen, spricht Bände. Das ist einfach ein Armutszeugnis und ein bedenkliches Signal am Tag der Ernennung von Gianfranco Fini zum Außenminister.“
18.11.04 -
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