"Keinen Generationenstreit provozieren"
SVP-Landessekretär Achammer: „Brunetta-Vorschläge werden immer kurioser!“
Mit Unverständnis reagiert der Landessekretär der Südtiroler Volkspartei, Philipp Achammer, auf den neuerlichen Vorstoß des Ministers für öffentliche Verwaltung Renato Brunetta, der nun mit monatlichen 500 Euro den Schritt aus dem Hotel Mama erleichtern will. „Unterstützung ja bitte, aber nicht auf Kosten der älteren Generation!“, so Achammer.
Um diesen monatlichen Beitrag zu finanzieren, hatte Minister Brunetta eine Kürzung der Renten vorgeschlagen. „Es ist sehr wohl zu begrüßen, dass die Regierung anscheinend erkannt hat, dass junge Menschen in den ersten Berufsjahren besonderer Unterstützung bedürfen. Dies darf aber auf keinen Fall zu Lasten der Älteren gehen“, betont der SVP-Landessekretär. Es gebe laut Achammer zahlreiche andere Möglichkeiten der Unterstützung, etwa in der zeitlichen Begrenzung von unsicheren Arbeitsverhältnissen oder in einer Festlegung von verträglichen Mietpreisen.
„Das Hotel Mama ist nicht nur eine Bequemlichkeit, sondern häufig Notwendigkeit in den ersten Berufsjahren“, wiederholt Achammer. Die Wohnungssuche werde laut einer ASTAT-Erhebung aus dem Jahre 2008 von Südtirols jungen Menschen als eine der größten Schwierigkeiten betrachtet. „Hier gibt es noch viel zu tun. Die Erkenntnis, dass besonders junge Menschen einer Unterstützung bedürfen, muss auch hierzulande noch wachsen!“



