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Treffen mit Penpa Tsering
Treffen mit Penpa Tsering
21.05.09 - Regionalratsvizepräsident Seppl Lamprecht:
"Treffen mit Präsident des tibetischen Exilparlamentes"

Am heutigen Donnerstag traf der Vizepräsident des Regionalrates Seppl Lamprecht den neuen Präsidenten des tibetischen Exilparlamentes, Penpa Tsering am Sitz des Regionalrates in Bozen. Präsident Tsering erläuterte beim Gespräch die aktuelle Lage des tibetischen Exilvolkes. Tibet befindet sich seit 1949 unter chinesischer Fremdherrschaft und wurde im Jahr 1959 unter Zwang an die Volksrepublik China angegliedert.

„Regelmäßig erfahren wir aus den Medien wie untragbar die Situation für das tibetanische Volk in seiner Heimat ist. China lässt in dieser Hinsicht nur schwer mit sich reden und verleugnet jegliche Unterdrückung des tibetanischen Volkes.Dabei sprechen die Berichte von unabhängigen Menschenrechtsorganisationen eine deutlich andere Sprache: im Jahr 2008 sollen über 200 Tibeter umgebracht worden sein. 1.300 sollen aufgrund politischer Äußerungen inhaftiert sein und von rund 1000 Tibetern fehlt schlichtweg jede Spur. Die Volksrepublik will von Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen nichts wissen.“, so Seppl Lamprecht.

Derzeit leben über 150.000 Tibeter im Exil, die meisten davon in Indien. Penpa Tsering ist der erste Präsident des tibetischen Exilparlamentes, der im Exil geboren wurde. Präsident Tsering erläuterte in seinen Ausführungen wie wichtig für die tibetische Bevölkerung die finanzielle Unterstützung der Initiativen zugunsten der Erziehung und der Kultur der Jugend durch den Regionalrat Trentino - Südtirol sind. Sie seien ein deutliches Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk, so Tsering, und sie sorgen dafür, dass das tibetische Volk und seine Freiheitsbemühungen nicht vergessen werden. Seppl Lamprecht hofft, dass die nationalen und regionalen Parlamente trotz der vielfach engen wirtschaftlichen Verflechtung mit der Volksrepublik China sich dazu aufraffen, endlich die Freiheitsbestrebungen des tibetischen Volkes zu unterstützen. Der Regionalrat Trentino – Südtirol wird sein Bemühen auch in Zukunft fortsetzen und das Volk Tibets unterstützen, sicherte Lamprecht zu.

Der Regionalrat unterstützt schon seit Jahren Tibet-Initiativen. Dem ehemaligen Regionalratspräsidenten Franz Pahl war Tibet stets ein Herzensanliegen. So wurde beispielsweise im vergangenen Jahr unter seinem Vorsitz ein Beschlussantrag genehmigt, der die Solidarität mit dem tibetischen Volk bekräftigt, das zu jenem Zeitpunkt durch die brutale Unterdrückung seitens des chinesischen Militärs in den Mittelpunkt der weltweiten Berichterstattung gerückt war.
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