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Südtirol gemeinsam gestalten
Südtirol gemeinsam gestalten
26.09.09 - SVP-Obmann Richard Theiner:
„Die Zukunft dieses Landes liegt im gegenseitigen Vertrauen“

Parliamoci / Austausch mit italienischer Bevölkerung als Auftakt zu SVP-Diskussionsreihe

SVP-Obmann Richard Theiner ist am Freitagabend mit Vertretern der italienischen Bevölkerung zusammengetroffen, um mit ihnen in einen offenen Dialog zu treten. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion im Bozner Stadtviertel Don Bosco wurde auf Einladung der Südtiroler Volkspartei über das Zusammenleben der drei Sprachgruppen in Südtirol gesprochen. Es war dies der Auftakt einer Diskussionsreihe zum Thema Heimat.

„Ziel unserer Diskussionsreihe ist es, gemeinsam mit allen drei Sprachgruppen Fragen des Zusammenlebens, der Weiterentwicklung der Autonomie und der gemeinsamen Gestaltung der Heimat zu erörtern’“, betonte SVP-Obmann Richard Theiner vor rund 80 Teilnehmern. Als Auftaktveranstaltung sei dazu ganz bewusst ein Austausch mit der italienischen Bevölkerung angesetzt worden.

Als Referenten nahmen an der Diskussion mit SVP-Obmann Richard Theiner „Alto Adige“-Direktor Tiziano Marson als Moderator, der Vizepräsident des Unternehmerverbands Vinicio Biasi, der Präsident des CAI Südtirol Giuseppe Broggi, der Vorsitzende des GEIS Gruppo Ecclesiale di Impegno Socio-politico Stefano Rebecchi, der Landessekretär des AGB/CGIL Lorenzo Sola sowie die beiden Journalisten Cornelia Dell’Eva und Toni Visentini teil. Sie brachten die unterschiedlichsten Sichtweisen aus ihren Tätigkeitsbereichen und ihre Vorstellungen in Bezug auf das Zusammenleben der drei Sprachgruppen in Südtirol ein. Dabei spannte sich der Bogen von Sprachenerwerb, Chancen der Mehrsprachigkeit und Bildung über die Ortsnamenregelung, faschistische Relikte, die wirtschaftliche Entwicklung Südtirols, die Städteplanung und die Wohnbauförderung bis hin zur weitläufigen Definition der Begriffe Heimat und Identität.

Der rote Faden, der sich durch alle Stellungnahmen zog, war die zunehmende Anerkennung der Autonomie vonseiten der italienischen Bevölkerung. Die Autonomie wurde von den Teilnehmern als gemeinsam gangbarer Weg aller drei Sprachgruppen in eine positive Zukunft erklärt. Größerer Anstrengungen bedürfe es aber auf jeden Fall in punkto Zusammenleben. Dabei müsse vorrangig bei der Kommunikation und der Bereitschaft zum gegenseitigen Austausch angesetzt werden.

In der regen Diskussion berichteten zahlreiche Teilnehmer über ihre persönlichen Erfahrungen, über ihr Gefühl, in Südtirol beheimatet oder nach Jahren immer noch nicht beheimatet zu sein. Auf breite Anerkennung stieß die Rede von SVP-Obmann Richard Theiner, der eingangs Sinn und Zweck des Treffens erläutert und eine Reihe von Themen konkret angesprochen hatte. Die Teilnehmer der Veranstaltung zollten ihm dafür Respekt und Anerkennung zumal sich laut Moderator Marson bisher kein SVP-Obmann der Diskussion in einem vorrangig italienischen Viertel Bozens gestellt hatte.

„Die Zukunft dieses Landes liegt im Ausgleich und im gegenseitigen Vertrauen“, betonte SVP-Obmann Richard Theiner abschließend und kündigte weitere Treffen dieser Art an. Die SVP wollte ein bewusstes Zeichen setzen, indem sie zum Auftakt italienischsprachige Vertreter aus Wirtschaft, Gesellschaft und Medien einlud. Die nächste Diskussionsrunde wird am 13. Oktober 2009 im Burggrafenamt stattfinden.

im Bild (v.l.n.r):  Giuseppe Broggi, Lorenzo Sola, Richard Theiner, Tiziano Marson, Cornelia Dell'Eva, Vinicio Biasi
Nicht im Bild: Toni Visentini und Stefano Rebecchi
2012 - Südtiroler Volkspartei
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