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Pichler Rolle geht erhobenen Haupts
Pichler Rolle geht erhobenen Haupts
18.04.09 - 55. o. Landesversammlung:
Elmar Pichler Rolle geht erhobenen Hauptes

Scheidender Obmann fordert Bekenntnis zur Heimat und zum Edelweiß

Elmar Pichler Rolle hat als scheidender Parteiobmann bei der 55. außerordentlichen SVP-Landesversammlung in Meran einen Bericht zu seiner fünfjährigen Amtszeit gegeben. „Ich habe mein Amt mit Begeisterung und mit Leidenschaft ausgeübt“, so Pichler Rolle, „vor allem in der festen Überzeugung, für die absolut richtige Sache zu kämpfen: für Südtirol, für unsere Minderheit, für die gesamte Bevölkerung.“

Elmar Pichler Rolle stand der Südtiroler Volkspartei seit dem 17. April 2009 als Obmann vor. Er hatte das Obmann-Amt zweimal in Folge – 2004 und 2007 – mit großer Mehrheit von der SVP-Landesversammlung anvertraut bekommen. In seiner Abschiedsrede erinnerte der Obmann daran, dass es niemals ein einziger Funktionsträger sein könne - gleich ob Parteiobmann oder Ortsobmann - der alleine den Zauberstab schwingt und schon stellt sich der Erfolg ein. Es brauche gemeinsame Werte. „Wir alle in der Südtiroler Volkspartei, haben die Pflicht, die Autonomie, diese politische Rückversicherung unserer Minderheit, zu schützen und zu bewahren!“ Weiters brauche es den Zusammenhalt, das Zuhören-Können, den Respekt vor dem Gegenüber, des Bekenntnis zur Tiroler Heimat auch bei starkem Gegenwind, das Einstehen für die Südtiroler Minderheit. „Kurzum: alles, wofür diese unsere Partei stand und hoffentlich noch sehr lange stehen wird. Und heute muss man auch noch eines hinzufügen: die Fairness“, erklärte Pichler Rolle.

Der scheidende Parteiobmann verwies auf die gute Zusammenarbeit mit der Jugend und die Notwendigkeit eines jungen Netzwerkes, um auf Dauer bestehen zu können. Das Um und Auf der politischen Arbeit für Südtirol sei aber das Wissen der Südtiroler um ihre Rechte und die Kenntnis der Autonomie. Pichler Rolle hat als Obmann eine politische Akademie ins Leben gerufen. Die Silvius-Magnago-Akademie soll vor allem der Jugend, aber auch allen SVP-Mitgliedern und Funktionären politische Grundlagen genauso vermitteln wie das Autonomiestatut und die Minderheitenpolitik. Strategischen Nutzen sollten die jüngeren Generationen von den Altmandataren ziehen. Mit dem SVP-Club der ehemaligen Mandatare habe die SVP hierzu vor zwei Jahren unter Parteiobmann Pichler Rolle der Grundstein gelegt.

An die Adresse der Ladinerinnen und Ladiner in der SVP gerichtet, erklärte Pichler Rolle, dass er als Obmann stets versucht habe, den Anliegen der Ladiner gerecht zu werden. So sei es geglückt, im neuen SVP-Statut einige bemerkenswerte Verbesserungen einzubauen.

Ein besonderer Dank Pichler Rolles ging an das Vaterland Österreich. In vielen Kontakten zu Wien und Innsbruck sei ihm immer wieder bestätigt worden, dass Südtirol für Österreich wirklich eine Herzensangelegenheit ist, und die Bereitschaft Österreichs, immer für das längst nicht mehr arme und geknechtete Südtirol da zu sein, die Sympathie, das Entgegenkommen aller österreichischen Stellen etwas Einmaliges. „Sollte es noch gelingen, dass auch die ORF-Sportreporter endlich begreifen, dass Armin Zöggeler kein Italiener ist, sondern aus Völlan kommt oder Werner Heel aus Passeier und Christoph Innerhofer ein Pusterer ist – wären wir Südtiroler vollends glücklich“, so Obmann Pichler Rolle.

Pichler Rolle bat die Landesversammlung, sich hinter die neue Führung, hinter Richard Theiner, hinter Martha Stocker, Thomas Widmann, Paola Bioc Gasser, hinter Landeshauptmann Luis Durnwalder, hinter alle Entscheidungsträgerinnen und –trägern zu stellen und vor allem geschlossen zum Edelweiß zu stehen! Seinem Nachfolger im Amt des Parteiobmannes, Richard Theiner, wünschte Pichler Rolle viel Kraft, viel Geschick und viel Erfolg für das Edelweiß. Er werde den neuen Obmann unterstützen und ihm, wann immer es sein soll, zur Seite stehen.

Die Rede des scheidenden Parteiobmannes Elmar Pichler Rolle finden Sie hier vollinhaltlich als Download. (Es gilt das gesprochene Wort.)
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