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Christoph Gufler
Christoph Gufler
07.01.10 - ArbeitnehmerInnen in der SVP:
"Steuersystem darf Arbeit nicht bestrafen"

SVP-ArbeitnehmerInnen fordern Änderungen im Steuersystem

Ein Steuersystem, das Arbeit bestraft und Spekulation belohnt schadet der Volkswirtschaft und gefährdet auf Dauer die Demokratie. Genau das ist aber bisher in Italien der Fall. Die Arbeitnehmer/innen in der SVP fordern deshalb für die von Wirtschaftsminister Tremonti angekündigte Steuerreform eine Senkung der hohen Lohnnebenkosten und eine Anhebung der Steuern auf Kapitalerträge.

Das derzeitige Steuer- und Rentensystem belastet die Einkommen aus lohnabhängiger Arbeit und aus Kleinbetrieben massiv, während die Besteuerung der Kapitalerträge und Börsengewinne zu den niedrigsten Europas zählt (Dolomiten 05./06.01.2010). Den Arbeitnehmern werden 30 und mehr Prozent von ihrem Lohn abgezogen, der Steuersatz auf Kapitalerträge, Unternehmensobligationen, Dividenden und Börsengewinne liegt bei nur 12,5 Prozent.

Auch bei den Renten sind es die Lohnabhängigen, die durch ihre Einzahlungen die Altersversicherung anderer Bevölkerungsschichten mitfinanzieren müssen (Dolomiten 19.12.2009).

Dies ist nicht nur unsozial und ungerecht sondern gefährdet über kurz oder lang die Grundlage unserer Gesellschaft und unseres Wirtschaftssystems. Nur wenn Arbeit nicht bestraft und Leistung belohnt wird, kann der Motor der Wirtschaft auf Dauer funktionieren. Ansonsten wird die Armut zunehmen und der Mittelstand seine stabilisierende Funktion verlieren.

„Die angekündigte große Steuerreform muss deshalb vor allem die hohen Lohnnebenkosten senken,“ stellt der Vorsitzende der ArbeitnehmerInnen Christoph Gufler klar. Darüber hinaus stärken Steuerentlastungen für die Erziehung der Kinder und für die Pflege von Angehörigen das tragende Element unserer Gesellschaft, die Familie. Steuerabzüge für Bildung sind notwendige Investitionen in unsere Zukunft.

Die dadurch fehlenden Einnahmen sind durch die höhere Besteuerung von Börsen- und Aktiengewinne, sowie der großen Vermögen zu erzielen. In Italien befinden sich 50% des Vermögens im Besitz von 10% der Familien. Ein solches neues Steuersystem trägt nachhaltig zur Stabilisierung von Realwirtschaft und Gesellschaft bei und sichert damit langfristig die Demokratie und den Frieden. Deshalb muss es das Ziel aller sein, endlich die notwendigen Reformen in Angriff zu nehmen.
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