Sitzung der Parteileitung / Grundsatzpapier: Muttersprache fördern
Über zweieinhalb Stunden hat am Montagnachmittag die Parteileitung getagt. Dabei wurde das Grundsatz-papier zur Sprachenförderung in deutschen Schulen und Kindergärten positiv beurteilt und zur Verabschiedung an den Parteiausschuss delegiert. „Ziel ist es, die Muttersprache durch verschiedenste Maßnahmen zu fördern. Sie ist wichtigster Ausdruck unserer Identität und Kultur“, erklärt Partei-obmann Elmar Pichler Rolle. Was die Sprachgruppenerklärung anbelangt, so ist man zuversichtlich, zu einer guten Lösung zu kommen. Mit großer Wachsamkeit wird die Entwicklung in Zusammenhang mit der italienischen Verfassungsreform im Senat verfolgt.
Eingangs berichtete der Parteiobmann über den Antrittsbesuch bei der neuen Außenministerin Österreichs, Ursula Plassnik, über welchen er eine positive Bilanz zog. Pichler Rolle: „Wir sind in Wien offen aufgenommen worden und die neue Außenministerin hat uns versichert, dass Südtirol immer ein Herzensanliegen Österreichs bleiben wird. Das Gespräch mit Ursula Plassnik ist sehr gut verlaufen und sie hat uns auch zugesichert, immer ein offenes Ohr für unsere Anliegen zu haben.“
Grundsatzpapier zur Sprachenfrage: Muttersprache im Mittelpunkt
Hauptthema der Parteileitungssitzung war das Grundsatzpapier zur Sprachenfrage, das der SVP-Unterausschuss Schule, unter Vorsitz von Anna Jud Zanon und in Zusammenarbeit mit Schullandesrat Otto Saurer in den letzten Monaten ausgearbeitet hat. Besonderes Augenmerk wird auf die Muttersprache gelegt. „Sie ist der wichtigste Ausdruck unserer Identität und Kultur und muss deshalb besonders gefördert werden“, begrüßt Parteiobmann Pichler Rolle das Grundsatzpapier. Dieses sieht verschiedenste Fördermaßnahmen für die Sprache vor: unter anderem besondere Förderung in zweisprachigen Gebieten, Maßnahmen zur verbesserten sprachlichen Integration von ausländischen Schülerinnen und Schülern, besondere Berücksichtigung der Sprache bei der Lehrerausbildung ebenso wie Verbesserungsmaßnahmen bei der Erlernung der Zweit- und der Fremdsprache.
Die Mitglieder der Parteileitung haben das Grundsatzpapier zur Sprachenfrage einstimmig mit positivem Gutachten zur Verabschiedung an den Parteiausschuss delegiert.
Sprachgruppenerklärung, Verfassungsreform: Ziel ist gute Lösung für Südtirol
Thema auf der Parteileitungssitzung war auch die Sprachgruppenerklärung, die am Donnerstag wiederum auf der Tagesordnung der Sitzung der Sechserkommission steht. „Wir arbeiten an einer guten Lösung für Südtirol und können sagen, dass Bewegung in die Sache gekommen ist. Mehr können und wollen wir aber derzeit nicht berichten“, erklärt Pichler Rolle.
Was die italienische Verfassungsreform betrifft, die nun im Senat ansteht, so werden die SVP-Senatoren die weitere Entwicklung mit aller Wachsamkeit verfolgen und die entsprechenden Maßnahmen zum Wohle Südtirols ergreifen.
16.12.04 -
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