"Die Qualität der Pflege ist gut, aber..."
Die Pflegesicherung, die zukünftige Rolle privater gemeinnütziger Anbieter des Hauspflegedienstes und einer Reihe anderer Themen, die vor allem den sozial-sanitären Bereich betreffen, waren Themen, die bei der unlängst stattgefundenen Sitzung der Landesbeirat für Altenarbeit mit dem Gesundheitslandesrat und SVP-Obmann Richard Theiner ausgiebig diskutiert wurden.
Durch Pflegesicherung ist ein Altern in Würde gewährleistet
„Um unser System der Pflegesicherung werden wir in den Nachbarländern beneidet“ – stellt zu Beginn Gesundheitslandesrat Richard Theiner fest. Bei der Umsetzung der Pflegesicherung habe meine festgestelltm, dass sie eher komplex sei und die Anzahl der Pflegebedürftigen sei auch höher, als anfangs angenommen. „Im Dezember 2009 haben wir an 13.316 Personen ein Pflegegeld ausbezahlt. Im heurigen Jahr werden sich die Kosten auf 192 Millionen Euro belaufen und im nächsten Jahr sind es dann 200 Millionen“ - so Theiner und betont dann ausdrücklich: „Dieses Geld ist aber gut ausgegeben, denn die pflegenden Familien haben sich diese Unterstützung mehr als verdient “
Merkmale der Ausschreibung des Hauspflegedienstes müssen überdacht werden.
Der Direktor der Lebenshilfe Südtirol Wolfgang Obwexer stellt mit Bedauern fest, dass für manche Bezirksgemeinschaften bei der Ausschreibung des Hauspflegedienstes nicht die Qualität der Pflege als bestimmendes Auswahlkriterium ausschlaggebend sei, sondern der Preis. „Wir als Lebenshilfe haben schon deswegen zwei Dienste an einen privaten Anbieter verloren. Das hat zur Folge, dass nicht nur wir einen finanziellen Verlust haben, sondern auch unsere jahrelang betreuten Personen, die plötzlich sich an fremde Anbieter umgewöhnen müssen.“ Gesundheitslandesrat Richard Theiner wird sich für eine bessere diesbezügliche Zusammenarbeit der Bezirksgemeinschaften mit den nicht gewinnorientierten Organisationen einsetzen und bekräftigt „gemeinnützige Träger von sozial wertvollen Leistungen dürfen nicht in einen Preiskrieg getrieben werden.“
Kriterien der Akkreditierung der sanitären Einrichtungen müssen angewandt werden.
Der Landesbeirat für Altenarbeit fordert, dass die Qualität der Pflegedienste weiterhin garantiert werden muss. Deswegen sei die Anwendung eines einheitlichen Arbeitskollektivvertrages alle Anbieter notwendig. Eine laufende Weiterbildung des Personals müsse klar definiert werden. Außerdem sei notwendig, die Zweisprachigkeit des Personals der akkreditieren Anbieter verbindlich vorzuschreiben.
Privacy- Erklärung: sanitäre Leistungen werden weiterhin gewährleistet
Das in diesen Tagen verschickte Schreiben des Südtiroler Sanitätsbetriebes an die Bürger bezüglich Erlaubnis zur Verarbeitung von sensiblen Daten, hat besonders bei den Senioren große Verunsicherung ausgelöst. Der Gesundheitslandesrat beruhigt: „Klarerweise werden Patienten - auch wenn sie das Formular mit nein unterschrieben haben – weiterhin ihre medizinischen Leistungen in Anspruch nehmen können. Wenn jemand der Verarbeitung der Daten zugestimmt hat, werden diese weiterhin nur für medizinische Zwecke gespeichert und auch nicht routinemäßig an Apotheken oder das Gericht weitergegeben.“
Bildtext; Gesundheitslandesrat Richard Theiner bei der Sitzung des Landesbeirate für Altenarbeit



